Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 9 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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19 zum Nationaljugendtag in Berlin kurz sprechen müssend, um bei dieser Gelegenheit die Meinung des G.A., der jedenfalls durch e i n Mitglied vertreten sein mutz, zu erfahren. Ferner werden manche Aufsätze, die in Dr. I. Wohlgemuts „Jeschurun" erscheinen, Anlatz zur Besprechung bieten. Es wird anch interessieren, über die innere Struktur unserer eigenen Organisation nähere Aufklärung zu bekommen, zu erfahren, welche Rechte dem G.A. und. dem O.V., und welche den Gruppen zugestandeu werden. Nicht vergessen werden darf die Besprechung praktischer Fragen, z. B. darüber, wie sich die Jugendpflegearbeit im Esra entwickelt hat, welche Vorbereitungen für den Ausbau der Wandergruppen getroffen werden, und welche Erfahrungen in gemütlichen Veranstaltungen gewonnen wurden. Hingewiesen werden mutz ans den Mangel an geeigneten Rezitations¬ und Aufsührungsstoffen echt jüdischen Inhalts. Eine Fülle von Gedanken, die der theoretischen und praktischen Arbeit entnommen sind und uns Gesinnungsgenossinnen zur Aussprache lockig ist vorhanden. Es gilt, das Wichtigste herauszugreifcn, das, was für die kräftigende Ausgestaltung unserer jungen Organisation und für die Erreichung unseres erhabenen Zieles, die Jugend thoratreu zu erhalten, not tut. Vier Wochen vor Beginn des Ferienkursus sollen an alle Gruppen Rundschreiben ergehen, die eine genaue Tagesordnung enthalten. Aber auch die Bücher, mit deren Hilfe man sich auf die Kurse vorbereiten kann, nrüsscn zeitig bekannt gegeben werden, damit die Einrichtung der Ferienkurse wirklich ersprießlich und gewinnbringend für die Besucherinnen wird. Denn unsere Beteiligung an diesen Kursen dient nicht nur unserer eigenen Belehrung und Bereicherung. Das darf niemals Selbstzweck sein. Wohl sollen die Kurse dazu beitragen, Führerinnen heranzubilden, die selbst immer tiefer die Art echtjüdischer Gesinnungsweise und Lcbcnsbetätigung in sich aufnehmen und in ihrer Lebensführung und ihrem Wirkungsbereich zur Ausführung bringen. Weiter hinaufführend sollen aber diese Ferienkurse unsere Führcrinnen, sie immer fähiger, reifer und bereitwilliger machen, unsere Jugen'd durch Vorbild und Praxis zu thoratrcuen Juden zu erziehen. Mit allem, was in, uns lebt, was uns erhebt und uns beglückt, gehören wir unserem Volk. Deshalb sind wir verpflichtet, alle uns zuteil gewordenen geistigen Güter weiterzugeben an unsere Schwestern, und zwar in dem Sinne und getragen von der Auffassung, wie sie uns vermittelt wurden. So vertiefen wir durch unsere praktische Arbeit die Idee der Agudoh, führen einen engen Zusammenschluß zwischen den einzelnen Gruppen und den Mitgliedern untereinander herbei. Dieser Zusammenhang besteht und ist gegeben durch das geistige Band der Tauroh, das unsere Jugend immer mehr umschließen und verknüpfen möge. Hanna L i p st a d t, Hamburg.