Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 9 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 gestellt hat, nach dem die Arbeit in allen Gruppen eingerichtet werden soll. Die Statuten wurden von der Organisationsleitung durch beraten und werden in ihrer nunmehr endgültig festgelegten Form im Oktoberheft abgedruckt. Der Beschluß des Delegiertentages lautete: Alle Jugendgruppen sollen nach Möglichkeit Esra-Gruppcn ins Leben rufen, und ivtr hoffen bestimmt, daß man möglichst oft und möglichst viel diesen Beschluß in die Wirklichkeit umsetzt. Sowohl in Nürnberg als auch in Fürth wurden nach gründlicher Vorbereitung Esra-Gruppcn ins Leben gerufen. An Referate des Herrn Max Cohen, Cöln schlossen sich längere Disknssionen an, die aber beidemalc die Notwendigkeit unserer Arbeiten durchaus anerkannten, und so ward in beiden Städten mit viel Begeisterung ein Esra gegründet. Auch in Frankfurt a. M. machte man sich daran, diesem unserem wichtigsten Arbeitsgebiete seine Aufmerksamkeit zu schenken und so ward denn auch hier noch kurz vor Rausch Haschono im Anschluß an ein Referat des Herrn Cohen die Gruppe konstituiert. Ein weiterer Esra trat auf Veranlassung von Fräulein Selma Lewin in Wreschen (Posen) ins Leben. In Cöln hat der bereits am längsten bestehende Esra durch die, vielen neuen Eindrücke, die wir von Würzburg mitgcbracht haben, seine Tätigkeit in viel intensiverer, ausgedehnterer Weise wieder ausgenommen. Vor allen Dingen wurde hier der Führer schaft nunmehr ein geistiger Leiter gegeben, an den sich die einzelnen Führer und Führerinnen immer wenden können, sowohl was die Auswahl des Stoffes, der durchgcarbeitot werden soll, anbetrifft, als auch, was Fragen angeht, die von den einzelnen Esräern an die Führer gerichtet und von diesen nicht sogleich beantwortet werden können. Aus unserer Bewegung. Der Bundestag ist vorüber und alles ist wieder nach Hause zurückgekehrt. Nun muß es sich zeigen, ob die hohen Erwartungen, die wir an diese Tagung geknüpft hatten, in Erfüllung gehen, ob der wunderschöne, erhebende Verlauf nicht nur Strohfeuer gewesen ist. Die ersten 6 Wochen, die seither ins Land gegangen sind, scheinen die höchsten Erwartungen noch zu übertreffen. Der Ruf: Mehr lernen! mehr Tauroh! scheint in vielen Herzen und bei mancher Gruppe aus sruchtbaren Boden gestotzeit zu sein. Allüberall ging man mit wahrem Feuereifer an die Arbeit, richtete neue Schiuriin ein, und gar mancher Agudist und manche Agudistin nahm sich die Worte und Mahnung, die mit heißer Eindringlichkeit in den Verhandlungen des Bundestags immer und immer wieder erhoben wurden, zu Herzen und ist heute auch ein regelmäßiger Besucher des Schiurs seiner Gruppe.