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Blätter · 1918-07-01 · 7 (7.1918) · p. Seite 7

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Journal
Blätter
Volume
4 (1918)
Issue
7 (7.1918)
Date
1918-07-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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ד ja, daß, um dem englischen Einfluß ein Paroli zu bieten, auch in Deutschland sich ein Pro-Palästina-Komitee gebildet hat, dem eine große Anzahl namhafter Gelehrter und Politiker aller Parteischattierungen angehören. Auch dieses Komitee hat es sich zur Ausgäbe gesetzt, die jüdischen Bestrebungen in Palästina zu unterstützen und sie in Einklang mit den deutschen Interessen zu bringen. All dies hat naturgemäß in erster Reihe in jüdischen Kreisen die Gemüter erregt und sie veranlaßt, sich mit allen Fragen, die Ercz Jisroel betreffen, mehr als bisher zu befassen. Und diese Vorkommnisse haben, gleichfalls naturgemäß, die jüdische Nationalfrage wieder in den Vordergrund der Betrachtungen gebracht. Hierbei ist es selbstverständlich, daß eine Vereinigung Wie die Agudas Jisroel, die doch Vertreterin des unverfälschten, historischen Judentums ist, sich nicht der Frage entziehen kann, welche Stellung sie zur Nationalfrage einzunehmen hat. Wir wollen es versuchen, in kurzen Strichen diese Frage vom Standpunkte des überlieferten Judentums zu behandeln. Die Behandlung des Themas ist eine sehr schwierige. Einmal ist die Hauptfrage, soll sich die Agudas Jisroel ein nationales Gewand umhängen, noch zu sehr im Flusse. Es kommt dazu, daß eine Klärung der Frage deshalb so schwierig ist, weil das hauptsächliche Moment der Frage insofern keiner Lösung bedarf, da der Nationalismns in gutem Sinne in der Agudas Jisroel und in ihrem Programm bereits vom Anfang enthalten ist. Wenn nun jetzt noch etwas Neues hinzukommen soll, so wird die nähere Bestimmung dessen, was von der Agudo noch hinzugenommen werden soll, sich nicht leicht gestalten. Und zwar deshalb nicht leicht, weil die Agudo vor der Gewissensfrage steht, ob es nicht eine Verwässerung ihres Programms bedeutet, wenn sie in ihr bisheriges Programm noch einen Punkt hineinnimmt, der, wenn einmal darinnen, sich nicht beiseite schieben lassen wird. Einen Punkt, der sodann Beachtung verlangt, und sei es auf Kosten der übrigen Programmteile. Wir werden nun der Frage unter zwei Gesichtspunkten näherzutreten haben. Einmal, bedarf es erst einer Erweiterung des Programms, um den nationalen Gedanken in Agudokreisen wach zu erhalten? Zweitens kann die Betonung des nationalen Moments überhaupt als Programmpunkt der A.J. ausgenommen werden, ohne daß wir dabei Gefahr laufen, daß hierdurch der Hauptprogrammpunkt ״Lösung der jeweiligen, das Judentum berührenden Fragen im Sinne der Thora" geschädigt oder doch getrübt werden könnte? Was die erste Frage betrifft, so muß zur Vorgeschichte der Agudo-Bewegung folgendes bemerkt werden. In früherer Zeit ist eine Zusammenfassung der thoratreuen Kreise nicht vonnöten gewesen. Die Thora, als Religionsgesetz, als Bestimmerin des Verhältnisses des jüdischen Menschen zu Gott, ist zugleich Nationalgesetz gewesen: ״hajjaum hasseh uihejeisso lcom". ״An diesem Tage

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