Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 7 (7.1918)
- Date
- 1918-07-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- 5 - angewiesen. Die Esrawanderer werden sich zum weitaus größten Teile aus den Reihen der Schüler rekrutieren. Was ist denn natürlichcr, als daß sich die Hochschüler der Kameraden, die noch nicht so weit sind, annehmen, und sie für ihre Ziele vorsiereiten Nach Möglichkeit sollen deshalb die einzelnen Vereinigungen jüdischer Akademiker die Führer für die Esragruppen abgeben. Im ״Esra" soll den Jugendlichen nur das geboten werden, was ihnen die A.J.-Jugendgruppe nicht geben kann; eine Wiederhloung gleich c r Einrichtungen aber wollen wir vermeiden. Darum braucht der ״Esra" auch keine eigenen Schiurim, sondern nimmt an den Einrichtungen der A.J.-Jugendgruppe teil. Seine Hauptfachliehen Veranstaltungen sollen Wanderungen und Heima b e n d e sein. Es ist dringend zu wünschen, daß jede Esragruppe ein Landheim hat, das z. B. in den Ferien den Wanderern Wochenlang Aufenthalt gewähren kann. Große Sorgfalt ist auf die Heimabende zu verwenden, die in gleiche in Maße V e r g n ü g u n g e n und Belehrungen dienen sollen. Da man aber mit Jungen und Mädchen von 13 Jahren nicht die gleichen Thenien erörtern kann, wie mit solchen von 17 18 Jahren, macht sich eine Einteilung in Züge nach Altersstufen notwendig. Eine etwaige Trennung der Geschlechter auf Wanderungen mag den einzelnen Ortsgruppen anheimgestellt werden, allgemein soll sie aber auf den Heimabenden durchgeführt werden. Der Heimabend soll den Jungen und Mädchen Aufschluß geben über die aktuellen Fragen des Judentums und die Strömungen innerhalb der Judonheit. Vor allem aber sollen die Jugendlichen zum selbständigen Denken erzogen werden und sich in kleinen Vorträgen, im Durcharbeiten jüdischer Themen, wie auch in der Diskussion üben. Das Ganze muß durch eine straffe Organisation zusammengehalten, und ein Kreis von Teilnehmern muß geschaffen werden, auf die unbedingter Verlaß ist. Ein Abzeichen, das allen Esrawanderern gemeinsam ist, mag nur denen ausgehändigt werden, die durch ihre Anteilnahme an den Veranstaltungen ihr Interesse bekundet haben. Ebenso ist es ratsam, Schüler der Primen und reifere junge Kaufleute, zu Hilfsführern zu machen. Wichtig und sehr zu. fördern ist auch der Verkehr der Gruppen unkereinander. Esrawanderer sind Brüder, die der gleichen Sache dienen. Wer das Zeichen der Esrawanderer trägt, wird in einer anderen Stadt allen dortigen Esrawanderern willkommen sein. Möglichst viele Treffahrten der Gruppen, gemeinsame Wanderungen und Gruppcntage sollen zur Hebung des ganzen Bundes beitragen. Dann sollen in den erweiterten ״Blättern" einige Seiten dom Esra zur Verfügung gestellt und Tätigkeitsberichte der einzelnen Gruppen gebracht werden, bis er sich seine eigene Zeitschrift schafft. — So soll unser ״Esra" die Vorstufe werden zur A.J.J.O., die frische Quelle stets neuer, junger Kräfte. Diese ״Vorschule" aber wird uns allen von Nutzen sein; ״Esra" sowohl wie A.J.J.O. wie B.J.A.