Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 3 (3.1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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B - 10 - Stelle der Anmaßung der Wunsch nach Verständnis und Verstehen treten. Sind doch ihre Anhänger alle beseelt von dem gleichen Gedanken, Tauroh zu lernen und Taurohwort zu erfassen und zu erfüllen, sehnen sie doch alle mit dem gleichen Interesse nur die Erfüllung des gleichen Wunsches herbei, den Triumph der wahren Gotteserkenntnis über die Gottesverächter zu erleben. Stellen wir all' unser Tun und Lassen nur darauf ein, der wahren Sache zum Siege zu verhelfen, sehen wir in der Verwirklichung der Agudo- Jdeale allein unser Ziel, dann, und nur dann sind wir auch würdig, Söhne und Töchter jenes Jaakauw Owinu genannt zu werden, der uns beim Scheiden aus dem irdischen Leben zuruft: „Heosfu" Versammelt Euch zu „Agudo Achas", und „Weschimu": Höret, „laasaus rezaunau schel hakodausch boruch hu belewow Scholem". Abraham Saul. Eine Anregung. Von Camille Bloch-Scharrachbergheim. Das Referat „Übergangswirtschaft" von Herrn M. Cohen muß in gesetzestreuen Kreisen lebhaften Widerhall finden. Nun ist es an der gesetzestreuen. Jugend selbst, die Mittel zu besprechen, die es ermöglichen, daß die in dem Referate enthaltenen Gedanken und Forderungen in die Tat umgesetzt werden, und gern wird die Schriftleitung dieser Blätter den Raum zum gemeinsamen Gedankenaustausch zur Verfügung stellen. Alle sind sich darin einig, daß jetzt unbedingt etws geschehen muß, daß der Übergang von der Kriegszur Friedenswirtschaft sich für unsere Bewegung im günstigen Sinne vollzieht und wir den kommenden Friedensaufgaben voll gewachsen sind. Treffende Worte findet der Referent bezüglich des Verhältnisses der Agudo zu den Landgemeinden. Daß dort bei intensiver Arbeit prachtvolles für die Gruppen und somit für die Gesamtagudo geleistet werden kann, ist zweifellos; durch planmäßiges Arbeiten der Gruppen würde der noch auf dem Lande glimmende religiöse Funke neue Nahrung erhalten und zur hellen Flamme entfacht werden. Als selbst in ländlichen Kreisen wohnend und die Verhältnisse aus eigener Anschauung beurteilend, sei es mir gestattet, diesen! Thema einige Worte zu widmen. Es ist nicht zu leugnen, daß es mit der Erziehung der Jugend auf dem Lande zur Religiosität entschieden schlechter bestellt ist, als derjenigen in der Stadt. Es fehlt ersteren eben an der Gelegenheit, sich auf religiösem Gebiete weiter sortzubilden, es fehlt an gleichgesinnjten Genossen; manche religiöse Frage, die das Herz bewegt, findet keine sie befriedigende Lösung, und in den meisten Fällen ist eine Abkehr von unserer Religion die Folge, i Würden die Agudo-Jngendgruppen ihre hehren Ideen hinaustragen auf's Land, dort zeigen,