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Blätter · 1919-01-01 · Sonderheft (1.1919) · p. Seite 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
Sonderheft (1.1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 38 (sequence 38)
Language
German
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3g Henry Pels - Hamburg: Kinder aus nicht gesetzestreuen Häusern, die zu uns wollen, solle man in den „Esra" aufnehmen, Propaganda jedoch nur in thoratrcuen Kreisen machen. Ist S i m o n s o h n - Breslau: Breslau hat immer auf unseren Kreisen fernstehende Kinder reflektiert. Man muß auf jeden Fall mit den Kindern anders Verfahren als mit den schon älteren Agudisten. Denn Kindern kann man noch den thoratreuen Standpunkt anerziehen. Um aber doch nicht thoratreue und nichtthoratreue Mitglieder in eine Reihe zu stellen, habe der „Jeschurun" als ordentliche Mitglieder nur Schabbos haltende Kinder ausgenommen. Die außerordentlichen sollen erst zu Juden erzogen werden. Die Bundesleitung solle den einzelnen Gruppen eine Entscheidung über diese Frage zukommen lassen, soll aber nur thoratreue Kinder als ordentliche Mitglieder aufnehmen können. Else F ran k e l- München meint, man solle es so wie in der Agudo handhaben, müsse aber auf jeden Fall bei Kindern von 8—-10 Jahren etwas mehr Nachsicht üben als bei älteren. Or. P o s e n--Frankfurt a. M.: Die Kinder, die im „Esra" sind, müssen allen Anforderungen in religiöser Beziehung genügen. Das ist unbedingt notwendig, da wir doch mit unseren Kindern ein hohes Programm zu verwirklichen suchen. Deshalb ist größte Vorsicht in der Auswahl der Kinder am Platze, da nichtgutjüdisch erzogene Kinder die Aufgabe nur bedeutend erschweren- Außerdem kann man die nicht ganz gesetzestreuen Kinder für den „Esra" nur dann heranziehen, wenn die Eltern damit einverstanden sind. Ella Eisenmann-Frankfurt a. M.: Aus Erfahrung weiß ich, daß religiös feste Kinder ans solche, die es nicht sind, großen Einfluß ausüben. Marcus S e Ä b a ch - Halberstadt: Nur Kinder, die den guten Willen haben, gesctzestreu zu werden, sind aufnahmefähig. Den Kindern von 8—12 Jahren kann man diesen Willen noch anerziehen. Kurt Alexander-Berlin: Die Kinder, die zu ihrem Führer doch Vertrauen haben sollen, mögen von ihm gesetzestreu erzogen werden. Max Cohen: Da nach unseren Statuten und unserer Anschauung der „Esra" kein Verein ist, also auch keine Mitglieder haben kann, so ist manche Einrichtung des „Jeschurun", der eben vereinsmäßig konstruiert ist, für uns unmöglich. Unser einziges Ziel besteht darin, die Kinder zu erziehen. — Pflichten haben sie, aber keine Rechte. Außerordentliche Mitglieder, also nicht vollberechtigte, gibt es bei uns daher nicht. Wir sollen darauf sehen, daß jedes Kind, sowie es dem „Esra" angehört, Schabbos hält. Recha K a tz - Frankfurt a. M. wirft die Frage aus, wie man sich bei einem etwaigen Konflikt mit den Eltern zu Verhalten habe.

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