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Blätter · 1919-01-01 · Sonderheft (1.1919) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
Sonderheft (1.1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 b) Nationale. Die jüdische Nation ist die Nation Gottes. Gott ist ihr Souverän, Gottes Land ihr Land, Gottes Recht ihr nationaler Wille. Der jüdische Nationalismus hat mit dem politischen, im besonderen dem zionistischen Nationalismus, nichts gemein. 1. Die Jugendgruppen haben das Wesen des jüdischen Nationalismus ihren Mitgliedern in vollendeter Klarheit einzuprägen. 2. durch geeignete Lehrgänge haben die Jugendgruppen ihren Mitgliedern das Verständnis für das Wesen unserer nationalen Sehnsucht, die die Sehnsucht nach dem Kiruw Schechinoh, nach der Wiedervereinigung von Gott, Nation und Land bedeutet, zu erwecken. 3. Höchste Steigerung des Golus wäre es, wenn Israels Gott geweihtes Land der Thumoh verfiele. Dies zu. verhindern haben die Jugendgruppen ihres Teils dazu beizutragen. Sie haben die Kenntnis der wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes zu vermitteln, haben zur Übersiedelung anzuregen und die dazu Bereiten zu organisieren. Jedes Mitglied hat mitzuwirken, daß Gottes Land in der Zerstreuung der geistige Mittelpunkt der in Gottes Recht geeinten und organisierten Nation ist. III. Nach Außen. Innere Geschlossenheit tut uns not. Die Jugendgruppen werden nicht länger dulden, daß unser Verhältnis zur Reform, zum Zionismus oder zu sonstigen irregeleiteten Organisationen der ewige Zankapfel sei, der unsere besten Kräfte bindet und die Begeisterung der Jugend lähmt. Klar und deutlich stellt daher die Jugendorganisation fest: 1. Wir lehnen grundsätzlich jede jüdische Organisation ab, die nicht ausschließlich unter der Herrschaft des Rechtes Gottes steht. 2. Wir lehnen grundsätzlich jede Teilnahme an einer solchen Organisation auch in der Form einer Sondergruppe ab. Jede Sondergruppe innerhalb einer nicht ausschließlich unter der Herrschaft des Rechtes Gottes stehenden Organisation anerkennt die Gleichberechtigung der Treue und des Abfalles im Schoße der jüdischen Nation. Es kann nicht die nämliche Organisation einander entgegengesetzten Ideen dienen, ohne den Gegensatz der Ideen aufzuheben oder 'zu verschieben. 3. Wir bekennen uns zur Einheit des Judentums; unverlierbar ist die Zugehörigkeit jedes von einer jüdischen Mutter Geborenen zur jüdischen Nation, unverlierbar auch die Pflicht jedes Juden, Gottes Recht zu verwirklichen. Der Abfall des einzelnen Juden von Gott ist uns das schmerzlichste Symptom des Silluk Schechinoh. Wir lehnen die Organisationen des

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