Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- Sonderheft (1.1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 3 Bekunden wir daher die geschichtliche Tatsache, daß ohne Gtt und Thora das jüdische Volk nicht bestehen kann, vielmehr dem langsamen aber sicheren Tode ausgesetzt wäre. Unser aber ist das Leben ובחרת בחיים Der Vorftand des Kruppenverbandes der Hgudas Asroel in Deutldiland. Der Lasseler Delegiertenlag. So befriedigt alle Teilnehmer des Würzburger Bundes- und Delegiertentagcs die gastliche Hauptstadt Unterfrankens verlassen hatten, so sehr auch die Leitung der A.J.J.O. erfreut war durch all die 'Anregungen, die ihr dort gegeben, durch alle Versprechungen, die ihr gemacht waren, so aufmunternd auch die Aussicht auf tatkräftige Mitarbeit der Grüppen sich zeigte, die bis dahin so viel zu wünschen übrig ließ, so war sich die Leitung doch darüber klar, daß noch manche Schwierigkeit zu überwinden sei, die gerade erst durch die Würzburger Tagung in den Vordergrund getreten war. Die Fülle von Anregungen und Anträgen, über die in Würzburg debattiert wurde, die aber trotzdem nicht genügend durchgesprochen werden konnten, und die, wenn überhaupt zur Diskussion gestellt, wegen Zeitmangel durchgepeitscht werden mußten, um schließlich dem G.A. als Material überwiesen zu werden, all das brachte Un- . klarheiten mit sich, die im Laufe der Monate wuchsen und endlich zu Differenzen führen mußten. Hatten die Kommissionen, die in Würzburg gewählt waren, das Recht, definitiv zu beschließen? Unterlagen ihre Beschlüsse der Zustimmung des G.A., der bis zu einer neuen Delegiertenversammlung auf eigene Verantwortung hin, auch gegen die von den Kommissionen gefaßten Beschlüsse, Handeln konnte? In welchem Verhältnis stehen G.A. und Vorstand? Was gehört zur Kompetenz des letzteren? Auch das war von der Würzburger Tagung nicht entschieden, trotzdem der Vorsitzende damals ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer Klärung hingewiesen hatte. Endlich war durch den Beschluß, unser Verhältnis zu anderen Organisationen nicht klar zu stellen, diese Entscheidung vielmehr dem Provisorischen Komitee zu überlassen, eine Unklarheit geschaffen, die um so schlimmer war, als die Leitung der A.J. unmöglich eine Plenarversammlung einberufen konnte, in der sie sich über dieses Problem hätte schlüssig werden können. Dazu kam der