Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Isak b. Elasar Halevi's Einleitung zu seinem Sefat yeter
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 3)
- Language
- German
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252 Isak b. Elasai Halevi’s Einleitung zu seinem שפת יתר. unedirter grammatischer Schriften, von denen sich jede in je einer Handschrift erhalten hat. Die erste Schrift, ein Erstlingswerk Isak’s, ist שפת יתר betitelt. Den Titel hat der Yerfasser vielleicht dem gleichnamigen Werke Ibn Esra* 2 3 4 5s entlehnt. Diese Schrift ist, wie aus der Einleitung hervorgeht, eine kürzende Bearbeitung 1) dreier Schriften: der zwei Schriften Hajjüg’s über die schwach- und doppelläufigen Yerba (arabisch: כתאב אלאפעאל דואת חרוף אללין und 2 (כתאב אלאפעאל דואת אלמתלין) und des ״Ergänzers“ Abulwalid’s (arabisch: י(3 כתאב אלמפתלחק welcher BerichtiguDgen und Zusätze zu jenen beiden enthält. Die Schriften Hajiüg’s hat unser Yerfasser ohne Zweifel im arabischen Qriginal benützt. Dies geht daraus hervor, dass sich in der hier abgedruckten Einleitung ein Stück findet, wrelches fast wörtlich der ersten Schrift Hajjüg’s entnommen ist4) und welches dem Wortlaute nach weder mit der Hebersetzung Ibn Chiquitilla’s noch mit der Ibn Esra’s übereinstimmt. In Betreff des Mustalhik ist es mir unmöglich festzustellen, ob unser Yerfasser das arabische Original oder die hebräische Hebersetzung Obadja’s benützt hat5), da mir keine Stelle aus dem שפת יתר vorliegt, die diesem Werke Abulwalids entnommen wäre, und da auch letzteres hebräisch noch nicht veröffentlicht ist, wahrscheinlich aber hat Isak auch diese Schrift im arabisehen Original vor sich gehabt. Die hebräische Benennung aber ספר ההשגה, welche dem arabischen Titel nicht ganz genau entspricht, wird er wohl Jehuda Ibn Tibbon entlehnt haben, welcher in seiner Hebersetzung der Schriften AbulwalicPs dieses Werk ebenso nennt6). Die Anordnung des O S. Steinschneider, die hebr. Uebersetzungen, S. 917. 2) Das arabische Original, von dem bisher nur einzelne Bruchstücke veröffentlicht ־waren, erscheint jetzt vollständig von Prof. Jastrow bei Brill in Leiden. Durch die Güte des Herausgebers ist es mir möglieh, schon jetzt nach dieser Ausgabe zu citiren. Hebräisch wurden diese beiden Schriften zwei Mal übersetzt: von Mose Ibn Chiquitilla (ed. Nutt, London 1870) und von Abraham Ibn Esra (ed. Dukes, Stuttgart 1844). 3) Edirt von J. und H. Derenbourg in den Opuscules et traites d’Aboulwalid, Paris 1880, p. 1—246. Eine hebräische Uebersetzuog u. d. T. ספר ההשגה von einem Obadja, dessen Zeit noch nicht feststeht, befindet sich handschriftlich in der Casanata in Rom und hei Epstein in Wien, s. Steinschneider, die hebr. Uebersetzungen, S. 919. 4) S. unten, S. 260, Anm. 1. 5j S. Steinschneider, Hebr. Bibi. XX, 23 und d. hebr, Hebers. 920. 6) Und zwar an mehreren Stellen des ספר הרקמה und des ספר יהשרשים In diesem letzteren nennt er den Mustalhik öfters ספר התוספת, welcher Titel dem arabischen Original besser entspricht, s. besonders