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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 50. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 50.
Article
Beilage zu Nᵒ 50.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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— 45 — Alliancs lsraelite Universelle. (.□nan Snur *?a man) --»ft •- Zum bevorstehenden fünfundzwanzigjährigen Jubiläum.*) DQrkheioi, im December 1884. Ein Vierteljahrhundert iat nahem verflossen, seitdem in der Weltstadt an der Seine -ein kleiner Kreis hoohedler Männer, mit dem sei. Cremleux an der Spitze, zusammentrat, am eine Vereinigung an schaffen, die die Jadenheit der ganzen Erde DTIX .TTOH1? „zu einem Bund“ verknöpfen, ihre Interessen, wo immer dieselben gefährdet sein möchten, getre»liehst wahrnehmen, für ihre Gleichstellung im Staate and in der Gesellschaft in all’ den Ländern, wo ihnen die Menschenkind Bürgerrechte noch so vielfach vorenthalten werden, wirken, daroh Errichtung von Schulen im Orient Bildung und Gesittung bei unseren schwer bedrückten und unglücklichen Brüdern daselbst fördern sollte. Das Vorhaben jener Edlen fand einen mächtigen Widerhall in allen jüdisches» Herzen, und wohin immer die Kunde von der Gründung der „Alliauoe Israelite Universelle* drang, wurde dieselbe freudig begrüsst und die *C*“ian SkTC *73 fVT3n.. als eine Vereinigung bezeichnet, wie Israel eine solche seit seinem Leben in der Diaspora nicht besessen. Die Erwartungen, die an das Inslebentreten derselben geknüpft wurden, sind nioht getäuscht worden. Die Alliance kann beim Besohliessen des ersten Vierteljahrhunderts auf eine rühm- und segenretohe Thätigkeit zurüokblicken. Was sie in diesem Zeiträume geleistet, das kann hier unmöglich aufgezählt werden. Wer es nicht weiss, der kann es aus den bescheidenen „Gelbbüohera“ erfahren, die bereits zu einer stattlichen Bibliothek angewachsen sind. Die Alliance hätte aber für die Vergangenheit noch weit grössere Besaitete aufzuweisen und könnte solche für die Zukunft weit leichter erzielen, — wenn ihre Mitgliederzahl eine grössere wäre und die ihr dadurch znfliessenden Jahresbeiträge und Geschenke die Höhe erreichen würden, die dem unsterblichen Gremieux als Ideal vorgeschwebt und die sie um ihrer weltumfassenden segensreichen Thätigkeit willen im vollsten Masse verdient. Hunderttausende unserer Glaubensgenossen stehen der Alliance noch immer fern, obwohl der Jahresbeitrag — fünf Mark — ein so geringfügiger, dass selbst der wenig Begüterte, ohne sich ein besonderes Opfer damit aufzuerlegen, ihn zu leisten vermag. Vielleicht mag zu der bisherigen, relativ geringen Betheiligung so vieler wohlhabenden jüdischen Gemeinden der Umstand mit beigetragen haben, dass die Ziele und Zwecke der Alliance noch immer nicht hinlänglich bekannt; es es sei darum hier, nebst den „Statuten“, das Schriftstück zur weitesten Kenntnissnähme wiedergegeben, das gewissermassen als die Gründungs-Urkunde der Alliance angesehen werden kann. Ich kenne keinen heisseren Wunsch, als dass diese Veröffentlichung dazu beitragen möchte, der Alliance Tausende von Mitgliedern zuzuführen. *) Nach Beschloss des Central-Comiti's wird dasselbe am nächsten D’mß-Feste gefeiert werden.

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