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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 36. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 36.
Article
Beilage zu Nᵒ 36.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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— 179 — 75 Knaben vom fünften bin aohten Lebenejahre lernen Hebräisch lesen, 75 Knaben vom achten bis elften Jahre lernen Pentateuoh und beginnen mit tOÖ2, 50 vom sehnten bis -dreisehnten Lebensjahre haben Unterricht in *pTI and etwas K*TG3, 45 Knaben vom zwölften bis fünfsehnten Jahre werden in »tNVZ mit D'ttHLÖ unterrichtet, andere 30, die nicht so gute Anlagen haben, erlernen W TOfpi ynn. .Verschiedene Knaben sind Handwerkern als Lehrlinge übergeben worden, and wir kennen dreizehn derselben sogar persönlich, die so den schönsten Hoff» nnngen berechtigen, dass sie sich einstmals durch ihre Arbeit der menschlichen .-Gesellschaft nütslioh machen werden. Ausserdem sind viele arme Waisenknaben in der Schule, die oftmals von den Leitern der Anstalt gespeist werden. Eine Abtheilung der Anstalt heisst "□'TP! fS ro 'VT*; in derselben werden talentvolle Jünglinge in D'pOW D"C unterrichtet und erhalten auch eine Summe Oeldes su ihrer Verköstigung Heber die Verwaltung ist nur Gutes su berichten Die Leiter haben ein wachsames Auge auf Lehrer und Schüler. Ein "®1C ertheilt auch in seinem Fache Unterricht Ein fühlbarer Mangel entsteht durch das Fehlen jeglichen Unterrichtes in der Landessprache. Die Leiter der Anstalt sind jedoch hierfür nicht verantwortlich su machen, da die Gründer der „Talmud-Torah* die Unterlassung dieses Unterrichtes sur conditio sine qua non gemacht haben. Abgesehen von diesem Umstande ist die Leitung eine gute. Die Einnahmen fliessen in der neuesten Zeit jedoch spärlich, und jeder edeldenkende Jehudi sollte ein so wichtiges Institut mit seinen besten Kräften unterstütsen. ii. in» „o^irt np3-Ho»|iit«i". Das Krankenhaus "Q*l7!n TJ33.. ist eine Wohlthätigkeits-Anstalt iai besten Sinne des Wortes und die Verwaltung ist ausgeselohnet. Das Krankenhaus hat 24 Betten und nimmt Kranke von allen asohkenasischen Gemeinden aut. Da das Haus von den „Peruachim“ gebaut worden ist, so zahlen die Kranken aus den Gemeinden der „Peruschim“ 10 Piaster per Woche, diejenigen aus den ohassidisehen Gemeinden 20 Piaster. Ein tüchtiger Arzt besucht die Kranken zwei Mal täglich; die Arzneimittel und sonstigen Bedürfnisse erhalten die Kranken im Hospital selbst aufs Beste. Drei Mal wöchentlich ertheilt der Arzt sonstigen jüdischen Kranken aus Jerusalem unentgeltlich ärztlibhe Bathsohläge und die Arzneien werden im Hospital um geringen Preis verabfolgt. Der Arzt besucht auch die jüdischen Kranken, die nicht ausgehen können, in ihren Häusern und berechnet hierbei die Gebühren nur halb so hoch, als die übrigen Aerzte dor Stadt. Die Zahl der im Hospital aufgenommenen Kranken im Jahre 5643 betrug 402, die Zahl der von dem Hospital-Arzte ausgestellten Beoepte für auswärtige Kranke 6643. Die Ausgaben im Hospital betragen 66 Liree monatlich; die Einnahmen haben sich verringert. Möchten deshalb die Freunde Zions diese edle Sache helfend bedenken! Ich denke durch obige Schilderung den Herrn Cantor in Leeds eines Besseren belehrt su haben. Möge er und Andere vorsichtig im Urtheilen über Dinge sein, die sie nicht durch eigene Anschauung kennen. Mögen sie bedenken, wie unermesslich der Schaden sein kann, der durch leichtsinnig in die Oefientlichkeit geschleuderte Anklagen gegen so humane Anstalten entsteht! Leicht ist es su zerstören, schwer zu errichten und zu erhalten! Der Herausgeber der "nSjon..

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