Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 31.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 31.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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— 168 — Alle aber leiden Hunger! Denn du Wenige, du »i« buuun, kt fort; die geringen Habseligkeiten verschlingt die Mieihe für die nicht menschenwürdigen Wohnungen, in denen eie ihr De »ein fristen. Je — ee ist enteetslieh, die suletat angekommenen Femilien müssen eueserhelb der Stsdt in Höhlen wohnen, wohin kein Sonnenstrahl dringt; der neckte Boden ist ihr Bett! Nicht wollen wir untersuchen, ob eie recht deren gethen heben, eue Liebe sum .Lende Israel“ ihre Heimeth »u verlernen und den Druck der Unduldsemkelt gegen Armrth ,ummtauschen. Du -Geschehene aber ist nicht ungeeehehen su machen; sie sind de, arm und nlsdergebeugi Die Reise hat ihre liebe verschlungen; mit der Hllfle der Reisekosten könnten eie jetat ein sufriedenu Leben führen, denn eie sind sehr genügsam und schrecken vor keiner Arbeit aurüek. Der Zweck dieser Schilderung ist, meine jüdischen Brüder aufaulbrdern, diesen Armen nn helfen. Hrbarmet Huch Über diese vierhundert jüdischen Seelen, bedenket, sie sind buohstlblleh ohne Brod, ohne Kleidung, ohne Wohnungl Dos Dringendste Ist Jedenfalls, ihnen Wohnungen nu verschaffen. Die (ihrigen Armen In Jerusalem heeahlen Ihre Wohnungemlethe vnn dem Oelde, du sie durch die „Ohnluhnh" erhalten, «der der I laushesttaer Imgnügt sieh eine Zelt lang mli einer Anweisung an den du llelreflbnden für du nlchste Jahr, Aber diesen (^glücklichen, die keinem engehören, Ist aueh diese ljunlle Verschlüssen Der se|ihardiiehe unterstlll«l sie allerdings mit einer geringfügigen Mumme| allein derselbe hat über so wenig Mittel eu gebieten und beündet sieh In jüngster Zeit durch du Zuströmen bulgarischst und runtüniacher Juden su sehr in Hnan»iellem Niedergange, dass von dieser Meile blutwenig gelhau werden kenn Uebrigens obliegt die Unterstützung dieser arabiseheu Juden den Aaohkeaslm ebensosehr wie den Ne;diardim| denn die Araber sind weder Aaehkeuulm noch Bepherdim. Allein die Vorsteher der vielen aaehkenuisohen striuben sieh dagegen, diese erebkehen Juden an der „Chalukah“ tbeilnehmen su lauen, de sie, wie sie sagen, keine Berechtigung hiersu hätten. Dieu Armen bleiben also von der „Chalukah" ausgeschlossen, und u kenn nicht fehlen, wenn nicht bald Hilfe naht, du« sie auf den Feldern elendiglich verkommen, wu Gott verhüten möge! Es sind einige Wege, auf denen ihnen Hilfe gebrecht werden könnte: I. So hat sich Herr Benjamin Jecheskecl erboten, einigen Familien von ihnen Aeeker au geben, von deren Ertrag •sie leben könnten,* nur müssten sie sich die Wohnhäuser bauen. 2. Auch Herr Sittenfeld hat sehn Familien ein solches Anerbieten, aber mit derselben Bedingung, gemuht. 3. Ebenso hat ein nicht reicher, aber braver Mann, Namens Boas aus Babylon, aohtsehn Familien Grundstücke am Fuase des Oelbergs angewiesen. Dort haben in der That schon einige mit der Legung du Fundamente begonnen; allein sum wirklichen Bauen fehlen ihnen die Mittel. Deshalb bitten unsere arabischen Glaubensbrüder nur um so viel Geld, als sie für Anschaffung du Kalkes und für die Arbeit der Steinhauer gebrauchen. Herr Kallmann Wollrauch in London hat sich einiger Familien angenommen, sie mit Geld unterstütst und sich erbeten, sehn Prosent zu den Kosten du Baumaterials zu geben. Darum flehe ich zu den Vorstehern der h> ihren Listen auch die arabische Gemeinde su bedenken. Der Herausgeber der Ich habe obigem herzergreifenden Aufrufe nichts weiter hinzuzusagen, als dass ich freudig bereit bin, Gaben für die überaus unglücklichen arabischen Glaubensbrüder entgegensunehmen und nach Jerusalem weiter su befördern. Als erste Sendung habe ich sofort dem Vereine “tilVli 1 i llS 200 M. für dieselben sugehen lassen. 0r. Adolf Salvendl.