Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 27.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 27.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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— 148 — Jüdische Colonisten im heiligen Lande. Ein Correapondent de« „Je wish C h r o n i c 1 e“, der de» heilige Land bereiste, theilt in diesem Blette Notisen über einige Colonien daaelbet mit, von denen vir hier einige wiedergeben und des bereits Bekannte weglassen. „ . . . Von Jeffs eus besuchte ich die Colonie [1WV, welche aus 3360 Dunum Land mit 23 Wohnhäusern besteht; 2200 Dunum sind mit Weisen, Gerste und Kochengew&chsen bestellt. Weinstöcke werden gepflanzt. Personensehl der Colonisten ist 120. Herr Erlenger hat ihnen eine Summe für ihre Bedürfnisse vorgestreckt. Herr Hirsch, Director der Ackerbauschule "StOVT ITIpÖ.,, hat euch die Oberaufsicht über diese Colonie, indem er dem Comitö Unterweisungen ertheilt De die Häuser jetzt fertig sind, so befinden sich viele der Colonisten ohne Arbeit; denn des Land ist nicht gross genug, um sie alle zu beschäftigen. Man würde nach Ansicht des Comitös am besten thun, noch ein Stück Land von derselben Ausdehnung dazu zu kaufen. Dieser Vorschlag leuchtet mir sehr ein und sichert der Colonie einen unmittelbaren Erfolg. Gerade als ich im Begriffe war, die Colonie zu verlassen, wurde sie von fünf gut bewaffneten Beduinen in räuberischer Absicht überfallen. Die Colonisten waren jedoch rasch zur Hand, und ebenfalls mit Feuerwaffen versehen, umringten sie die Räuber, welche nun zu schlossen drohten, wenn man sie nicht ziehen Hesse. Einen Augenblick schien es, als ob die Sache ohne Blutvergießen nicht ablaufen würde. Schliesslich gelang es jedoch die Räuber zu entwaffnen und sie gefangen nach Jaffa zu führen. Von Jerusalem aus erkundigte ich mich bei dem britischer Consul in Jaffa über den Verlauf der Angelegenheit; derselbe schrieb mir, es würde gewiss Alles geschehen, um den Colonisten su ihrem Rechte au verhelfen. Es ist ein wahres Glück für die Colonisten, dass es ohne Blutvergießen abging, denn im anderen Falle wäre eine Blutfehde zwischen ihnen und den Beduinen unvermeidlich gewesen, durch weldfae auch andere Colonien Noth gelitten haben würden*4. ."ptipn rim, Die Bemerkungen des Correspondenten über diese Colonie sind dem Leser dieser Blätter nicht neu. Auch diese Colonie leidet unter dem Verbot der Regierung, Häuser für die Colonisten zu bauen und der Herr Correapondent will auch bei seiner Rückreise in Konstantinopel bei Lord Dufferin versuchen, daß derselbe seinen Einfluß zur Zurücknahme des Verbotes geltend macht Samarin. Die Verhältnisse in dieser Colonie sind auch schon ziemlich bekannt Die Colonisten können bekanntlich nicht auf der Colonie wohnen, weil die Regierung den Bau der Häuser streng untersagt hat Man hofft jedoch auch hier, dass die Regierung ihr Verbot zurücknehmen wird. Sobald dies der Fall sein wird, soll sofort der Bau von 60 Häusern in Angriff genommen werden. Die Colonisten sind jetzt ganz zufrieden und hoffen, in fünf Jahren frei von Schulden su sein. Aehnliches hörte der Correapondent von der Colonie '7VV VK*V« "VW** tm* M. StMk Sratl ZM| ta