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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 21. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 21.
Article
Beilage zu Nᵒ 21.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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— ■ Verzeichnis» — der bei dem Unterzeichneten im letsten Halbjahre eingegangenen Spenden für da* hl. Land. «Gemeinde Tbrbiachofiheim Hatnaa Jad und Challah.42,43 Vorateher Wyler in Endingen für Jr. David. 1 für Goldwicht. I 2,_ Frau Regine Guggenheim in Thiengen Challah . 1,70 Frau Daltrop in Gflatrow. 5,— Frau Sara Bloch Gailingen sei. And. . 1,85 -Gemeinde Wangen Machiis baachekel . 9,18 Gailingen: Gemeinde.24,52 Frau Marie Guggenheim Challah. 1,50 Frau Rabatte Guggenheim Challah . . . . . 1,53 aus. abz. verschiedener Porti M. 89,23, wovon für N"2 die und R. VI je 10, für die rumänisch-jüdische Gemeinde in HBZ 6 M. Allen edlen Gebern herzlichen Dank mit der freundlichen Bitte, der Armen des hl. Landes auch fernerhin eingedenk zu bleiben und mich recht oft mit Spenden für dieselben zu erfreuen. Gailingen, 25. Nissan 5644. 20. April. Dr. Ltfwenatein. Bezirksrabbiner. -ea- »' «s» Die russischen Flüchtlinge und die Missions- Gesellschaft.*) Seit der Ankunft Friedl Anders, welcher als Missionär von der Londoner Gesellschaft eine hervorragende Rolle spielt, sind die armen jüdischen Flüchtlinge aus Russland, die sich in Jerusalem aufhalten und von dieser Gesellschaft unterstützt wurden, vor die Wahl gestellt, entweder jeder Unterstützung von dieser Seite zu entsagen oder — zum Christenthume überzutreten. Friedländer scheint scharfe Ordre aus London mitgebracht zu haben. Sogleich nach seiner Ankunft hat er allen denen, von welchen er wusste, dass sie nur nach seinem Gelds, aber nicht nach seinem Glauben Verlangen tragen, die Unterstützung entzogen. Auf die Frage der Emigranten, wie es denn mit ihrer Ansiedelung auf den Colonien stände, die er ihnen versprochen habe, liess er endlich die Maske der Freundlichkeit und der edlen Humanität fallen und antwortete ihnen, dass er in der That im Begriffe stände, eine kleine Colonie für diejenigen zu erwerben, die schon zum Christenthume übergetreten seien oder doch wenigstens Eifer im Erlernen der christlichen Religionslehren gezeigt hätten. Von den übrigen Flüchtlingen sollten nur diejenigen berücksichtigt werden, „die die Statuten unterzeichnen wollten*. Diese „Statuten* mussten jedoch erst entworfen werden, und nach mehrtägigen Debatten zwischen den Herren Missionären und nach Vernichtung mehrerer Entwürfe kamen endlich folgende Paragraphen zum Vorschein, die wir hier in wörtlicher Uebersetzong wiedergeben, um zu zeigen, wie weit die Pläne dieser Seelenjäger schon gediehen sind. Statuten der christlichen Gesellschaft ln London snr Unterstützung der jüdischen Flüchtlinge ans Russland in Jerusalem. *) Wer auf den von dieser Gesellschaft zu gründenden Colonien Colonist werden will, hat folgende Verordnungen und Gesetze zu befolgen: 1. Jeder Colonist hat die Summe, welche die Gesellschaft für ihn für Wohnung und das ihm angewiesene Besitzthum ausgiebt, mit jährlich fünf Prozent zu verzinsen. ’) *) Au. der-TlSlOn,,. Anmerkungen der Redaction de* *N?E2N» an obigen Statuten: ') Die Gesellschaft nennt eich PriiMli.f Clriitii.ii| llt J<«> (Oeielliohaft sur Verbreitung de. Chrietenthnm. unter den Juden). Es ist leicht ersichtlich, warum sie den armen Flüchtlingen gegenüber eine andere Bezeichnung wählten. — *) Ist offenbar eine Falle für diejenigen, die nach f 7 ihr Grundstück erwerben, aber sich nicht taufen. Imin wollen; sie müssten nach wie vor die Zinsen bezahlen.

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