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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 10. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 10.
Article
Beilage zu Nᵒ 10.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Wenn Herr Scharr 20.000 Fron, in der Casse befindlich glaubt, dann darf er schon aa sprechen, leider aber existirt diese Summe blos auf dem Papiere. Er kommt ja aus Jassy, warum hat er nicht dort vor seiner Herreise Erkundigungen beim Geu.-Cassier eingezogen? Er würde gehört haben, dass vielleicht blos 1000 Frs. in Wirklichkeit da seien, und er hätte dann gewiss seinem Ideengange eine ganz andere Richtung gegeben. Herr P. characterisirt nun, mit dem Subscriptionsbogen der Jassy er Reichen in der Hand, all’ die Unterzeichneten und deren Antworten, wie sie in Wirklichkeit gewesen. Er hat dort nämlich die Frage aufgeworfen, wie es käme, dass dieselben Herren, die s. Z. auf einem Bogen unterschrieben, der die Ueberschrift trug: „pentru Lyceum Sf. Gheorghe in Bucuresci*, sich so sehr beeilten, aut eine kurze Aufforderung in den Zeitungen hin ihre Beträge sofort betreffenden Ortes einzuzahlen, während sie ihre eigenhändige Unterschrift auf dem Bogen, der: „pentru pTM;*cr “ trug, nach so vielen Mahuungen, Bitten etc., nicht honoriren wollten? Eines weiteren Commentars bedarf es aicht! Herr Setzier constatirt, dass der Enthusiasmus des Delegirteu aus Jjassy sich für unsere Sache nicht verringerte, so dass ihm noch jetzt das Herz bricht, die Colonie zu cediren; so gross sind seine Hoffnungen! Nur scheint es Redner befremdend, dass Herr Schurr als Jassy er nicht weise, dass die Gasse des C-C. erschöpft sei und dass mau von dem bisher Gehörten schon merken könne, wie weit auf die Reichen zu rechnen sei. Der Plan des Herrn Scharr ist also nur ein Kartenhaus, das in Folge der Antwort des Herrn Pineies in Stücke zerfällt. Redner erklärt sich für die Gedirung der Colonie, und glaubt, dass dann erst die Idee wieder auffeben werde, wenn wir erfreulichere Nachrichten von der Colonie erhalten werden- Herr Friedmann meint, man hätte genug discutirt, es wäre Zeit, die Gedirung der Colonie zur Abstimmung zu bringen, aber zuerst müsste man die Ergänznngswahleti im G.-C. vornehmen. Herr Setzier beharrt auf seiner Meinung in der Präliminarsitzung, zuerst die Gedirung - als die Hauptsache, die uns heute beschäftige, vorzunehiuen; denn Sa marin sei die wesentlichste Frage und wir dürften darum an nichts Anderes gehen, ohne diesellie vorerst erledigt zu haben. Viele in der Versammlung schliesseu sich dieser Ansicht an. Herr Rath (Galatz) behauptet, mau müsse programmmässig Vorgehen und mau könne nicht die Cession vornehmen, ohne vorher das C.-C. oompletirt zu haben. Er überreicht einen von fünf Delegirteu unterfertigten Vorschlag, worin verlangt wird: 1. Die Sanotion der Wahl des C.-G. in der Person des Herrn A*. Flachs als Remplaoauten des seligen Herrn Marco Schein, und 2. Die Wahl des Präsidenten an Stelle des seligen Herrn Isaao Löbel. Die Versammlung sanctionirte per Acclamatiou die Wahl des Herrn R. Hochs als Mitglied des C.-C. Man schreitet mittelst Stimmzettel zur Wahl des IWisidenten des und wird Herr Dr. jur. Siegfried Lohet Sohn des verstorbenen Präsidenten Herrn Isaac Löbel, für diesen Ehrenposten einstimmig gewählt Es wird hierauf noctimals die Motion des Herrn J. H. liracuter, die Gedirung der Colonie Samarin betreffend, vorgelesen. Herr R, Mofcovifz meint, da man den Namen des Woklthäters nicht kennt, wäre es vielleicht doch rathsam, sich vorerst über die Conditionen zu einigen, unter welchen die Cedirung stattzufinden hätte. Herr Scfzler erwiedert, dass mit der Annahme der Motion die Befürchtungen des Herrn R. Moscovitz beseitigt würden, da die Colonie ja nur aus rumänisch-jüdischen Colonisten bestehen würde. Fs wird die Motion des Herrn J. ft. Hrociner zur Abstimmung vorgelegt und angenommen. Herr J. ft. Hrociner schlägt noch vor, dem C.-C. ein Vertrauensvotum zu ertheilen, in dieser hochwichtigen Entschliessung nach bester Einsicht zu handeln, was einstimmig angenommen wurde.

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