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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 8. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 8.
Article
Beilage zu Nᵒ 8.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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— 7« — Statuten für di« israelitischen Armenwohnunffen und das Pilprerhaus in Jerusalem. Erläuterungen zu den Statuten. (Fortsetiu( v«a N*. HO.) ad 3D«r erste Passus des Zosatses hat es mit einer seit längerer Zeit eingerissenen, unlängst zu unserer Kenntniss gelangten Willkür zu thun, dass nämlioh die mit der Wohnung Betheilten oft eine Ansahl anderer, nioht sur eigenen Familie Gehörigen dauernd in die Wohnung entnahmen Das Central - Comite hat nach Kenntniss dieser Unordnung sofort energische -Maassregeln getroffen und die Berechtigung des Mitbewohners auf die im Paragraphen angegebenen Personen beschränkt ad 3 b. Da durch das Loos mitunter grösseren Familien kleinere Wohnungen zufallen, wodurch Missverhältnisse entstehen, deren Entfernung allerding» wünschens werth, andererseits dem beständigen Wechsel der Wohnungen nicht Thür und Thor geöffnet werden darf, so erscheint die Fassung des Paragraphen die entsprechende. ( Fortäetxug fftlfft.) -♦ hih- - Der neue Erlkönig. We* sind die Gestalten dort, trüb und bleich? Das Wort des Verführers klingt liebvoll u. weich: Vertriebene Juden aus dem russischen Reich! ' .Uns treibt nur Erbarmet! und Liebe zu Euch. Verzweiflung und Hunger spricht aus dem Blick, | O kommet! Uns jammert der Dürftigen Noth; In s Land ihrer Väter aieh’n sie zurück. j Bei uns winkt Euch Leben, dort Elend u. Tod!* Und freudig erspäh t sie das Aug’ der Mission, Der Seelenfänger aus Albion; Sie nahen mit Worten so süss und so mild, Das Antlitz in Lieb’ und Erbarmen gehüllt. .0 kommt, Ihr Verfolgten, in unseren Arm; Da seid Ihr geborgen vor jeglichem Harm. Wir schützen vor Noth Euch, vor Hunger u. Pein, Und sorglos wird Euer Leben stets sein*. .Ach, dürfen den lieblichen Worten wir traun? Süss klinget die Bede, doch fass’t uns ein Graun*. O lauschet nicht, Brüder, dem lieblichen Klang, Nicht hört auf den falschen Sirenengesang! I ,Eu’r Wort ist uns Balsam! Doch können wir auch | Noch leben nach jüd’schem Gesetz u. Gebrauch?*! 0 Brüder, der lieblichen Rede nicht trau t, I Der giftige Schlange bunt schillernden Haut! Verlockend erklingt das Wort der Mission: .Frei möget Ihr üben die Religion! Aus Liebe nur steh n den Gedrückten wir bei, 0 kommet; bei uns lebt Ihr glücklich und frei!* Sie möchten dem heuchelnden Wort widersteh n, Doch Hülfe winkt nirgends, so weit sie auohspäh’n. Der Hunger grinst aus der Kinder Gesicht, — Und länger widerstehen sie nicht Sie haben die Beute, froh ziehen sie hin, Nicht können die Armen dem Netze entflieh’n, Dem jüdischen Stamme auf ewig geraubt, O Juda, verhülle Dein trauerndes Haupt! Colmar LE. Dr. Z. Wolff. --- Sriä Ml SIMS Swll «»I»!■ SU«MM(|.

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