Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 6.
- Article
- Beilage zu Nᵒ 6.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— 66 — Non, Herr Ven#zian|i iet nne entgegengekommen; er hat ee Vorabenden, deee wir ihm nicht Erfreuliches mitzutheilen heben, wenn wir ee nicht thun. Er hat sein Versprechen eingelöst, nämlich dahin gewirkt, wohin wir eigentlich von Anfang an zielten; wir sollten nämlich mit Kleinem beginnen, bis die Blicke der Grossen enf ans feilen. Und wenn in der Gen.-Vera. in Fooseni der dortige Rebbiner ein „Scheheohejanu“ sprach, eis er den Enthusieemas der Delegirten seh, so kbnnen wir jetzt mit Fog and Recht bei der Nachricht des Herrn Yenezieni easrafen: „Seh Hejom eohekiwinaha, negileh wenismecheh bo!‘, des ist der Teg euf den wir gehofft, freuen wir ans and frohlocken wir über ihn! Wir heben Ihnen hier, sehr geehrte Herren, die ganze Angelegenheit in ihrer ganzen Nacktheit dergelegt; ee ist non an ihnen die Entscheidung za treffen, die wir sofort dem Herrn Yenezieni telegraphiren müssen, denn die Zeit ist kostbar and jede Minute Zeitverlast ist eine Sünde. Wir geben Ihnen hier in wörtlicher Ueberoetzang den Brief des sehr ehrenwerthen Herrn Yenezieni: „Etretet, 20. August lKhIJ. „Meine Herren! Ich hoffte in Folge unserer Entrevae in Bukarest, der Reunion, die ich in dieser Stadt berief und Ihrer Reise nach Jassy, in Balde einige Mittheilungen, irgend einen Brief von Ihnen zu erhalten, was mich sehr intereesirt hätte; ich bedauere, nichts erhalten zu haben und nicht zu wissen, was in Jassy vorgegangen, noch was jetzt auf der Colonie Samarin vorgeht. Was mich anbetrifft, habe ich, nach Paris zurückgekehrt, nicht ausruhen und nicht auf’s Land gehen wollen, wo ich gegenwärtig bin, ohne mich mit den rumänischen Emigranten in Samarin beschäftigt zu haben. „Ich bin glücklich, Ihnen an zeigen zu können, dass ich dazu gekommen bin, die wohlwollende Aufmerksamkeit einer sehr hohen und sehr reichen jüdischen Notabilität auf selbe zu ziehen, deren Namen ich Ihnen noch nicht nennen darf. Deren Intention ist, sie zu unterstützen, und der Gegenstand unserer Studien ist, praktische und sichere Mittel zu finden, um zu einem ernsten Resultate der Colonisation zu gelangen. Aber eben zu diesem Zwecke, und bevor irgend etwas zu unternehmen, würde die erste Bedingung, die diese Persönlichkeit stellen wird, sein, der absolute Herr des gegenwärtig für die Colonie erworbenen Terrains zu werden, mit der vollen und Fanzen Gewissheit, dass in der Folge keine Prätention, keine Einmischung oder irgend eine Rückforderung sich von Seiten irgend Jemondens erhebe, den Gegenstand des Eigenthums dieses Terrains betreffend, und dass es einzig und allein das seinige bleibe, ohne dass Jemand die mindeste Einwendung oder die mindeste Reclamation machen könnte. „Ich wünschte von Ihnen zu wissen, ob es möglich sei, dass diese wesentliche Condition genau ausführbar wäre, und durch welche Mittel? Ich werde Ihre Antwort k qui de droit übermachen, und könnte hierauf eine Correspondenz, sei es direct, oder durch meine Vermittelung, für die Details eines ähnlichen Projeotes ausgewechselt werden. „Ich bitte Sie, mir gleichzeitig einige Nachrichten über die gegenwärtige Loge der Colonie zu geben und über das, was seit meiner Abreise von Caifa für deren Verbesserung gemacht worden ist. Diese Auskünfte sind von einem grossen Interesse für unsere zukünftigen Projeote. „Genehmigen Sie, meine Herren, die Versicherung meiner besten Gesinnungen. (gez.) Vencziani. „Herren Abeies undPineles, und die Mitglieder des Central-Comitäs in Galats.* Sie sehen also, sehr geehrte Herren, dass damit, dass wir die Colonie Samarin dem grossen Wohlthäter übergeben, die Emigration resp. die Colonisation nicht nur nicht abgeschlossen ist, sondern ent in ein richtiges Fahrwasser geleitet werden wird. Hr. Yeneziani sagt ja selber in seinem Briefe: „Der Gegenstand unserer Studien ist, praktische und sichere Mittel zu finden, zu einem ernsten Resultate der Colonisation zu gelangen, wie er auch für zukünftige Projecte sich intereesirt, etc. Andererseits werden die „Bene Berith* in Kattowitz demnächst eine Gen-Vera, halten, in der sie über die Ausgabe von einer Million Francs in Aotien berathen werden zur Colonisirung für 250 rumänische und russische Familien. Auch der Capitain Goldsmtd in England arbeitet an einem Projeote für eine halbe Million Francs zu demselben Zwecke. Sie sehen also, sehr geehrte Herren, die Angelegenheit fängt erst an in Fluss zu kommen. , 2. ' - - s *04. .