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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 46 (1884) · p. Seite 184

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
46 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 184 (sequence 4)
Language
German
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— 184 — erließ der Borstand der Gemeinde gedruckte Einladungen mir Programm. In der festlich erleuchteten Synagoge fand sich denn auch der größere Theil der Gemeinde ein und lauschte andächtig der Festrede de» Herrn Ihr. Stein, sowie dem Bortrag der Gebete mit Orgelbegleitung. HaNßter». Constatiren Sie wenigsten», daß e» keine Parteien innerhalb de» Judenthum« auch in unserem Lande am Tage de« hundertjährig«! Geburtslage» Montefiore'» gegeben hat. Varl». Hier hat die Montrfiore-Feier nur im portugiesischen Tempel stattgefunden, natürlich unter Aufbietung alle» musikalischen und ovatorischen Schmucke», den unsere Gemeinde liefen! kann. E» sprachen die beiden Oberrabbiner Kahn und Isidor, sowie der Synagogenrabbiner Weil. Die Zahl der Gesänge und Musikstücke war Legion. Auf Soften de« Herrn Nestor Dreyfu» wurde die Photographie de« Jubilar« am AuSgange de» Tempels venheilt. In Wga hatte der Rabbiner angeordnet, daß der Montefiore-Fnrr wegen kein »Tachnun" gesagt werde. P^etrestarß Wie er sich legt, liegt er nicht recht — natürlich der Jude. In Moskau und allen großen wie kleinen Städten de» Lande» ist Sir Mose« Montefiore gefeiert worden. Hier giebt c» noch keine große Synagoge und so vertheilte sich die Feier auf mindesten» vier kleine Bethhäuser und eine synagogenartig gestaltete Feier von Studirenden in den Redaktionsräumen de» „Hameliz". In der Hauptsynagoge war au» zufälligen Umständen kein Gottesdienst gehalten worden. Sofort zieht die Petersburger „Wirdemosti" gegm die jüdischen Reichen und Bvrsenleute lo», daß sie StrouSberg lieber hätten, al» Montefiore! ko. Stockßok», 3. Rov. (Or.-Eorr.) Am 26. v. M. wurde auch in der hiesigen Synagoge zur Huldigung de» hundertjährigen Sir Mose« Montefiore eine Fner a^ehalten. Herr Rabbiner Ihr. Klein hielt die Predigt. Für den gesanglichen und musikalischen Theil hatte unser Organist Herr Jacobson, der sich al» talentvoller Eomponist bewährt, besten« gesorgt. Zum Haupttheil der Gesänge» hatte eine mnge Dame unserer Gemeinde den Text geschrieben. Unter den zahlreich erschienenen Zuhörern befand sich auch u. A. der ftühere Staatsminister. Präsiden« Graf Posse. Die Preßorganr brachten ausführliche Berichte über die bedeutenden, segen«rcichen Thaten de« großen Philanthropen der Gegenwan. Der Borstand unserer Gemeinde hatte bereit» einige Tage vorher dem berühmten Jubilar eine geeignete Gratulation»- und HuldigungS-Adrrfie zugehen lassen. Aaßeadfchrtfte» (Au« der Schule für dir Schule und für da» Leben.) Der WeNh einer gut geschriebenen Jugendschrift ist gar nicht hoch genug zu schätzen, vorausgesetzt. daß dieselbe auch gekauft und dem Schüler zugänglich gemacht wird. So reich unsere jüdische Geschichte aber auch an großen Männern und edlen Frauen, an bemerkenswerthen Ereignissen und erfolgreichen Thaten ist. so arm ist unsere jüdische Littrratur gerade in Bezug auf Jugendschrift««!. Leider wird ein jüdischer Autor auch so wenig unterstützt, daß zum Beispiel der in der Jugendwelt so beliebte und gern gelesen« Jugendschriftsteller Ferdinand Schmidt sich unserer erbarmt« und — in Ermangelung eine« jüdischen Autor« — da» Lrbenebild Mose« Menden«sohn'4 in einer Jugendschrift bearbeitete. Mit Freuden begrüß«! wir darum den in Nummer 44 der „J«r. Wochcnschr." ausgesprochenen Gedanken, Sir Mose« Montefiore'« Leben und Wirken für die Jugend zu bearbeiten. Die große, herrliche und allgemeine verbreitet? Feier de« hundertsten Geburtstage» diese« Manne« geht für die Jugend, rroddem die und da auch rin Schulakt stattge- Snden hat, doch spurlo« verschwunden, und wa« könnte ei« orbild, wie e« SirMoseöMontefiore ist. für die Jugend werden, wenn sie mtt Muße und eingehendem Berständniß in einer gut getriebenen Jugendschrift die« große Leben, diese edlen, von rchch Menschenliebe durchdrungenen Thaten eine« so gottbegnadet Manne« immer und immer wieder lesen und sich vergega, wärtigen könnte! Möge der schöne Gedanke, eine gute Jugech schrift in diesem Sinne herzustellen, recht bald zur Th, werden! — Rotenburg a. d. Fulda. I. Cornelius. (Wir ersuchen Autor«!, die die Fähigkeit hierzu bcfi(t sich mit un» über die näheren Modalitäten in Verbind», zu setzen. Die Red.) _ Hu# Ai»de#m««d. Al» ich am ersten Tag Rosch haschono au» der Synago, kam, begegnet mir da» Töchterchen meine» Nachbar«, gje mir die Hand und sagt: „Ich gratuliere". „Weißt Du denn auch, wa« wir heute haben?“ frage ich. - „Nein, wa» Ihr habt, weiß ich nicht, aber wir, gi haben heute — Schalet." Tableau! Käthfel-Aufgaben. I. DiagonalrSthfel. Bon M. Liepschih in Deutsch»Krone. Di« 9ö Fächer de« vorstehenden Quadrate« sollen mit den 9k. -ich stabe«: A, A, Ch, D, I>, E, J, J, J, J, J, 8. M, M, N, N, N O, O, R, 8, 8, 8, 8, D, derart au»gesüllt »erden, dag die Diagonal AB die Bvlkerfckmtlie. zu der die Juden gehören, 0 D einen ivraelilischen Stamm und dl« Berticalen: ad Dine Stadt in Phönieien od Dine verheerte Stadt «f Dinen König im Reich« Iörael xd Din Medikament! k Din genießbare« Kraul ergebeu. II. Aebrittfche« Artth«»griph. Bon C. In K. 8 9 1 «inen König benennt 1 9 8 al» Bogel man kennt; 9 18 mar nab' un» verwandt, 8 1 9 ha« Moscheh gebannt; 9 8 1 hat wenig vergessen, 18 9 macht schmackhaft da» Dffen. A»ß-s««g brr ASthsel i« Ar. 48. I. Macht, «uch. n. rnntt «ch »ot Uichttg« Auflösuuge« saadtea »tar L. Lohen in Ree«. Dckmann in Rienburg. Din Vrandendurge Leser. Semmy Philipp in Lüneburg. Jenny K. in U»lar. L. ° Aachen (ein Häkchen zu wenig I) Gustav Sticbel, Untertertianer o Straßburg W.-Pr. (Kein Druckfehler: di« Lösung ad L »öl« eine ** schön« Ausgabe.) Paula Pick in Beuthen O.-Schl. Denchku in » Din Posener. Mareu» au« Kalarasch (Rußland). _ Röchst« Rümmer folgt ein Prrt»r»thsel. “9t Verautivvrilicher «edtreteur Dr. Rahmer, Magdebrn», Druck vvn D. L «olss, Magdeburg. Verla, von Robert Friese. W»!»-

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