Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 39 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 15# — vnschuldi-e Pkenschm io'» Unglück zu stürzen, auch ihre« Mann« gefährlich sei. „Sie würde — sagte er mit Recht — gegen Bezahlung auch wirb al» Mörder oder Räuber an. Naaen." — Ebenso ist der katholische Pfarrer Aramowitz. der sich . auf» Zeugenpräporirrn in diesem Proceffe verstand, von seiner Gemeinde al» unmoralische» Subjrct fortgejagt morde»,. Joseph Scharf ist Tempeldiener in Amsterdam, sein saubere« Söhnchen Moritz lernt daselbst die Diamantensckleifrrei. In einem Briefe an seine Großmutter in Ti«za> Eßlar verspricht er, sein .große« Verbrechen' dereinst wieder gut zu machen. _ Die stet« nur »ehren, (9a* fie »«ehren, Birb Ihr Begehren Bald selbst verzehren. ' . Durch Bo«heil fitgrn Heiß« — uaierl legen. * . * Man fragt« einen Welsen, .Wo wohnt die «ottheit, sage?» -0» Herzen Aller, denen Sich aufdrilng, Deine Frage." Kt» Oil pro qao. Bor einiger Zeit verbreiteten die unaar. antisemitischen Blätter bei un» da» Gerücht, ein aewlsser »Jude' Namen» Heinrich Hoffman» habe seine alte Mutter ermordert und seinem Bater einen Finger abgebissen. Darau« deducirten die Antisemiten sofort, daß ein so grausame« Volk Ausrottung verdien», al» ob unter Nichtjuden die grausamsten Mordfälle. Vater», Mutter- und Gattenmorde nicht gar beständig Vorkommen Aber nicht lange dauerte der Triumph der Antisemiten, denn schon mußten die Blätter ihre Nottz dahin berichttgrn, daß der betreffend« Muttermörder kein Jude, Sndern von Geburt ein Christ sei und zu den heftigsten ntisemiten der ganzen Gegend gehöre. Kitttzfel-K«fgade*. I. Deutsche. Dilkeu-Kitttzsel. Bon Meta Rosen Helm in Magdeburg. Di« erst« ist ein kurzer Lau«, Im Schmerz »ft auttgestoßrn. Den Kindern ist st« sehr vertraut. Den kleinen, wie den großen. Rur in der dritten findet man Stet» meiner Sylben zweite, Sa alle Mädchen denken dann n ganz bestimmte Leut». Mein dritte» ziehet ruhig bii Durch Wiese, Feld und Auen, Und über ihm «eh» lei« der Win»: Den Himmel kannst drin schau«. Mein «a nze» ist ein ganzerRa« Und zwar ein Held der Feder: Wer nur Romane lesen kann — Für ihn schwärmt wohl ein Jeder. Jtx de« Seebad« Sxkl wird geschrieben: Unter den Badegästen befand sich auch ein eifrige» Mitglied de» Berliner Antisemitenbund«» und so konnte e» nicht fehlen, daß sich in einem gewiffen Orte de» Bade-Hotel» die geschmackvolle Inschrift fand: »Juden rau»!' E» dauerte aber nicht lange, so war diese Inschrift ergänzt durch die Worte: »Denn die» ist ein christlich-soziale» Hau»!' — Der Vorfall wurde einige Tage lang lebhaft besprochen. (««iof««. .Baal schem Raw Jakob Goldberg wohnt Essex 14 st. Rewyork ein Stieg hoch im Bierhau» ist eia Bpalschem, Gamben und stummer Mann, er sagt Nwiu» über me Zukunft, aber nur für Jehudim, er giebt für Szocherim staunenSwerthe Ezo» über ihre verschiedenen Geschäftsfragen, vermittelt Heirathen. er erratbet die Gedanken seiner Besucher, heilt alle Srantheiten ohne Medizin, macht Stummgeborene sprechen, welche» er beweisen kann, heilt Meschugoim und ist im Stande, die größten Mofßim zu beweisen. Freitag Abend und Schabbos ist er nicht zu sprechen' — so lautet eine Annonce in der Bostoner »die jüdisch« Gazette' von Sarasohn. Kleine jüdische CharactersSge. Bon Lp. Bk. in Br. Ein junger Mann, der in einer kleinen jüdischen Landgemeinde den Doppelposten eine» Schocket und Melammrd (Schächter und Jugendlehrer) bekleidete, hatte da» benriden»- werthe Glück, daß seine Schüler ebenso polizeiwidrig dumm und träge, wie ungezogen waren, und er sich oft bemüßigt fand, dieselben hart zu züchtigen. Ein Spaßvogel, den ein Fremder fragte, wa» der junge Mann treibe, antwortete: »Er schachtet die Sinder und unterrichtet die B eh emo»' (das lieb« Bich). A«S dem Lpruchschatz de» Tal««d. .Poetisch überseht von Max Weinberg. De» Zaum» bedarf da» beste Pferd, Der stärksten Faust thut gut ein Schwert, Und wer auch größter Klugheit voll. Zahlt doch 'mal lkiügern seinen Zoll. » * Arm sein heißt — verbannt sein, Reich — im He»ma«land sein, Begchren — selbst sich dienstbar machen, Entsagen — ob der Knechtschaft lachen. » II. HrdrSische« Kitthsrl. Bo» 2. Lohen in Ree«. Mein Wort nennt ein töeräth, Da« ln der Küche steht, verstellt ein Pünktchen dran. So ist e« stet« ein — Mann. HI. De»tsche» ze-P-ritzch. Bon 0. R. Mit ». nährt « Mit M. gähn'» Mi, P. verkehrt'« Mit R. zehn'« Mil w a « lehn'»? A«stSf««s der Kitthsel i> vor. Kr. Rr. 1. Dina. Dwina. « 6 1 pPN 6 9 2 sno 7 9 6 3 ryv; DI» Ansangöbuchstaben geben: 8 4 rg 9876 64321 6 3 6 9 1 «ranri 6 8 6 2 3 16 7 ’mn 6 9 8 rrjtt 5 7 9 nrv ist. Oheim in vor. Rr. lie«: Aham.) W Wir haben» vielfachen Wünschen zufolge, un« «rrtschl offen, von nächster Skr. an die Namen derer, welch« di« Rosten der Einsendung richtiger Auflösungen nicht scheuen, wieder ,u veröffentlichen. Mt dir in voriger Nr. veröffentlichten Prri«räthsrl And drei Preise angaesetzt, für di, hebräischen ft » hedr. Bnch, für da« deutsche ein deutsche». •9* Da« „Familien-Blatt" kostet mit frankirtrr wöchentlicher Zusendung «in« Mark pro Quartal, » Exemplare drei Mark, »o Exemplar« fünf Mark. BesteUnnaen mit Einsendung de» Betrage» (auch in Briefmarken) find bei der Sxpedittvn der „Israelitischen Wochenschrift" zu machen. Di, berettg geschienenen n Quartal« find noch in einigen Exemplaren eomplet für nur «in« Mark (and »» Pf. Porto) zu haben. BerantwoNlicher Redakteur vr. Rahmer, Magdeburg. -Druck von D. L Wolfs, Magdeburg. Berlag von Robert Fries«, Leipzig-