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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 38 (1884) · p. Seite 152

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
38 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 152 (sequence 4)
Language
German
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— 162 — Aüerlei fSv de« futnHtottifty, Ei»« f«t« Aulwart. Folgende pikante Episode von den letzten Manövern der österreichischen Armee auf dem Marchfelde dürste auch außerhalb Oesterreichin weiteren -reisen Interesse erregen. Der Oberst einein der Röhe von Wien garnisonirenden Regimentes wendete sich an den ihm persönlich bekannten Arzt vr. Reuwirth in Angern mit der Bitte, ihm für die Dauer der Manöver, zu welchen er commandirt sei, in Angern ein Quartier auSzumitteln. Rur Ware eihm sehr erwünscht — so schrieb der Oberst — wenn die Ouartiergeber keine Juden seien. Darauf erhielt der Oberst von vr. Rcuwirth folgende- Schreiben: „Sehr geehrter Herr Oberst! Der Evrntualitüt, bei Juden einquartiert zu sein, sind Sie durch die Umstände bereitenthoben. Ebefinden sich nämlich in Angern nur zwei jüdische Familien. Die eine dederbergt den Erzherzog Albrecht, die andere den Erzherzog Wilhelm. Diese andere Familie ist diejenige Ihreganz ergebenen vr. Reuwirth." tfflfcfftkttl. 4 jüdische Mädchen, von denen 2 da» Mädchengymnasium hier absolvirt und sogar Medaillen errungen haben, im Alter von l8—14 Jahren sind zugleich mit 3 Gymnasiasten, von denen 2 Juden sind. (18 Jahre alte Jungen), jüngst de- Rihili-muverdächtig von hier nach Odessa tran-portirt worden. Da die Angeschuldigten die Predigten de- Stifterder Sekte „Brüder", Gordin, öfter gehört haben, ist diesem da» Predigen verboten worden und überhaupt dein -ronrabbinrr allein die Befugniß verliehen, Predigten in der Synagoge zu gestatten, oder zu verbieten. Richttheologen, die gegen den Wucher sprechen, hat dieser erlaubt, in der Talmud Thora ihre Borträge zu halten. * Z»«M«. Wie wenig die jüdischen Eolonisten wifien, wa« sie wollen und wa» sie sollen, beweist der Beschluß der Ansiedler der Eolonir Lremieux in Dacota, eine Bibliothek und Lesezimmer anrulegm und die Redakteure jüdischer Zeitungen um kostenfreie Ueberlassung ihrer Journale tc. zu ersuchen. Gelesen haben die Leute schon genug — gearbeitet aber noch gar wenig! SUnh'gfgri1. 5 Dollar für eine schöne Barmizwahred« ist doch zu wenig? Da« behauptet auch in Deutschland mancher Eultu-beamte. De-Halb hat Professor Mendel S t e r n t h a l den Mützenhändler Jacob G l a « h e i m verklagt und 25 Dollar dafür gefordert. Der Berstagte aber wie« nach, daß er dem Lehrer drei Jahre hindurch Stundengeld bezahlt habe, wofür sein Sohn die Haftara und die Rede äelernt habe. Die 5 Dollar sind nur von der Sitte geforderte» le schenk, aber nicht eine Vergütung. Und derRichter hieß die 5 Dollar geben, und legte dem „Professor" die Gericht-kosten zur Last. Au» den Stichen") von Bernard Picard, dem berühmten Graveur de- 17. und 18. Jahrhundert», haben Gebrüder Durlacher 17 auf dajüdische Leben bezügliche unter dem Titel „Scenen au« dem jüdischen Leben" neu herau-gegeben. Nr. 1 ist rin Jude, der mit Talli« und Tephillm betet, dann kommen die Feste. Beschnetdung. Pidion haben, Hochzeit nach deutschem und portugiesischem Rttu«, Beerdigung. Ehomezbatteln, Seder u. s. w. hauptsächlich nach portugiesischem Ritu«. Prei« 50 Fr. ") Religiöse Leremonien aller Völker. K8thfel-A«f-ade«. Deutfche^Hitthfrl. Bon Ä. Speiet in Heinedusch. Ich wurde von eine« fremden Manne geliebt. Da« hatte meine Brüder gar sehr betrüb». Lin ,.«" hinein, ich bin ein ftliifc. Den man in Rußland suchen muß. HedrAschrs Arithmegriph Bon B. Isaaesohn in Siel. 164 Lin hebe. Zahlwon iweibl.). 296 Lin beim Bau der Stistshütte vielgebrauchter thegeusland. 3697 Lin Verwandter Mose«. 43 Line Rachdarstadt Bethel «. 1936 Lin großer Handelöpla- und ein — Ldelstein. 6362 Ra me eine» ägyptischen Uönig«. 7613 Rame einer nichtjüdischen Sönigin. 396 Rame eine« nichtpalästinensischen Flusse«. 976 Oheim eine« berühmten jüdischen Lönig«. lAuslösungen in der nächsten Rümmer). Ardrittsche Prei.ritttzsrl. Bon ll. in R. X. Buchstabenräthsel. Cell di» Lösung 9id) gelingen, Lind alle Organe «itzndrtngen, Lippen, Gaumen» Zähne, Geht«, Buch dt» Znng' dabei nicht fehlet Suchet dann tr« wird getingen) 9o piel Zeichen anznbringen» tu« Organ« sind vorhanden, Oii« für jede«, wohlverstanden t Habt Ihr dies« recht verbanden, Ist ein Wort spfort gefunden, Da« zwar ganz, doch — et, wie selten! Nimmer kann al« Ganze« gelten. B. Silbenrätsel. Bon (I. und S. 0. in 9t Doppelt — eine Bilanz', Einfach — Stein mit Glanz. Deutsche» Preisritttzsel. von s. a. in «. Wer kennt den Mann» der Lieder gedichtet, Der Menschen Ttzorheit hat streng gerichtet? Wird ohn' «in « der Name geschrieben, Ein Hauch nur ist'«, der übrig geblieben. Auslösuuß der PSttzsrl i« vtx. Pr. I. Talmud (Lai. Mund). II ") nuv «) würde <l. «. Mos. 49.3). b) Geschwulst (3. B. M. 13,2). III. Arno», Arno, ttar, Aron Auer» 9tcr, Aro-r, Nero. In vor. Rr. ist die Auslösung de« bilinguischen (Rr. 36. L au« versehen sortgedlieben, sie lautet: yg (Zeuge) — Lid. «riefkasteu der Nedaetion. Herrn 0. in U. L« ist un» auch von mehreren anderen Seite« « driimliche Wunsch «»«gesprochen worden, die Ramen der richtize» Auslöser doch wieder zu »erössentlichen; wir werden die Frage ammal« in Lrwägung ziehen. Victor Rei«ner in Sch. u. M Lipschlh in S.: richtig. Aus mehrere Anfragen. Mit hebe. RSihseln sind wir vor der Hand noch »ersehen: aber gut poinilrte, auch sorm>sch»ue beut(4* Räthsel sind un« willkommen. X. A. „Anekdotische«" wird in Au««ahl gebracht iverden: (amd die .deliebten Neiilen jüd. Lharaeterzüge" sollen j^ortseyung finden». m^- Da« ,,-amilieublatt" i>n<( ■»»« wüch«utlich«r Zusendung «in« Mark pro Vuartal, » V* drei Mark, io Exemplar« fünf Mark. — BesteUuuaee mit Einsendung de« Betrage« (auch in Briefmarken)» bei »er Expedttiou »er »Jüraelitischen woch«" ^i« bereit» erschienenen üOnartal« find uochtueini«»» Exemplaren eomplet für nur 1 Mark 50 lPtg. l» klW‘ fraukirtee Verantwortlicher Redakteur vr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von Rodert Friese, Leipzi»-

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