Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 36 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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144 9htt- Wenig« wissen, «eich et» Sut In Ihrer eignen Seele ruht — Dem gleich, der ahnungölo« und ohne Sorgen Sin Hau« verlaust, darin ein Schatz verborgen. Da» Herz Ist eine Tafel »ein. Draus schreibt der Darr nur Kritzel«i'n, Der Weise sich mit Edlem ein. Mitleid, de« Järaelttrn Zier! Erbarmen üb' auch an dem Thier, Sein Futter werde nie vergessen I Sieb'« ihm, noch eh' Du selbst gegessen. Und meid» zumal Seine nutzlose Qual. »Der Bösen Mitleid ist grausam" — bewährt, Wer Hanen Dienst für sein Almosen begehn. Mitleidig sei dem nicht»jüdischen Sklaven, Erschwer' ihm die Arbeit nicht, Und unterliki« er sein« Pflicht. Meid', ihn verächtlich zu bestrafen. Selbst wenn Du zankst mit Deinem Unecht, Siede gelaffen, gönn' ihm sein Stecht. Siehst Du der Menschen Fehle, Erfreue nicht Deine Serie, E» thur Dir leid! Ja für den Feind selbst bete. Taff Sott er »»her inte, Ihm dien' allezeit l Pfleg' immerdar der Sinnlichkeit! Rein sei Ben. lisch, iNeräth und Kleid, Der Körper, Sötte« Ebenbild, SN rNn und nimmer schmutzersüllt. De« bösen Hochnuith« Jünger Hält Anörc für geringer. Sich für den bessern Mann, Der mehr al» Andre kann. Er stiebt in ollen Dingen Rur BNfall zu erringen, Dhut Alle» nur um Dank, Und nicht au« Hrrzenödrang. Er gleicht der Speise, lein und süss zwar, » Doch angebrannt — drum ungeniestdar. ^e fester un« die Eigenlied' umwunden, So bittrer wird von Andren e« empfunden, So weiter ist der Besserung Stern verschwunden. Im Handel und Wandel Sei billig und ivillig. Bescheide» «andl«, billig handle! Mit Untergebnen, Wittwen, Armen Und Hauögenossen Hab' Erbarmen. Und wenn sie Dich mit ihren Plagen Belästigen — freundlich sei'« ertragen. Wenn man Dich schilt — Bleib' stumm und mild. Beuge Dich vor dem gelehrten Mann! Den Schüler höre grdnldig an, Und wiederhol'« ihm, bi» er'« kann. Muht Dich nicht schämen Bon liieringeren Lehr' anzunehmen. Wer gegen Jedermann bescheiden, Sesälli, den kann auch Jeder leiden. Je mehr Du hast an «ul und Seid Je freundlicher sei aller Welt, Je «ehr ekweis« den Menschen allen Wohlthal und Sesallrn. Dich« schäm» Dich, die Wahrheit zu gesteh'«, Dicht schäme Dich, den Thor zurecht zu weisen, Dicht schäme Dich, den Lehrer anzugeh'n, Dir Unversiond'ne» nochmal» zu beweisen. Doch hüte Dich, die Anderen zu beschämen. Doch hüte Dich, der Dächsten gehl zu künden. Doch hüte Dich, ihm seinen Ruf zu nehmen. Doch hüte Dich. Schimpfnamen auszubinden l Taff man Dich wollte zum Satten wählen, Du aber absagtest — darfst nie Du erzählen. Wa« Dich erröthen. Andere macht erblaffen — Ta« woll' »»gesprochen lassen. Zum «rosten Aergrrnist leb» Wer Böse stützt und erheb«: Srausamrr Schevächiing Heist», Wer Süle von sich weist. vertrau' auf Sott bei Detur« Geschäfte, Er gteb« Dir Speise, er gieb« Dir Kräfte. Der Baum wird nicht vom Eisen erlegt, Dur von der Kraft, die da» Eisen beweg«. Haft ein Sewerbe Du erkoren. Denke nicht. Du seift ohne diese« verlorrn. Aus Sott venrau'! Er wird Dich ernähren, Mi« Kleine«, mit Srostem Hülfe gewähren! Trau' nicht aus menschlich Brot — Aus So» vertrau', der hilft in Doth. Er sieht allein, er führt un» Blindes Und sorgt, dast hier Einer den Andern finde. D'rum sei nicht stolz. Haft And're Du ernährt. Ein Blinder bis« auch Du — dem » Sott Keschern U«S dem Tprmhschatz deS Talmud. Poetisch übersetzt von Max Weinberg. Flieh» au« dem Hause Stücke« Schein, Dimmt Hader gern seine Stelle ein. Sorg', dast man eins» an Deiner Bahre Dur SuteS über Dich erfahre. Der «ops ist Beherrscher der «lieber. Siet» rächt'« sich, lebst Du ihm zuwider. Kitthfel-Auf-ade«. I Deutsche» Kuchltadeu-Kiittzsrl. Bon 8t. >„ Beutheu L.-S. Meine ersten Zeichen vier, nennen einen losen Wicht. Dem'« im schweren dampf de» Leben» an dem nöth'gen Ernst gedacht Füg« meinen letzten vier »och ein kleine» n hinzu, Du erhältst der Menschheit Siege, fern Im Oste« dann im Du' Ans den Flügeln meine« Sanzen, schwingst Du Dich in jene Höb'n, Wo im Zaubertrei» der Hoffnung, Sram und Sorge rasch verged'n. Leich» e« macht Dich reich und glücklich, jeden Wunsch e« Dir erfüllt Ader leider schwindet plötzlich, kaum erwacht, da» schöne Bild. II. Wirst in der einen Du dazu beordert. Wird'» in der andern alt von Dir gefordert. III. A-drillsch-» Kitttzs-I. Bon 8. in A. Mit t war « Esau descheert Mit » die Semeind' rt belehr, — Die Buchstaben umgekehrt: Mit - e« die Eltern verehrt. Mit r wird'» verZehr». Aufiösu«, der Kiittzsel i« »or. Mr. «r. Wir geben die von I und lll mit de» netten Beröchen .au« a. d. H." I. Ein Urach — da stürzt die Bank! Ein Uorach — da Herrschi Zank! Hl. Uroma — haucht so manche« Blatt; Umora — war die döse Stadt ll. erwählen IT^ fliehen TJTl verbunden sein 3-IH prstdrt sein 3ITI weit sein. In einigen Errmplaren der vir. Dr. waren im Räthsel lll folgende Druckfthler stehen geblieben: Z. l »orziehen s. h. vorzieh'a Z. S in den , » in die Z. 1 au» die , . au» de». Wa» di« jrde»malige Beröffentlichuug aller Damen der Einsender richtiger Lösungen anlangt, so beabsichtigen wir dieselben au« mancherlei Sründen einzustellen, l. Weil — wie von vielen Seilen un» «itgetheill worden — die wöchentliche Einsendung der Auslösung ein« Porloau»gade verursacht, dir den ganzen Abonnemrntöprei« de« .Familteirdlait»' übersteigt. ik. Weil di« Zusammenstellung der oft unleserlichen Dan« der ohnehinmit Arbeiten belasteten Redaktion viel Zeitverlust verursacht, und S. Weil durch die sich beständig mehrende Zahl der Einsender der engbegrenzte Raum d. Bl. unnöthiger Weise noch mchr beschränkt wird. Wir «erden deöhalb fortan nur bei Pretöräthsein die Dame» der Einsender von richtigen Äsungen veröffentlichen. Die« auch dem Untersekundaner Shlviu» Pick in Beuthen L.-SS zur Antwort. Dagegen können wir die öfteren Anfragen, wann diese» »der jene« eingrsandt« Räthsel erscheint, nicht vorher beantworten. Verantwortlicher Redakteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck van D. L. Wolfs, Magdeburg. Verlag von Robert Fries«, Leipzig.