Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 35 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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140 und bet Normal-Weituhr ist — Herr Moritz Loewy, der Unterdirrktor der Pariser Sternwarte. Marseike. Auf 4000 Äögfe, welche die hiesige jüd. Gemeinde Marseille zählt, sind? an der Cholera gestorben (0,07 Prozent) während auf die Gesammtbevillkerung circa 0.88 Proz. entfallen. Nur L von den 7 lebten koscher und diese zwei sind Pater und Sohn^ Der Pater ward ein Opfer seiner Pflichttreue — er war Beamter im jüdischen Hospital und der Sohn steckte sich an dem Pater an. In Toulon ist kein einziger Jaraelit gestorben. (Wir stellen nur die Frage; Bietet die durch da« Koscheressen bedingte Reinheit und Enthaltsamkeit nicht vielleicht doch «ne Prophylazi«, die man sich erhalten sollte?) Zn« de« „Wnch der Kitten". I». Anßrßnndert. Uebersetzt von Emil Lehman« I» Dresden. »4. Verlaß Dich nicht aus« Visse« Nu« Deiner Jugend Tagen, Sei fort und fort beflissen Zu lernen und zu fragen. 85. Vehr als de« lrdlschen, Ziel Deine« Streben» Seien Dir Wonnen de« ewigen Leben«. 38. Dein Thun nicht beschönige Var de« König der Könige. »7. Trage Schmerzen mit Geduld, Denn sie mildern Deine Schuld. 38. Dich seldst. Dein Weib, die »Inder IM, All Dein Vefltzthum. Übergieb Sott l Ihm sei e« gescheut« — Ertrag' «a« er verhäng«. 3». Ein Mensch gilt »st viel mehr Al» Tausende ring«umher; Nicht macht'« sein Leid — Ihn preist , Seine Tugend, sein' Einsicht, sein Seift l So bau' denn deine Seele an. Die alle« Gute sördern kann: Ein Mann, schön, stark, gesund — doch toll Hat keinen Werth, Ein Mann schwach, häßlich — einsichtsvoll. Wird hochgeehrt! r». Kommt Einer in ein fremde« Land, Der Keinen kennt und Keinem bekannt. Und nimmt der Fürst sich seiner an. Nährt Ihn, nimmt ihn in Pflicht, Weist ihm den Dienst, den Lohn auch an Mahn« ihn an'« Reiseziel, sagt nur die Zeit ihm nicht — So wird er pflichttreu und ergeben Im Dienst de« Fürste» sich bestrebe« u liebe«, die mit ihm dort leben, glich zu wirke» für da« Land n dem er Unterkommen fand. — » auch der Mensch — er ist gestellt Al« Fremdling hier in diese Welt. Und der Ihn «ährt — ist Gott allein. Sein Schöpfer nur erbarmt sich sein. Da man au« Spanien die Juden vertrieben. Vierhundert Jahre sind'« — bat die« geschrieben Ein jüdischer Weiser i« .Luche der ElNen". Sa« er auch erfahren, und wa« er erlitten, Vermocht' ihm nimmer und nimmer de» Glaube» An Gott und an Edle« im Menschen zu rauben. (Schluß folgt.) Jüdische Bilder an# Sali-ie» von Dt. Heinrich'Gottlieb. IV. p$t bra StctfMfe. Du süßer Synagogen sang I Sie liegst Du mir im Sinn! Und mahnst »ich an die Jugendzeit, Die längst entschwand dahin. Der Svnaaoge Judelsaual Sie klingts» bell Dein »ruß! Sie manche« Herz erfreutest Du, Da« «ies nun ruhe« muß. Und wenn auch ich zur Ruhe geh', Ertön« dein Trauersang; Der Synagoge Klagelied Führt «ich de« legte« Sang. Ich ruhe sauf«, gebettet tief. Am legten stillen Ort. Und über mir t» Lüfte« hoch Der süße Klang tönt fort. Und jede« Jahr der San, erschallt Am Grab um gleiche Zeit: versüßt dem müden Menschenherz Den Schlaf der Ewigkeit. A«» de« Gpr«chschatz de» Tal««d. Poettsch übersegt von «az Weinberg. Anderer Oit Vringt Glück oder nimm«'« fort. Der Magen hat für Näscherei Immer noch ein Plägchen frei. Kinder sollst Du nicht um Rath fragen. Und Alte nicht um Gründe ihrer That fragen. Floh au« dem Hause «olde« Schein Nimm« Hader gern seine Stelle ein. KLttzfrl-A«fg«U»e». I. Deutsche Pitttzsrl von J. 0. in R. Ich bin für ganz Deutschland ein Schrecken gewesen In der Zeit, wo die Gründer sich machten gar groß; Doch zähl« mich die Bibel mit Rech« zu de« Böse«. Wenn Du ein Zeichen mir schiebst iu den Schooß. 3 3 3 3 3 I 1 3 1 3 H. HedrAsche« Artth««ßriph von Lp. Rk. in Brandend. — heißt vorziehen Ein« dem Andern; — bezeichnet schnelle« Wandern; — gebracht sei« in die Fugen; — gebrach« sein an» den Fugen; — sehr vielen Rau« enthalten. So, nun laß Scharfsinn «alten! DUL Dr«tfchr» A««-ra«« von L. C. In R. An Blumen und Kräutern e« rasch sich verflüchtig«; Doch rückwärt» gelesen al« Stad« — ist'« berüchtigt. A«fiöstm» der KLIhfel i« »er. Pr. I. da« Diagonalrtrhsel« r ~r M A. B ~r » m » l d 1 r i 1 » * » » eh m n B II. de« Logogriph«: Mosch« und Mosche», m. de« hebe. Räthsel«: ntjnSö (Krieg) und QtS (»«». j Wichtige Lösungen sandten »i»r Eantor Winter in Magdeburg. Lehrer Weinberg in Bodasck (einige Ihrer Räthsel werden Ausnahme finden). Semmy Philo» * Lüneburg. Beneblet und Samuel Löb in Reich«hosen. Jacob snm in R. (Elsaß). Meyer Pro»kauer in Vr. R. in Veuthen. fr Berlin. Friß in Bre«lau. L. in Stettin. Lohe» in A. K. Jgdrf. L in K. (Hebräische Logogriphe dürften für die schwer sein; doch e« soll der Versuch mit eine« leichter« gemackl wer^ 8. in t. (Ihre Räthsel sind nicht vergessen). 0*«rw. in Kr. w* hebr. Räthsel ist NN» nicht zugegangen; da« ^unz-Räthsel" ist p MW zu ratheu. Sie sagen selbst darin: Wer sollte ihn nicht kennen? Berichtig«»,. In der Scblnßzcile der .Auflösungen'' in wr.«^ ist da« letzte Wort (hinter .Fet«-) «»«gefallen: .eutschltes". Verantwortlicher Redacteur Dt. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L Wolsf, Magdeburg. Verlag m« Robert Friese, LcipzE-