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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 34 (1884) · p. Seite 136

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
34 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 136 (sequence 4)
Language
German
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— 186 — bet hier mitgetheilte« Notiz«, verdanken. Rach ihm herrschte dort früher der Aberglaube, „daß da» Lind einer unglücklichen Mutter, die.alle-ihre früher geboren«, verloren, an eine Slückliche Mutter verkauft werden müsse. dadurch werde da» ünd errettet. So wurde der Romanschriftsteller vr. Hermann Schiff, der Berfaffer de« .Schief-Levinche" zu Hamburg, im Jahre 1800 an eine Jüdin in Kiel für 2'/, Schillinge verkauft." (Da« gründet sich wohl auf den abergläubischen kabbalistischen Gebrauch de« Pidjon pefeaoh d. h. „Auslösung der Seele" (nach dem Zahlenwenh der Buchstaben). Rabbiner und Lehrer sollten bestrebt sein, auf die Unsinnigkeit und Ber» tverflichkeft solcher die Reinheit unsere« Glauben» befleckenden Gebräuche hinzuweisen, mit Bezug auf ^21 2P52 VW »7 '2; aber wir haben gar oft Gelegenheit gehabt, zu bemerken, wie gerade orthodoxe Rabbinen sich scheuen, gegen dergleichen ihre Stimme zu erheben, und solchem Aberglauben oft noch ihre autoritative Unterstützung leihen, it« wird eben Alle« al« „heiliger Minhag" hingestellt, der unantastbar sei. Wahrlich von solchem Minhag wvv Vv heißt e«: er ist.127.1 7(317 „er entwurzelt die Hauptgrundsätze unsere» Glauben«". Höeff«. Die „Od. Ztg." erzählt nachstehende« Factum: vr. R. in Odessa, ein Jude, lieh seine sieben Kinder taufen, während er selbst im Judenthum verblieb. Der Anlaß hiezu wurde durch folgenden Borfall gegeben, vr. R. hatte seine Kinder männlichen Geschlecht« nicht beschneiden lassen. Al« nun gegenwärttg sein ältester Sohn in« Gymnasium ringeschrieben werden sollte, begab sich 0r. N. zum Ort«rabbiner, Herrn vr. Schtvabachcr. um den nöthigrn Geburtsschein zu erlangen. Der Rabbiner gab ihm denselben, bemerkte aber im Dokumente, daß der Knabe nicht beschnitten wurde. Der Haler hierüber erbittert, verklagte den Rabbiner bei der Ort«- behörde, welche die Beschwerde an« Ministerium leitet«. Diese« sandte dieselbe wieder an die höchste Synode, welche schließlich entschied, .daß der Knabe nicht ohne Religion bleiben könne, folglich sich entweder beschneiden oder taufen lassen müsse". Der Bater entschloß sich — au« Trotz — für da« Letztere. Jlu de» „Auch der Kitte»". IS. Aasrß»»dert. Uebersetz« von Lmll Lehmann in Dresden. Muht plötzlich Drum denk' ai tü. reisen ln die gerne — an Borrath: wirke, lerne! I«. ll Deine Teele rein, ».b jung, ob alt; Wer weih, wie bald Wird sie Dir adgesorderl fein! 17. Bor Sünden schützet — Einsamkeit, Öder edler Menschen Gemeinsamkeit. 1«. Dankbar erkenne zu jeder .gell: Bon manchem Leid bleibst Du befreit. Und bist doch — gesteh' es offen — Nicht bester, al» di»'« betroffen. IS. Was Du besitzest, ist nicht Dein. Toll Dir geliehn nur sein; Will'« Gott — so streicht'» ein Andrer »in. Darum: den Armen nie veracht». Da Drin Verdienst nicht reich Dich macht«. 80. Obgleich rill irdisch Wesen. Wardst Du doch auserlesen Qtot> zu erkennen, wardst in der Welt Ueber andre Geschöpse zum Herrscher bestell«. Drum zoll« P>e>» und Dank Dem Geber lebenslang. 8t. An Wohltbun gewöhn» Dich, Dah es Dir leicht sei. Bitte Gott inniglich, Dah es erreicht sei. U. Liebevoll in Dhat und Wort Sei gegen Menschen sort und fort. 83. Die a rohen Wunder der Natur vrrgih — Ob sie alltäglich auch — nie zu betrachten; Die Meisten scheinen mehr di« Eonnrnsinsternih, Als Glanz und Pracht der Sonne zu beachten. (Schlus, i»ie. Aus dem Spruchschatz des Talmud. Poetisch übersetzt von Max Weinberg. Wenn just entbrannt ein grimmer Streit, Ist noch zum Löschen nicht di« Zeit, Doch hat er eine Nacht geruht, verlor er schon von seiner Glut, Dann schafft vielleicht dein freundlich Wort, Was noch geblieben, auch bald son. Klar sei de« Meister« Won und nicht zu deuten, Und von den Deutlern auszubeulen. Wen »l n Unglück erst betroffen. Mag sobald auf Glück nicht hoffen. Kitttzfel-Aufgatzr«. Bon S- Lohen ln Ree«. I. Dragoual-Kitttzs-l. t. t. 0, t, t, 0. 0, b, b, b. eh, {. i. j. I, m, m, yn. e, 1.1, o. o, r. s. A a c e g i C Die vorstehenden 85 Buchstaben io: so in die nebenstehenden 8ü Qu ad« gesetzt werden, dah ergeben: D7ba i n k B Dir Diagonale A—B einen israelitischen König. . . O—v einen israelitischen Priester. Di« Benieal» a—b einen kanaaaitischen König. . , c—d ein Götzenbild der Ammoniter. , . «—f einen Ahnen Mose's. . . p—h eine Provinz Palästina s. . „ i—k einen götzendienerischen König. ll. Zogo-riph. Mein Won benennet einen Mann. Bon dem die Bibel Grohe» uns erzählt; verdoppelst Du da« letzte Zeichen dran. So ist'« ein Ort, zur Andacht auserwöhli. lll. grbräifte* KLthsrl. Bor « Ganzen Gott uns stet» bewahr', lk« dNngki Noib nur und Gefahr: Doch ohne Kops und ohne Fnh, Gewöhn'» dem Menschen s«n« (tzenuh. Auslösuug der KSttzsel tu »or. Ur. I. de« deutschen Wenderäihsel«: Lada» — ftab«l. IL de« hebräischen Wenderöthsels: nijf (Fels) — pi slausnü Richtig» Lös»»»»» saudteu »l»r Schidorowsktz in Fr L. Brandei» in H. N. N. in UK«. Metzer Proskaurr in P. <so muhte es auch ln vor. Nr. heihen). senm» Philipp in Lg. «ah in Rft. «lsriede «roli« in «. Herz und S«l> Loben in R. Rosa Lrvtz und Clara Hirsch in Polch. Nathan XM In P ") — Bon poelischrn Auflösungen «heilen wir mit: Zu l. Du kannst vorwön« und rückwön» beliebig mich lesen, Ich bin immer ein geiziger Kunde gnvesen. — J.Ü.U& =iir. w w? TR Aus Br. a...^ Zu » .12 »nip f n; »Si HOlpap IUI N. N. in um Zu l und 8. Der Laban zu dem Jakob lies (Vfl s. L L. M. <*•**■[ M. in B. Der Nabal wie ein Fels <1Pk. I l. B. Sam. 8»R.> 1 Weh»» Ihrer .»,«„•«' Walen 0k sich »» Herr» Dt. ». Rahm». •**1“ M Oase» wmtfff. _ Ihr »et»«a »»her» Aattstanaen tage» flrh «a »rar« »sihtetn iehr Werth«», harn« iheNr» mte fl« »Ich« mit. verantwortlicher Redakteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. «olss, Magdeburg. Berlag von «ober» Fries«, Leipzig.

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