Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 31 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 4)
- Language
- German
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124 Allerlei fllr de» FM«Uir«tifch. ,£•*«•«* M««w- Herr Rabbiner Dt. Duschak in Krakau schreibt: .1* ich die Biographie de« Parabeldichter« Jakob Dubno geschrieben Hab», welche Biographie von Herrn Krengel in der „Ojonrin»- in hebräischer Sprache wieder, gegeben wurde, so sn t# mir gegönnt. zu den in Ihrem »erthen Blatte rrproduzlrten Parabeln eine hinznznfügen. »eil sie von allgemeiner jüdisch-historischer Bedeutung ist: Dubno fragt: Warum wird in Kohelet Salomon genau aeschildert. daß er der Sohn David», de« König« von I»rael st, Jerusalem war. während da» Lied der wieder ihn nur kurzweg Salomon nennt. Sohir hMohirim naohar Li* aehlomo? — Dubno antwortet: Wenn ein Ehasan in eine «emnnde kommt, um sich im Gesang zu produziren. so fragt »an nicht »ach seinem Eharakter. nicht nach seiner Herkunft, sondern nur ob er gut singen kann, und wenn die Gemeinde übrige« ttzeld ha», so überläßt sie ihm einen oder mehrere Sabvath« zur Produktion. Kommt aber ein Darschan in eine Gemeinde, um einen homilrtischen Bortrag zu halte», so fragt man ihn nach Herkunft. Eharakter und Stellung. Kan» er sich nicht legitimiren, so zuckt man bedenklich die Achsel» uud der Darschan muß schweigen, -tun Schur haaohirim ist ein Gesang, der Länger heißt Salomo», seine Lieder sind vartretslich. wo» kümmert e» »»«, welchen Stammbai»», »elchen Eharakter er hat. kLohalnt. aber ist eine Predigt, da «uß man tvissen, wer er ist. der Prediger, -tun er war der Sohn David«, ein Königssvhn in Jernsalei», der »»d da» läßt sich höre». ^«»ßerg. Am l l.Iuli fand die Prüfung der laubstummen au» der Schule de» Herrn I. Bardach statt. Die Anwesenden, der Schulinspector. Rabbiner Lötvenstein. die Bertretrr de» E»ltu«rathe«. sowie die Dame» vom Unterstützung«vereine der Taubstummen, überzeugten sich, wie sehr da« Streben de» genannten Herrn Lehrer«, dir »nglücklichen Bierfinnigen der menschlichen Gesellschaft wieder zuzuführen, ind»m er sie sprechen lehn, mit Erfolg gekrönt wurde. Schade, daß die Eltern tauber Kinder allzulange den Vertröstungen mancher Wunderrabbi'» und Arrzte Gehör 'schenken. Die Kinder werden deöhalb erst im Älter von 12—1« Jahren der Schule zugrführt, wodurch da« Erzielen eine» natürlichen Spreche« bei denselben dem Lehrer erschiverl, zuweilen unmöglich gemacht wird. Mie», L. Juli. Unter Borsitz de« Borstande» Herrn Marcus Russo, eine» um die Eultu«- und Schulongelegenheitru höchst verdienten Manne« und im Beisein eine» zahlreichen und intelligenten Auditorium« fand heute die «chlußseier an der hiesigen türkisch-i»raeiit.BolkSundRrligion«- schule statt. Dieser Feier gigg eine kleine Prüfung an« der Religionölehre uud Realien voran, wobei Herr Direktor Groag auf« Reue sein mannigfache» höchst gediegene» pädagogische» Können bekundete. Die Kinder entzückten dnrch ihre trefflichen Antworten und ihre selten schöne Auodruck« «eisr. Am Schluff« wurden von den Schülern paffende Ge. dichte und Gesänge sehr hübsch vorgetragen. In einem juristischen Examen bildete jüngst da« allgemeine Kirchrnrecht da« Thema dftc Prüfung Im Berlauf derselben stellte der Herr Examinator die Frage: .Ist denn die confessioiieUr Gleichberechtigung auch mit Rücksicht auf die Bekleidung eine« Amte« eine unbedingte?" Rach kurzem Besinnen antwortct« der Examinant: Rem, nein, Protestant darf nicht Oberrabbiner werden. A«» de« Gprmhschatz de» r«l««d. Paetisch llbersetzi »an Wa( Weinbei,. Di« llbrt lfi Drin WMftr« «tu,. Ifln Wrnh ln Deiner «Ihre ruht itin Aieck, den st» durch Dich erfahren Beri-tnaindet nt«, auch uichl nach Jahren Und tediest Du nach Hunden Jahr Man fiehi ftn«, dag ein Aieck da mar Berlaren erfi — nicht wieder zu ertangen Und d«r«>est Du Dir dteich die Wangen, Einmal dahin, ist hin für alte .geil Und brach« qleich Dein Herz »ar Leid, D'rum iaahie sargsam diese« «nt, Hill' fte, »i» Deine« Herzen« Blut, Dach gleichen Werth» ist auch de« wachsten Ehre, Da« merk Dir auch und zieh' daran« die Lehre. Nicht saa», Mensch, ich Hab» nicht Begeh,, Cchickl Dir die 5il»de ihn Cchmeichelbaieu, Ich unteNasse e« zu walte« Ehr', Weil mir mein Lchttpfer r« gedaten. XiitlßsrlaufgaÄe«. I. De«tfche» Vreisriittzjrl. Logoqripb. stva« Du «lt M«t»r Ceei» liebst, 2» (in «efernft nn» nie betrstbst. Dein «ign»n» Dein Visau — «i» dreizehn Zeichen schrei »st »« Du. Dach nimmst da« dritte fn heran«*) Ca ist die Lieb' »'rin nicht zu Han«, van Ha» nn» Geiser ist e« »all. van Bosheit, die »er Hält' entqnaU. •» tut iepi Nach «■nfaawt « »ech>»ch,n»»»a et, I M|ut. II. H-drStschr. Prei»rii1hsel. Wer kann den Herrn nn» seinen Diener nennen. Di» nimmer stndrn ihre« Gleichen? «all» Ihr sasart st» de« de kennen, V»ft rstekwärt« nnr de« Ginen Jiidn«. 1«* K»r die «nstbsnng der beiden Vreiaräthsel ist eine »«tägige Trist gemährt. A»ß»s««- der Zlathsel i« »or. Pr. I. De« Arithmogriph« r <lkir,am L>»bagraph,r » Neptun A o Talmud J Gpilepsi« “ J Dreudeiubirl -■ » Irrem,aa J S C»ia 3 Nuih Gtrurien II De» hebräischen Näthsrlar -- Deut und Uiradmal. fNT — Zijan. Nichtig» »nstösnngen sandten ein: Maz und cieamart Siustdaum in D. (deutsch u. hedr.) t«ad,ui Zchtvarh in H. (Elsast). <b. Zacadsahn in 5t. Hermann und Vetnti Ulein in U. Therese Ariedeberg in St. Heinrich Löwenthal in Marie» dad (diese« Jahr nicht). Eaniar Bast in H. (da» Banmal wird '»N E«ra zugeschrieden». coli Eahen in N. Tienchen in M. Zulche» in,s. Lbertertianer BIsrrd und Quartaner Lea Back (deutsch u. bebr.) Liebmann uich Zsidar cchesleivwi» in <U. Lehrer N Neu in D. deutsch). Emmy. Wearg und Lea Hirschlass in B. tdeunidc Bi. in Bielefeld ihrdr.) tvnslaa Stiebet, Unterlertiauer in ci. ib ) De» Hanaaer in ö. (».) 5. Philipp, Qderfeeundaner in L. (bebr. u. d> Ar.e. Bi.I in H. ,d.» 5i»asr. Zaphet in Quananer (bebr. u. ».) L. Weinberg in B. theb.) Ar. H. Weinb >d.» Lehrer A. in *. bemertt richtig: In der paeiten Zahlenreihe must na» L eine ii stehen). Lberprimai^r tvnstaa 5trnust in H. (bemerk, daeseibe- Daaid und Liedmann Scheftetawi» in H. <d. u. h.) «athiide La.p»ee in C. (b. u. h.) Tertianer G. Basch in N. Lehrer H. Biller in * (d. u. h.) Nnlerlerttaner Zs. Werner (d.) l7benentaner W. Liiuiei («-• Paula Wiener in A. (d.) Berammanlicher Nedarleur Vr. Nahmer, Magdeburg. Druck van D. L. Watfs, Magdeburg. Berlag van Naderi Aries«, Leipzig.