Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 29 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches 1884. Mt9. ~ Jit |»tn|iltii| n» $d(|tn| fit Mt itritlitityt }i|n). Sta Xrapcl bf* Eebrai. Ben DebWarr Dr. Golbschmibt (n Vrtlburg. — ZU Geschichte mrinf, Großvaters. Srjählung von &«■»*> ^n»dn. (gettUytmaO — Jüdisch« «Uheuetttn au, StaliiUn. Ben «athan Bamuely. XL Mil gleicher Münz«. — ^tttftUs. Allerlei für beu FnMllienitsch: «uaeeichmin^ — «chwalbach. — «Un. — Pisa. — Iubengaffe «n Franksuri a. M. — -uge Müller. — Kranj ». Heltzeuborss. — Aus b««Epruchscha» b«, Talmud. — RitchseU — Auflösung der Nötbsel in vor. Rr. Hin Hempek des Lebens, (Dach Mdr. mM« ««UUUt».) )U frlnu fi «ottn Etzr' fr fnqd »itttr ban, DnN Ü a |M| Hoi fi N ftmlltchtn yrrtran: Jn llriin frttgni Mir, Iran, ptr Mt gtschitt'ln rrtin, 9i| itt ln nltn gt wrrtit fr Cmpella lollnln! «v rrtche «tzrn siln gt Du Urwr Guß ttlngn. ßil rtlchn Mtzi sv ltzrt Mltz }u ntin tat mpfnim“ imtm |ntg, Mtz ifltnt frkt: «Ai seit Air Ittngn!** Infantil lflft tt ln» irfiMoU fr ßfttzn Xlnlfin: »fri »MsnMr"-tr gellt - Jtftiii Mt ZttrinMn: friirturfrrlgrTitrllrrfol M Mtfn )itzr traten?“ fr schnitt n Iti frlmu, frUttt W nfltMgt, Vil am Hr fein litt ntfk, Sfsdjfriiti |ilnu Milgtunt M furch! licht m Meist: fIch rr rrfcnitt nl uigul ytt Sdfitn m StmTürrffr. fn Mi Mt frn, im lit zemM. Etschin m sei«» füllt, (kl tri« er eti... Ciltnüürti fil rnutte gt firftdu. i All so Im frtn tt nttet: Jti fltig fitU nl Jrtrtn! 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Mannes dunkelgrünen Feierschnell aus der Truhe genommen und obwohl kein Häubchen daran war. ihn doch, auf die Gefahr hm dal «ndungsstück vollend fadenscheinig zu machen, noch fest über- •»sitt. Ihr Her» klopfte dabei vor Erwartung und sie •ttmeltt: »Gott segne mein geliebtes Kind." Zwar würdig herausarputzt. doch zaghaft ttat Abraham vor die junge, kaiserliche Hoheit. Die Unterredung, die nun hier stattfand, nahm nur kurze Zeit in Anspruch und sie endete glücklicher, all der. um den es sich handelte, es zu hoffen gewagt hatte. Karl bestimmte nämlich aus seiner Schatulle einen Jahresbeitrag für Abraham, der ihm so lange zukommen sollte, bis Einer von desien iüngern Sühnen ihm im Geschäfte eine genügend« Stütze sein werde. Dafür aber sollte natürlich der Ernstgeborene ungehindert dem Studium obliegen lönnm. Abraham fand nicht Worte um zu danken. Er stammelte nur: »Edler, hoher Herr, ein hilfreicher Engel seid Ihr meinem Kinde und mir! Müge Gott Euch dafür seine Engel schicken, daß sie Euch mit Ruhm und Glanz schmücken. Und all er die Freudenkunde nach Hause brachte, rief Mirjam entzückt: »Run sage man noch, es gebe keinen Elia hanowi mehr! Uns hat Gott einen geschickt." Moil aber ging hinauf in seine Kammer und in der Fülle seiner Freude küßte er seine Bücher und gelobte, mit unermüdlichem Fleiße sich ihnen zu weihen. II. per Abschied. El ist Morgen. Mit ihm beginnt einer jener blüthe» duftenden, sonnigmilden Tage des Mai, die ihm die Bezeichnung »Wonnemonat" bleibend gewonnen haben, wie oft auch Stürme, Regen und Hagel seinen Zauber zu brechen und an ihn irre zu machen suchten. Sein Sieg über dir feindlichen Elemente läßt ihn uns doppelt sttahlend erscheinen -, gleich wie die Schönheit einer edlen Seele uns um so verklärter gilt, je sieghafter sie sich über die düstern Schatten eines neidischen Geschickes zu erheben vermag. Auf einem Hügel steht ein schlankgewachsmer, doch kräftiger Jüngling. Seine Hand hält einm Knotenstock; ein Bündel ruht auf seinem Rücken. Ueber seinem Haupte glänzen die ersten Morgmsttahlen und fallm auf die schwanen lockigen Haare, die ihm hinter seiner Reisekappe hervorquellen. Aul den Büschen ringsum schallen ihm jene entzückenden Bogelgesänge zu, jene Lieder ohne Worte, die selbst ein Mendelsohn auf dem kunstvollsten Jnsttumente nicht hervorzaubern könnte. Zu seinen Füßen dehnt sich eine weithinstrebende Ebene, bedeckt mit junger Saat. An den Spitzen dieser Letzteren hängen all Thautropfen lleine Kristalpaläste, die lieblich« Bfen sich über Rächt flugs hingebaut, um darin ihren Liebsten, den jungen Sonnensttahl, zu erwarten. Run locken und ziehen sie chn und kleiden sich für ihn in den wundervollstm Farben; sie blinken und winkm ihm. bi» er zu ihnen herab» fährt. Doch ach! sein Erscheinen, sein Kuß ist ihr Tod! Dal Geschick der Snneln wiederholt sich an ihnen. Allein der Jüngling kennt jetzt nur rin Empfinden: dal Weh des Scheidens. Sein Auge schweift hinüber nach der letzten ihm noch sichtbaren Thurmspitze der Stadt» die er eben verlaffe», für so lange verlassen hat. Mr erkmnm in ihm unseren jungen Freund Mail. Siebzehn Jahre zählt er jetzt; der erste Flaum beschattet bereits sein Kinn und seine Eltern haben es an der Zeit geft»,den, seinen Wunsch zu erfüllen und ihn zur Vollendung