Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 27 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 108 vollzogen. Au» Anlaß de» siebenten Stiftungkfrste« der Gemeinde hielt der Prediger vr. Landsberger eine Festrede. Plötzlich machte sich eine unruhige Bewegung in den vorderen, in der Rahe der Sanzel gelegenen Reihen bemerkbar. Der Prediger unterbrach seine Rede, stieg ein paar Stufen hinunter, kehrte dann wiederum auf dir «anzel zurück und verkündete Folgende»: »Mein Andächtigen! Ein schmerzlicher Augenblick ist gekommen; unser lieber Mitbruder und Grmeindeältester K. ist soeben gestorben." Regungvlo». mit gebrochenen Augen, da» Haupt zurücigesenkt. lag der vierundackchzigjährige Grci» da. liefe Ergriffenheit bemächtigte sich der Gemeinde; nach einigen Minuten forderte der Prediger auf. für den soeben Verschiedenen da» Sterbegcbrt zu spreche», und »Höre. Israel" re. ertönte e» in viclhundenstimmigcm Rufe. Die Leiche sollte nun au» der Synagoge hinau-getragen werden — da begann der Todtgeglaubtr, sich plötzlich zu regen, die Augen aufzuschlagen und da« Haupt zu erheben. Ein Schlaganfall hatte den Grei« getroffen und ihn in einen Zustand de» Scheintodes versetz», welcher mehrere Minuten währte. Derselbe Grei«, um dessen Tod bereit« ein Gebet entsendet worden, erholte sich, nachdem man ihn mit Waffer besprengt hatte, zusehend« und wurde nach seiner Wohnung geschafft. Die unterbrochene Frstpredigt wurde in Folge der allgemeinen Erregung nicht fortgesetzt. Da» Grab in welche» Lourde« al» wunderbarer Heilort lloneurrrnz bietet — ist da» Grab eine« Rabbi! Ein seit 17 Jahren Gelähmter ließ sich aus da» Grab diese« verehrten Rabbi fahren und nach kaum 2 Tagen erscheint ihm der Rabbi im Traum und erzählt ihm, dag sein Gebet erhört ist und er fortan gesund sei! Und wirtlich der Erwachende kann gehen und stehen und springen u. s. f. Da« Factum der plötzlichen Gesundung behauptet der Reveill du Mar« al« ein gutbekundete«. .««» dem Spruchschatz des Talmud. Poetisch überseht von Max Weinberg. War holt' man vordem doch sür Roth Zu schaffen sich ein Stücklein Brod'? Muhl' selber ackern, selber säen Und selber jäten, gießen, mähe». Mußt' manche« Dröpfletn schweiß vergießen, Wollt man sein Stücklet» Brod genieße». Und sucht man Hemde, Rock und Itleid, So war der Weg nicht minder «eil. Biel Jahre schwanden unterdessen, Drum ist die« Alle« halb vergessen. Irrthum ist de« Scharssinn« Bruder Und sührrt sür ihn oft da« Ruder. Räthlelaufgaberr. Kttbeu-KLttzs-l. Bon S. Plocki in Flalow. 7. Ein Heldengedicht. 8. Sine thorrriche Stadt. '!'. Fremdsprachliche Bezeichnung sür herrlich, berühmi IN. Sin ,im Feuer" gestandener Jüngling. 11. Scharte« iüeiränk. 12. Iägerrus. 13. Hebräisches Wort vor jedem «feste. Zur Pfleg» de» iHebrSifcben. Sin Freund der hedräischen Sprache, und selbst tüchtiger »eiua derselben, schreibt u»S: .Die bebritischen'Räthsel haben »eben dem .'»ne«, den Beistand zu schärfen. noch den, daß sie die jugendlichen Uraiie pn größeren Pslege der hebräischen Sprache anregen. Wenn Sie daun tu» wann die richtige Lösung eine» solchen Rälhsel« mit einem Preis Mohn«, jo würde dieses Ziel noch eher angestrebi werden. Zu diesem .',wnk stelle ich Ihnen Ü Exemplare de» beifolgenden recht nühliche» tKl'niiidx» Buche» zur Verfügung." Der Borschlag dal unseren Beisall und wir geben hier ei» turstf Hebräische. «Lttzsel. Sinsach ist'», wo Böglein singen, Doppelt oft. wo Lieder klingen. Aullösuuder Kättzlel i« vor. Ur. l de» Preisräthsel«: Sie — St», «eildett. II. de» Arithmogriph«: Ul. de» hebt. Räihfelt Saul £ Vufl« o « Maleachi « J O'deon jy Brarat r Wubic» ose ro^e cs: «rp »NU X Wichtig« VNfl*fNN««N f«N»t«N «im I. De« Vrei«rätbf»l«. «I« ttrfur: Lchrer 2.Fuch»in Bl«lli. schweig. SantorWinter in Magdeburg. Auerbach in Dresden. P.Biawet in Lberaula. I. Na» in Bodens,!»«, b. Berlinei in Schnödem,ibl ,V h. Rosenberg und I. «osenbaum in Dorstfeld. «orth Daniel in Posen, itdat Itarsunkel in Iägerndort. iiiedr. Schwach >u Haiisiati. Bi. «ob» » «elchendach «R.Bez. Bre«l-u). «. Lpoeuheimer in Rordbausen. L Syrier in Hetuebach. R. und L. Hirschberg in Barsinghause». Ftor« Mühsam in Graz. H. Plaut in iürebenstein. L. Ballin in Bu»m (Mecklenburgs Johanna und Hulda Lewtn in Pinne. — Mebreie dana nur die Hälsle richtig geraihen lsta» Wei»ho>: Sansimulb.!u«eU. Dhora, Harse; statt Sie-St«. ZierReizj. Sali Sohrn in Rees '-»»« folgende Berichtigung seiner ersten Aufiösung: S» hat mich sehr verdroffen, > Daß »Harse" ich geraihen. Daß ich vorbei geschossen; | Hat .Weisheit" nicht verraibw. Den vom Räthselaufgeber bestimmten Prei« erhält sonach' ven Lehrer S. Juch» in Braunschweig. — In Zukunst wollen «r jedoch bei Prci«a»sgaden nicht die Rähr de« Lnr» bestimmend tm lassen — wir hallen deshalb auch Magdeburger ausgeschlossen — sondert unter den richtigen Auslöjrrn da« Loo» entscheiden lassen. II. £>«• «kithmogrivb». Leo Fröhlich in Altena. «. Pl-mn Flatow. Slwira Blüh in Droppau. Flora Mühsam in lliraz. >»">1 Basch in Reummischel. I. Sah in Bodenselde. Johanna und Rosenberg, und Juli Rosenbanm in Dorstseld (Donmundl.. Daniel <p. A. S. llalvan» in Posen, Grbr. Schwach in Hatlslail ,^der> Elsaß». Sali Lohen in Ree». Benedict und Samuel Löd. und ö«cw Strauß in Reich-bosen i. S. Rosalie und Levi Hirschderg in B-nw,' hauten. A. Speier in Hoinebach. Max Lohn in Bonn. H. Back» heimer in Uelzen. R. Ritter in Polch bei Loblenz. III. De« hebräischen «äthsel. Meh in B. Isaaksobn aus b .. R. N. in Reustadl bei Pinne (in Gedichtsormi. C. in Pose». _ __ .Bom Havelsrrand" erhielten wir die richtige Lösung aller 3 Ha«a Au« nachstehenden Silben sind dreizehn Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und Sndbuchstaben von unten nach oben gelesen da» ergeben, was jeder Leser wöchentlich sehnsüchtig erwartet. ». Ui b«n, bl, cor, ä«e, «, e, e, », r», »Mt bat, I, 11, I», 11, 11, 11t, lu, Io, Iccb, loa, ma, ««, aae, rab, racb, rlf, r«w, »ad, tb«, tre, «er. 1. Sin Nachkomme Abraham«. 2. Englische Bezeichnung sür Richter. 3. Titel jüdischer vtelehcten. «. Der ewige Jude. b. Ein Mann au« der Richterzeit. ti. Eine sranzösisch« Provinz. mit svlgendem hedr. und deutschen Gedicht: Die Rälhses, dir ich gestern la». Die lös«' ich deute so zum Spaß. Bald fragst Du, wie ich wer»' genannt? Mein Name bleibe unbekannt! Die Lösung sucht' ich an der Havel Strand, Doch sucht' ich nicht sür .Hewel", nicht sür Tand — .* SI Ich will nicht .Weihrauch", ich )X1S;S K. - I begehr' de- Preises nicht, „XlCm ,"N KJT — Titnp ippirm TttöBS pVTTC •aw*? ■» WIR1 .kSb K'.t & iznz'&i - Ssn:*’1! Auch wenn zuerst donhin gelangt mein schlecht Gedicht. ») Rach Zes. 43. 23. Auf Wunsch vieler Eltern und Lehrer hat stch die „Expedition" «neschlossrn, ei« besoudrr«» auf da« „Famili enblatt" zu eröffnen. Dasselbe kann jedoch nur auf direkt« Bestellung bei der „Exped. ». 3«r ™ fchrift" bewerkstelligt werden «. kostet mit fraukirtrr wöchentlicher Zusendung eine Mark pro Quartal, <« ExewBf^I drei Mark, I« Exemplare fünf Mark, Bestellungen mit Einsendung de« Betrage« (auch i« Briefmarken) - 1 schleunigst bei »er Expedition zu machen, di« auch bereit ist» Vrodr-Exemplar« gratis zu versenden. Die We»aett'»n Verantwortlicher Redactrur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Berlag von Robert Friese. WM*