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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 24 (1884) · p. Seite 96

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
24 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 96 (sequence 4)
Language
German
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Allerlei fSr bnt Fa«ilie«tisch. Gi» «itrr £r«*rr. Anfang Mai haben sie ihn begraben auf dem Friedhöfe von EypreßHill (Nordamerika), den alten Bictor Friburg, der S1 Jahre alt geworden ist und nach einem reich bewegten Leben die letzten Jahre im Hause seiner Tochter ruhig verlebt hat. 1811 wurde der in der liegend von Metz Geborene, kaum 18 Jahr alt, Soldat und kämpfte den russischen Feldzug, bei Lützen, Bautzen und Leipzig mit. 181V schloß sich der bi» zum Eapitain Aufgestiegene dem von Elba heinikrhrrnden Kaiser an und wurde bei Waterloo verwundet. Nach der Rückkehr der Burbonen nahm Friburq seinen Abschied und eröffnet? ein Modemagazin in Metz. 1847 wanderte er nach Amerika au«, kam dort vorwärts, so daß er seine Familie Nachkomme» ließ, und betrieb ein Tuchgrschäft in New Aork. Bor Id Jahren l>ot er sich mit einrni ziemlichen Vermögen vom Geschäfte zurückgezogen. Für jüd. Angelegenheiten hat er stet« warm gefühlt und in solchem Sinne Berrine gegründet. Hu seinem 89sten Geburtstage machte er sich da« Geschenk einer Europarrise und besuchte dir alte Hrinistättr. Er soll ein intimer Freund de« Marschall Ney gewesen sein. Herr Friburg hinrrrläßt 6 Kinder. 37 Enkel und 13 Urenkel. - (Arch. i«r.) 93 Jahre alt ist dir Baronin von Binche« gestorben, eine Jüdin, welche sogar crrrmonirll fromm war und doch in zweiter (nur civil geschlossener) Ehe mit einem Katholiken lebte. Die Brranlossung zu dieser seltsamen Ehe wurde durch einen berichtrnswerthrir Umstand gegeben. Bor ca. 70 Jahren war der Genmhl der Frau, die später Baronin v. B. werden sollte, ein Geldwechsler im Palai« royal. Namen« Joseph. Diebe drangen eine« Tage« in seinen Laden, um sich de« Geldes zu beinächrigeu. Herr Joseph kam gerade dazu und erhielt mehrere Dolchstiche von den Banditen, die ihn für todt liegen ließen und die Fluch» ergriffen. Der Wechsler gesundete. Dank der trefflichen Pflege, die ihm zu Thril wurde, nach niehrrrrn Monaten — Die Mordbuben wurden gefangen und zum Tode verurthrilt. An demselben Tage*an dem diese hi»grr>chtet wurden, starb auch ihr Opfer, Herr Joseph. Einige Jahre später dachte die junge Wittwr an Wiederverheirathung. Aber dazu war Ehaliza nöthig und die Brüder ihre« ersten Manne« verlangten dafür eine ihr unerschwingliche Summe. Nu» wollte sie ohne Elwliza Setraut werden. Dem widersetztr sich da» Nabbinat. Müde iese« Streite«, nahm Frau Joseph den Baron v. B-, der ihr dir Urbung de« israelitischen Eultu« gern zugrständ und der vor ihr gestorben ist. Ihrem letzten Wunsche rntsprechrnd ist sie in dem Grabgewölbe brigrsetzt worden, in welchem seit 70 Jahren ihr erster Gatte ruht. (Arch. i«r.) Mine gebildete Familie. Gut«- Kl hefiger tii». (*cuf. wünsch» t oder 9 jung« Mädchen int »eiteren Fortdildnng anfznnetzmen. Üteprüste Vepmin Im Hause, sowie engl. u. sranz. ilonvers. Bewährt. gesunder sreundt. Landauseulhalt und sorgfältige rituelle Pflege. Feinst» vkrf«ren,rn. (1814 Offerte» erbitte aub J. 8. BOM an KnäaikBerlin r.-kv. Für Magdeburg wird zur Pflege der leidenden Hausrau und zur Führung der jüdische» Wirthschast eine nicht zu junge tüchtige Person zum tvann möglich sosoriigen Antritt gesucht. [Itfltt kt. «racknaver, Magdeburg. (Bin brave« Israel. Mädchen au« ordentlicher Familie, welche» in allen Hausarbeiten gründlich erfahren, gesucht. Austunst ertheiien [1838 Gedr. Hartoch, Aachen. Ein Mädchen au» anständiger mosaischer Familie wird al» ädtzchin möglichst >um l. Juli cr. für meinen streng religiösen Haushalt gesucht. ,'siesar bei Brandenburg a. ii. •W7| Zj. Floaenetiel. ■Jn einem kleinen Hau»haite tvird & per sosort eine jüdische Köchin, die gut dich»» kann und die auch zu gleich die Hansa rbeit versieht, gegen guleit tKehalt und gute Behandlung gesucht. Rädere« bel >833 B. 3« Götz in Bavrenth. Stelle-Gesuch. Uhi ncb. Fräulein, da« eine Ha„«> Haltung selbstständig besorge» kann, perfect im Uleidermache» und Weisinäl^n, sucht Stelle al« lVanohäitrrin oder zur Pflege einer Dame. [11130 wesäll. Offerten unter Uhissre C. 178 an die Annoncen Ezped. von vtndoif Mofse, Zürich. Anden (bei Wien). Hier verstarb am 1. d. Mt«. Hm Adolf Pollak Ritter von Rubin, der durch Verbesserung der Fabrikation von Zündhölzchen sich einen Namen und ein Vermögen envorbe» hat. Er hat in Wien ein Haur errichten lasse», in welchem 7S Polytechniker Wohnung und Pension umsonst finden. Da« .Rudolphiiiiuin" hat lüO 000- Gulden gekostet. Hier hat er kurz vor feinem Tode ein Kinderheim für 100 Kinder zu baue» angesangen. Er wurde 69 Jahre alt. Nälhsel-Aufgabrn. Bo» Sali Hohen in Rhee«. I. Drrlßlbigr Charade. Die Heiden ersten sind Dir nah venvandi, Die legte schändet Menschenhand! Zu finden ist da« ttzanze in düslern Vettern Aus de« heiligen Buche« ersten Blättern. »I. Zahlru-Kälhsel. Die 6 eriieit Buchstabe» de« hebe. Alpliabeie 71 "1 ‘i ’Z 'K. deren;t«blemueitb betauntli<t gleich 18 3 4 6 ist. sind i» die nebenstet» ndri, 86 Quadrate so zu sehen, das, alle 6 Buchstaben in allen senkrechten und ivagerrchten Reiben, ebenso in beiden Diagonale» den Zahlenwelil- 16 ergeben. Auflösung de« Atätdsel« in Nr. Sri. I. Purim £ 8. Amnestie 2 3. Liverpool 4. A»i»a 2 I 6. iofnitr* 6. Morgan LL 7. 8. II. Adonaj Ijar Not» * «sichtig» Muflösnngen sandten »inr Emma Aronade in Rqbnik veo. (lieorg und Umnm Hirschlan i» Berlin, Sali Hohen in Ree». A. Veivin in Ütlo>iau. Berline, » Schneidemühl. Hermann Aitmanu in A,»»walde. Paula und Roh Brande» in Oberaula. Emma Uzapsti in Uoschini». Dheopbil und Fritz Frank in Köln. Frieda, Joseph und Recha vöwemhal in Mo ringen. Jos. Braun in Mar«berg. Jda Weill in Stettin. Hulda vewtn in Pinne. Schimmelburg, Ludwig Rosemhal in Magdebui«. Grete Karfunkel i» Jägerndors. Alfred liesbrouner in St. Jot«»» Rosalie und Joses Hirschberg in Barflnglmuseii. Samuel und Benedict vöd in Reich»hosen. Be» Zurischaddai in WolSbois. M. tlobu i» Reichenbach. kommt auch plan« vor z. B. Hiob 11,-3 8I.I8-. Meyer Pro«kauer in Prvekaii Wie vonvöchentliche war nach Dru,k de« Familienbialle» eingetroffeii». Eine poetische Lösung sandle 1). K. au» Lüneburg. Für mein (Toftüm- und Png- Geschäft suche ich pr. I. Jul, eine durchau» tüchtige Dtrrctrte«, die in seineren lUeschästen selbstsiändia gearbeitet hat. [1886 Offerten unter Uiniendung der Zeugnisse, Photographie und halt»ansprüche erbittet L. Bernhard, Gentdtn. Für meine Tochter, 1« Jahr alt <J«r.l, die Haushalt und (tzeschäst erlernt, seit einem Jahre in meinem üieschäste thätig, suche zur weiteren Ausbildung in einem gröhere» Manufaetur oder Putzlrmaren tUeschäsie Stelle. [1888 Franc» Offenen sehe enniegen Reusi a.Rh. Jac. Spier. in tüchtige« gebildete« Mädchen, im Aller von 83 Jahren sucht sosonige Stellung, al« Stütze einer üaussrau und zur Urlernung der Küche. Offerte» erbeten, U»p. d. Bl. »ad Q ». lli. 11»' An meinem Tuch und Uonieetio« & liteschäsl kan» sosort ein l'iavci «olm ordentlicher Ulten, al« Lehrling plaeirt iverden. Wohnung uudKosl (koscher) »»Hon 1880) Gustav Lev», Landsberg a. -tlraths4>ts>ih. Ein Amerikaner. Inhaber eurn alten Ungro» tUeschäst«, 3» Jodie alt, von angenehmen Ae»s»e>en. rer mögend, Joraelit, wünscht iidb «» eine» gebildeten Dame <Wl>»»beio< fienossin' zu verbinden! env>>« englod prechenb rvärr envünschl Liier» oder Bonnünder, die ernstlich boiam refleetiren, b!-,e Brief, >»>en» u»>gl>« mit Photographie und Angabe de« BeiniSgenS zu sende» an Kelly. Pbllaüefphla, 4» Barkrl!«>»-' Amerika. «erantwortlicher Redacteur vr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolss, Magdeburg, «erlag von Roder« Friese, Leipzig.

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