Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 20 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Juden eifern dagegen, und Petru« antwortet, sich rechtfertigend -Wer in allerlei Volk u. s. »..* Wir alle erkenne» wohl darin den Grundsatz der weitesten Toleranz, wie er dem Judenthum, entnommen ist. wo e» heißt: Wer nur Gott bekennt, nicht dem Götzendienste huldigt, und die allgemeinen Menschrnpflichten erfüllt, die noachidischen Gebote übt, gilt al« Jude und dem Juden gleich, und solche Fromme unter allen Völkern haben Theil an der ewigen Seligkeit. Der Katechet aber deutete in jener Prüfung obigen Satz de» R. T. dahin, daß rin solcher Frommer dem Herrn angenehm sei. um ebenfalls in das Lhristenthum ausgenommen zu werden; ohne Christenthum aber gelinge e« nicht, trotz Gottesfurcht und Rechtlichkeit dem Herrn angenehm zu tocibcn. Dem geraden Sinne widerspricht natürlich diese Deutung, welche dem TextrSworte Gewalt anthut und dessen Sinn verdreht. Wo ist nun die größere Toleranz? Da» Eifern gegen die Aufnahme der Heide» seiten« der iudaisirenden Christen ist nicht auf Intoleranz, sondern auf Vorsicht zurülkzuführen. al» eine Pflicht, welche die Zeitverhältmsse geboten. Da« Judenthum hat zu keiner Zeit heidnische Proselhten au» Princip zurückgewiesen, aber Vorsicht war zu allen Zeiten bei deren Aufnahme geboten. vr. R.-A. Allerlei für bnt Fanrilierrlisch. N»«S»te». Die jüd. Kinder, welche höhere Schulen besuchen, werden von ihren, durch ihre Religion zur Liebe angeleiteten christl. Schulkameraden gemißhandelt — und Eltern wie Lehrer freuen sich über diese frühe Belhäligung j nationaler Gesinnung und Tüchtigkeit. Meapeü Unsere Gemeinde, welche großenthril» ihr Bestehen der verewigten Baronesse Lionel Rothschild verdankt, : hat ihrer Wohlthüterin den Danke«tribut gebracht; indem der j Rabbiner de Benedetti am ersten Tage Pessach nach fe, üblichen Mischeberach ihr eine Gedächtnißrede vor einer M. reichen, Versammlung gehalten hat. Im Mvnat Jjar finden bekanntlich au geschichtlichen Gründen keine Hochzeiten statt, mit 9lu»„dt«' des 18. (Lag be-Omer), der er» Freudentag ist. In bi«fm Jahre nun wollte rin Brautpaar gerade an diesem Tage sich nch trauen lassen, weil derselbe auf den . . . 13. Mai fiel ua) die Zahl 13 eine unglückliche sei! (Unglaube und — kl bei. glaube! — les extrOmea se toaohent.) Ratbsel. Die „Gartenlaube" bringt in ihrer jüngsten Rr. folgend«« „R ä thsel", das wir, weil die Auflösung eine palästinriisiilh Stadt ist, hier abdrucken: «link der Städte bin ich im Lande der Israeliten, Nimmst du mir «kröne und Fuß, bin ich ein mächtiger istrom. Die Auflösung ist offenbar .Hebron" (Ebro). Wik knüpfen daran zugleich — dem Wunsche uicta unserer jüngeren Leser, öfter» Räthselaufgabe» iin Fainili«,. blatt zu bringen, entsprechend — eine ähnliche Räthfriaufgabe: Line Stadt ist das Ganze im gelobten Land, Jedem bibklskiten Knaben wohl bekannt. (Tex Name eine« Städtchen» zioischen Havel und «fit* Klingt ähnlich, ist er auch nicht ganz derselbei.j Wird vanpl und Inh von ihm gespalten. Wirs» eine« König« Namen Du erhalten, Lr kündigt Dir selbst die erste Silbe an, Die zweit« will ich Dir nennen sodann. (Die Namen der bi« zum nächsleu D i e n st a g die richtig Auflösung zusendenden Leser sollen in Rr. 21 veröfientilcht iverden. Red.) Line Dame, welche in der Wirth» schuft Erfahren und dle Küche versteh«, wird für einen religiösen Hausstand per sofort gesucht. Selbst- «eschriedene Adressen mit Gehalt«- lnsprüchen zu richten an Frau MMlwlne JafTü, Posen. Dheaierslrafie 7._[1170 ur gründlichen AuSblldung in Küche u. Haushalt findet zum l. Juni oder früher ein j. Mädchen Aufnahme; «bensall» eine Sttip« der Haussrau. di« ftut In der seiner» Küche noch ausbilden kann. [1172 Oeynhausen. I. Frank» _ Hotel .Zur Börsenhalle". «in gebildete« Mädchen (Jsr.1 aus achtbarer Familie wünscht ln einer jüdische» r.ichtorthodozen Familie »ine Stelle al« Stühe der Hausfrau oder al« Gesellschafterin und Pflegerin einer ä»ern Dame anzunehmen. Zu erfragen »ad 160 H. bet der Lzp. dies, «lalle«. Hüll Lehrling. Für meine Färberei, Druckerei u. Öilhemische Wasch. Anstalt suiht für ort einen kräftigen Jungen al« hrling. sN7l PH. Bloch» Fiirbereibesiher, Paariout*. -A.cha."wa., Lerei« zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitisch. Lehrer, Lehrer-Vittwe» «. »vaisru tu Deutschland. Stunahme» tm April «an», a) Vkitgllrder.Beitrckge r Bon Herren IXiikt in Glesen, itisenkrämer in «irkenseld, Gutmann in Blotho, Böhm in Bernburg, Burbaum in Wesel, Hohen in Nee«, itckmann in Nienburg, ilngelberg in Aschenhausen, Heilbronn in Gehau«: Kronenberg in Bünde, Löwenstein in Naugard, Neudauer in Lharlottenburg, Philipp in Lüneburg, Rothschild in Ziegenhai», Saul in Bomsl, Sender in Dholeh, Speier in H»inebach, Amram in Zwesten, Weintraub in Breslau, Herzberg in Hameln, Werthan in Frankenau, Flehinger in Bruchsal — je « Mark, d) GhrrnmitaliederdritrSgr r Knaben, welche diesige Schule besuchen oder in hiesigen lNeschäslen lernen, erhalten bei mir Kost, Wohnung, Nachhilfe und Unterricht in ka ijmännischen Fächern. Familiäre Behandlung. Kräftige Kost. Gesunde Wohnung. 117H| Hridingafelder, Frankfurt a. Main, Sandiveg 8». Für meinen Solni, der im Besip de» einjährigen Zeugnisse», such« Ich in elnern Manutariurwnnreiigeschäst einer Proviiijinlstadi eine 1177 Lehrlingsstelle wo dersklbe Kost und Logt« tm ause hat. Stathan» Val de a.». Paal«. Lin j. Mann, ea. 2ii Jahr, mos., freiester Richtung, in einer der größten u. schönsten Städte Süddeutsch!, seit 7 Jahren Mitinh. ein. streng sol. Geschäfte«, besten Artikel nicht der Mode unten»., s. Mangel» Damen, bekannlsch. aus dies, nicht mehr ungrw. Wege dle Bekanutsch. ei», j. Dame, am liebsten ein. Waise, im Aller ». IS—Kll Jahr., die gebild., mögt., musikal. u. inSbes. wirtlisch, u. an-! spruchsl. er», u. mind. über eine Milg. v. 90,1)00 M. versllgen kann. Su> 1 chendei ist an« bester Familie, ohne Bon Herren Ikrda ,n Detmold.! u •h In SAntwn h.l! vermögen. "Wdarmilnd. in. um itins. v. Briefen mögt. m. Heß in Schotten, Kausmann das. Stern das. — je « Mark, e) Beschenke: Sammlung bei der Hochzeit de« Herrn Gustav Borreuter in Lehn, hausen M. »» Vr. Wenier in Burgkbrach M. 10; Goldschmidl hier M. 000 i Werthan in Frankenau M. »: Uramer hier M. I»; Baß liier M. «»; Gebr. Löwenstein hier M. »o; Familie Hirschhorn bler M. »o; Frau Riraid hier M. »«; Lrinnernng an den lll.AprilM.*»; Frau Speiier hier M. Ivo; Frohmann hier M. »d. Frankfurt a^M. 6. Mai Namen« der Verwaltung: Lä.lk D«dIS«. >1100 Pbotogr. u. Ana. näh. Berhältn.! uni. Üdiffre T. tilS M. Moff», Lripzia erbeten. Strengste Dlser.' w. zuges. u. a. verl. Anonyme Zuschr. , w. nicht berücks., da ilharakter d. Such. I s. ehrenh. Abs. bürgt u. können selbst-1 redend die feinsten Reserenzen geg. i - - '"74 werden. [L. HS7ö| [117 Marings. Für eine jüd Wnife, Mädch,» . au« seiner Familie, Li Jahr, mit einer Milg. ». 6000 Dbaler, wird. ein selbst. Kausmann gl. Lons. behufs i Brrh. gesucht. Bermitllung rrwünscht. Lsterten ,ul> Al. 7»« an 0t»d. Moffe, Leipzig. [11701 Lin allklnstehender jungei Äaa (I«r.s, Inhaber auSgedednier *efchäste in einer größeren rutl Holland« sucht ein gebildetes a* tüchtige» 117* deutsches Mädchen (J»r > 'als Haushälterin, er«. LebenSgefähnin. fl Briese nebst Phoiograpbic a» dü Annoneen-Burrau von P. »«» Vittrrt Zonen, Hartem ^ll-K erbeten. Ilm brave«, tüchtige« elieinläet Mädchen mit Vermitgen, in eine» streng religiösen Hanse, jucht sich I» vkrmählen, am liebsten mit an« charaktervollen Manne gesellten kiltee» oder Wittwer. Ansragen beinK man unter Zusicherung streng»" Diskretion zu richte» an Ar«« And« Mittzek^nk» in Frankfurt »« >»ia, Fischerfel dstraße k> Lin Ka»smann (Jsiaelin. N« der llOer, ansehnlich gebildet, seit»' ständiger Leiter eine« Manufaci«- geschäsle«, mit Vermögen, sucht tm entsprechende Heiraih«parlb>e. m der gleichzeitig die Uederuadme e«k bestebenden, aut sundikie» «Nfchi« verbunden rrsp. in Aussicht ist. >>/ Lsterten nimmt Okud, M«R> Leipzig »ub Ä. >162 enhiege» «uf mehrere Anfrage«« hkO« nur mit, das, sich in Beilu> «* Uomitö gebild,« hat. umiKi!«" Dheilnehmer an der RadlnneirN' sammlung Otastsreinidschast |UuK»- 1» ist deshalb dringend geder«, daß die Herren Lollegen ihr»'' schelnen daldigst (bei H>rrn«»» Vr. Ungrrleiderf anmeiden. «eranlwortlicher Sicdacteur vr. Aahmer, Magdeburg. Druck von D. L. volff, Magdeburg. Berlag von Nobert Friese, Leipzi«-