Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1884
- Issue
- 10 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
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Rabba «ad Rabbi Gera.*) PuNm Legende von Alezander Llsässer. Linst am Purim lust'gr Zecher, Sahen tief fc bi bot Becher, Haben wacker sortgetischet, Var der Unterschied »erwischet, Lb der Hama» oder Mordchei Uno zum Segen oder Fluch sei; Konnten« nicht mehr unterscheiden Bei de« Weine« Dasilrunden; lrisst sogar in ihrem Rausch» MordchnFluch, in schlechtem lausche, Und im Daumel gar verwegen Spenden Haman sie den Segen. Rabba, in deni tollen Sechen, Meint den Haman zu erstechen. Ri« nun bei de« Frühroth« Scheine Lr ward niichtern von drin Weine, Sah den freund in legten Zügen, Gera er im Blute liegen. Rabba «eint und steht und betet: *) Rach Megilia s.!kü. .Ach. ich Hab den freund getödtrt, Herr, o heile seine Wunden, Las, den Ldlen doch gesunde»!" Draus ei» Jahr war schnell enteilet, Rabbi Sera ivar geheilel, Purim ivar tn» Land gekommen, Rabba, nach dem Brauch der Frommen, Ladet Sera zu dem Mahle, Füllt mit Wein die Äoldpokale: .Lab un» Mocdechei'» gedenken, Saman in die Flulh versenken!" »ra «eigktl sich zu trinke». Spricht: .it« will mich garbedünken Heuer bei dem Purim Zechen Könntest Du den Freund erstechen. Bleibe nüchtern D» jetzunder. Alle Jahr geschieht kein Wunder!" «tt* be« Gpr«chschatz des Poetisch übersetzt von Maz Weinberg. Richt da« sind stet» di« »räsiteu Held««, Bon denen un« die Forscher melden. L» kocht und fiel schon manch ein Held Im engsten Kämmerchen der Welt, Und da« war just kein gröstler Ruhm, Dab Keiner wusit' sein Heldenthum. Wer Dein liteheimnis, «eilen rüg, Richt diesen darsst Du schelten. Rein. Jenem, der'« ihm anvertraui, Dem muh Dein Zürnen gelten. Herrscht sieden Jahr auch Hunger«notb. Der Handivrrk»maiui find'! doch sein Brod. Ist nur die Botschast süsie, Drägl leicht da« Herz die Füllt. Gesicht: Line i«raelilische tftttt S^ktzien Alter«, die de» sähig« ist. ein einsache« Hau»wesen selbstständig zu sühren und selbst thälig mit einzugrrisen. Dieselbe hätte auch die Ee)ie^üiA »on drei Mädchen im Alter von 16, », und 4 Jahren zu letten. slihiii» LffeNen an «»ckolk ■ iu Leier unter M. Q, -4S. 3«r Stütze der H«n«srau suche ich ein gebildete« mit der Küche durchau» vertraute», in allen häu»- lichen Arbeiten ersahrene«, jüdische« Mädchen, welche« angenehm im Wesen und bescheiden in ihren An sprächen ist. zum sosortigen Antritt. Familie,i-Anschlusi ivird zugesichert l«M7j 3. Orr«. in Gerda«»« (Cfi Preuben,. Sür mein »Futterstoff Fabrikation» liieschäsl suche per gleich oder später einen Lehrling mit guten Borkenninissen au» achtbare, Familie. Stuttgart. 11**34; Moritz Stern. Lehrling gesucht mit guter Schulbildung sür meine Lederhand lung. Samstage und Feiertage geschlossen. Kost und Logi» im Hause. KM] S. Israel. Qrhringrn <Wünlrmberg>. Für eine« Rnadrn an» achtbarer Familie mit gute« Schnikrnntnifse« wir» ei«e Lehrlingsstelle Fürein >üd. Mädchen »n Is. Leben» jahre, welche« die höhere Bildung» anftalt besuchte, musikalisch gebildet ist. auch da» Schneidern gründlich erlernt dal, wird eine Stelle al» Stütze der Han«fra« resp. al« <Kr»i«heri» der Rinder oder GeseUschafteri« bei einer einzelnen Dame gesucht, L« wird aus hohe« (behalt weniger reftectirt, al» aus eine gute Behandlung, daß sie al» Mitglied der Aaniilie betrachtet wird. Lssirirn werden xub kt. B. 1082 durch die ltzpediiton diese« Blatte« erbeten. sliüiü 0 „Moden!*1 in eine« Vomptoir »der Mannfactnrwaaren-Ge« schüft» da« an Saddath- «nd Festtagen geschlofse« ist» nnd wo er Rost nnd Logi» im i Hanse haben kann» gesucht. Nähere« durch Frau Wiener in vtagdednrg» Breit» Weg «4. slttli'r Lin junge« Mädchen, welche» recht gut al« zweite Arbeiterin sunairen kann, sucht unter bescheid. Ansprüchen in einem an Saddath» und Festtagen geschlossenen Putzgeschastr Stellung Rährre« bei ff. Speier in Heiuedach» Reg.-Bez. Lasse!. Für meine Manusokiurwaarrn Handlung suche per sosort »in Lehrling. Kost und Logi« im Hause. Samstag« geschloffen. Neinheim (Hessin,. [1034 Nathan Rapp. 10X1] Zur Uebernabme irsp. Ober ieilung eine« gwsien, sihr renommincn Rnaden-Benstonat« in einer der schönsten ». bedeutendsten llniversiiät« slädle wird ei» akademisch gebildeter un verheiraiheier Mann — Iaraell» — gesucht. Bei geeigneten Fähigkeiten wäre eine ossieirlle Stellung am Atimnnsium ev. Universität damit zu verbinden und al» sicher in A»»sicht zu stellen. Der jetzige' Besitzer zieht sich nach nur Ilijähiger Dhäligkeil mit ansehnlichem Bermögen zurück. Zur Uebernahme ist Bermögen nicht unbedingt ersorderlich, dagegen werden nur Bewerber mit ersten Lmpsehl ungen berücksichtigt. Meldungen u. 1. K. Berlin, Postamt V», Pot« damer Ltr., bi» 6. März erbeten. Schüler der hiesigen technischen Anstalten finden in meinem Hans» liedevoUr Aufnahme. (themnitz i. S. Dr. Mühlfelder, Nabdiner. tzkirsthssksüihk. tiijniimiiiimuiiiin>aiimi« Gland»n«grno<s»n! Rur noch im äutzersten Rothsalle können nnr un» enischliesien, Luch zur Milde und Miihülse auszurusen, und dieser Fall tritt jrde«mal ein, wenn da« FMMl.fMt mit seinen Ansvrderungen sich nabet. Die,e« Fest, welche« sür di» 0»lauben«genossen anderwärl» da« Fest der Befreiung und der Lrlösung ist, bietet un» nur Tage de« Kummer« und der Sorge. >2t» Familien und Linzelpersonen befinden sich in unseier so armen und drrabgekommenen liiemeinde, die den Ansordernngen der reli giösen Feier gemäsi unterstützt werden müstcn. L» sind Flüchtlinge au» Rusiland, welche die Roth, die Bersolgung, die Hoffnung bei Besörderung nach auderen Ländern hie»dergeir!eben habe»; e« sind Witiwen und Waisen, deren Lrnährer entweder hier verstorben sind, oder aber arme »Frauen mit ihren Kindern, die hier verblieben, ivährend die Männer weiter gewandert sind, um ihre Familien später nachzuholen. Wir thun wahrlich, iva» wir können, um diese Unglücklichen da« Jahr über nicht Hunger« sterben zu lassen; auch zu diesem Fest wird unter un« immer eine ziemlich bedeutende Summe aufgebracht; allein diese Sammlung reicht kaum hin sür einen Dag, geschweige den» sür die acht Tage de« Feste«. Brüder! Im Ütesühle der Lrlösung, in Anerkennung de« göttlichen Segen« rust ihr am Leder-Abende au«: »Jeder Hunglige komme und effe, jeder Durstige komme und seier Pesach!" Hier sind Hungrige, hier sind Durstige, die nicht wissen, wo sie zu effen finden und wie sie Pesach siiern sollen. Helfet un« bei der Unterstützung dieser Unglücklichen und wir dürsen Luch heute schon da» Wort de« Eeder Schluffe« entgegenrusen: .Sieh, ist dein Brot mit Freuden und trinke deinen Wem mit srohem Herzen, denn längst hat Olott dein Werk gesällig ausgenommen." Memel, in der Purim-Woche 6644. |1030 Da« ständige Hülf«-Vo«it»r für die Nothständ» russischer I«r«elite». Rabbiner Dr. Hilf. 8. BI«oh. M. Mannli««. L«H«r L«wy. J. M. 8«h»pir». L li»l»i»«h«. Die gesammelten Staben beliebe man an den mitunierzeichneten Rabbiner Dr. Hilf zn richten. L. jung. Kausm., incs-->» seit SJ. Inh. e. statt. Mannioa. lUesch., in sicher, sorgl. Ifrti. loünschl sich m. ein. jung. I. gut. Fam.. nicht üb. m. rin. Bermög. o. l.'<-S>.t» M. zu vereheliche». Pro», Sd »liizler bleib, nnberücks. 3 Diskretion Llirensache. Adi.» Lbiffre J. D. NM an Nudeff Bkosir» Beilin. erbkien. Flirr geb u musik ,ung!- : tmoi.l mit e. Mitgiit» >l"»K.; wird e. passende Panik neu« Adr. »nt. K. T. »4» Nndolf vkosse, Berlin 6 erbeten. L. gut fit. junger Nauhun tJsr.s, Jnli.iber e seine» renutt. vdeschäsl», wünscht sich pl «eil Damen, die Interesse fut« «r schäst haben und »> ennp. möge», woll. i. Adr. oenr-c en»v»ll unt. 1. H. Mit t «ndolfMoffe, Berlin« Lin j Man», Ans. :»•«. ut bester mos. Fam. nnt Bern, irdoch ohne lüeschasi, w.I.»on"d zu veiheiralhen, cvcni. i. e «e schäst hinein zu deiraiben. 2e> auch die ehrend. Ben».. J. 0. 2474 Nndolf M»«». Berlin. Lin Wittwer, Ansang« Jahre, von angenedm. Aeusin. Besitzer ein. gröfteren Hoiei» > einem srequente» Badeoii. in" aus diesem nicht mcdr wöhniiche» Wege eine Leb* gesäbNin, dicsilde wusiduiäwi tadellosen Rusi» und INI stw eine» ganz kleinen Bei*si"t sein. Pbotogr. wird nda» Di«crrt. seldstventändl. Adr. u. C. 8. B«rll» f* amt 61 postlagernd. Für ein Mädchen m Jahren (mosaische, au« »« Familie, mit einer MuB aUÜO Mark wird eine vai»» Pani» gesucht , «drefsin erbelni unter «• - •00 vr««4«» postlagernd mininimiiniiinn*t*t BerantwoNIicher Redakteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolss, Magdeburg. BeNag von Robert Friese, Lcipitz-