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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 9 (1884) · p. Seite 36

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
9 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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Er begann mit dem Ausdruck tiefster Trauer, die Alle empfunden, al« die Nachricht vom Tode LaSkrrS über den Duan zu unfi herüberkam; heute aber sei dieser Schmerz gemildert durch die Zuversicht, daß rin Leben, wie dasjenige Eduard LaSftrS. nicht vergehen kann, vielmehr, gleichsam verNärt, fortlebt, auch wen» die sterbliche Hülle in Grabrstirst gebettet ist. Wa» der Verstorbene Freunden und Feinden gewesen, da» sei genug, um ihm dauernd ein Penkmal zu setzen im Herzen de» B o l keS. möge auch die ganze offiziöse Welt darüber anderer Meinung sein. Ein Patriot im besten Sinne de» Wort», ein edel denkender und handelnder Mensch sei mit LaSker von uns gegangen. Der Redner warf alsdann einen Rückblick auf LaskerS Süßeren Lebensgang; auf seine politische Wirksamkeit und Bedeutung und zeigte in kleinen Eharakterzügen die vortrefflichen Eigenschaften, die dm Vollendeten al« Mensch und Freund ausgezeichnet. Zur zweiten Heimath sei ihm sein meiningenscher Wahlkreis gewordm, wo Jeder in Stadt und Dorf ihn kannte und ehrte, wo man so gem seinen Worten lauschte und nicht allein durch seine glänzende Beredsamkeit, sondern auch durch die Wahrheit de« «besagten für seine Idem begeistert wurde. Seine Thätigkeit war eine äußerst umfangreiche; wenn er sein Tagetverk vollbracht, dann erheiterte ihn die Freude an der Natur und am Spiel der Linder. Ueberall, wo Lasker hinkam. waren die Linder seine Freunde. und der Redner konnte eS selbst erzählm, wie sein eigmes Söhnchen von Schmerz ergriffen wurde, als es vom Tode LaSkers hörte. Redner schloß mit der Mahnung, in LaSkers Geist fort zu arbeiten an dem Wohl der Allgemeinheit und sein Andenken allezeit in Ehrm zu halten. Lebhafter Beifall unterbrach nach dem Bortragk feierliche Stille, die bi« dahin geherrscht. Gesang schloß echt volkSchümliche Feier. ANnder Ela»«e. E» wird jetzt vielfach eine Erstndnng .ein Enthaarungsmittelals Ersatz für statt de« Nopren« angewandte üdelriechmde und gesn heitsschädliche Aurum pigmnnta»-Salbe empfohlen, erinnern un» bei dieser Gelegenheit folgender wadi Geschichte: In O. hatte ein frommer Land;« durch diese Aurum-Salbe sich ein chronische- Augi leiden zugezogen »nd der Arzt rieth dem Manne, wen», sein Augenlicht behaltm wolle, dann müßte er diese salbe fortlaffm. Der stamme Jude war ganz unglW darüber, es war ihm, als ob ihm dadurch seine ganze Relig, mit der Wurzel entrissen würde, er machte sich auf und rn in seiner Herzensangst zum Rabbiner, dem er unter Thrö«, die Frage vorlegte, ob e» der jüdische Glaube gestatte. nicht zu „falben“, er wolle lieber sein irdisch Augmlicht lierm. al« dereinst, ob dieser Unterlassungssünde, de« emi« himmlischen Lichte« verlustig zu gehen. „Brav, mein Litt meinte der fromme, aber in den modernen Schriften ml sogar im Reuen Testament'beivanderte Rabbiner: „Selig,'jg.I die da nicht sehen und doch glauben!“ Beglückt reine tul Jude beim, salbte weiter fort und verlor — sein Aa gnil-,1 Jfe einen ftnaben au» achtbarer Familie mit guten Schul» keuutuisseu wird eine Lehrliagsftelle iu einem Vomptoir »der Mauufacturwaarru-Se» schäft» da» au Sabdath» und Festtagen geschlossen ist» und wo er Lost und Logi» im Hause staben kann, gesucht. Nähere» durch Frau Wiener in Magdeburg, Breite «e« »«._[101«r Für meinen Lohn, der am 1 Ma> d. I seine Lehrzeit ln einem bedeutenden Mauufaetur-, Voufre» tion»-, Tuchu. Modrwaarru- Geschäfte beendet da«, suche ich unter bescheidenen Ansprüchen eine Stelle als Vommi» in einem »hnlichen weschäste, da« am Sadbath und Festtagen streng geschlossen ist. [SttMie 3nlin» «hreufeldt.LSneu L.Pr. Zur Stütze der Hau»frau suche ich ein gebildete», mit der Lüche durchaus vertraute«, in allen häu« lichen Arbeiten erfahrene«, jüdische« Mädchen, welche« angenehm im Wesen und bescheiden in chren Ansprüchen ist,zum s o s v r i i g e n Antritt. Familien Anschluß wird zugesichert. 1023] I. Her,. in Serdaueu, Cft Preußen. Eine stindergärtueriu mit vvrtrrsslichen Zeugnissen versehene seit mehreren Jahren in einem angesehenen Hause mit Erfolg und Anertennung thätig, sucht zum t. April d.J. anderweitig Stellung. Anfragen wolle man richten an Rabbiner Dr. Soldschmidt in lkolberg. i] „Modes! ' Ein junge« Mädehen, welche« recht gut al« zweite Arbeiterin sungiren kann, sucht unter bescheid. Ansprüchen in einem an Sadbath» und Festtagen geschloffenen Putzgeschäfte Stellung. Nähere« bei If. Sprier in Seturbach» Reg.-Bez. Lasset. Empfangen neue groß» ge» troonttr Kastanien, dirrrte Ansuhr Borräthig gesalzene große und kleine Surren; zu haben IN ganzen und Halden ,Ziffern bei H. Bltaatkiper Jr., Rotterdam, Hosstraat 30. Soeben ist im Berlage v. M.Dri»M»r, Berlin C. L losterstr. »O erschienen u. durch alle Buchhandlungen zu beziehen : G» »erde Licht. Denkpredigt zu Lharakieristik Eduard Lasters, von vr. l.«ä«ii Steht. I02lj Preis »» Pf. Zum Besten der i«r. Taubstummen- Anstalt. Berlag von I. stausfmauu in Frankfurt a. M. Soeben erschien: jbUOIc Haggtdah flr pksach. Mit Uebersetzuug» deutschem sommeutar und musikalischer Beilage von J. Af. Japhet. frei« in Hlblwdbd. ged. M. 0.70. in Prachtband mit vergoldeter Deckelpreffung M. 2.00. wegen Einsendung von M. 0.00 resp. 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Erziehung» und Pslege-Jnstttut für geistig- und körperlich «L» gebliebene Linder. . Prospeete und nähere Auskunft durch die Unterzeichneten. Af. Jacoby. Z)r. Behrendt, ding, ■in'- K.» A»rarNtisches ^enft.ml Die 7 Iatzrflilnqe 1^«7^lkV<r der f*rift för «ef*i*te ffr Kvabkll > und fitiffenfehaft de» Juden» 1 . _ „... 'fT."_ und Wissenschaft de» Judeuthum»" von Pros. vr (tzraetz und vr. FranN liefern wir, so lange der fleine Borraid noch reicht, anstatt für «3 Ml., sür 28 Mk.. einzelne dieser Jahrgänge sür 6 Mk , gegen Einsendung de« Betrage« oder Nachnahme. Bom Jahrgang 187« sind nur noch 2 Exemplare zum Preise von je 8 Mk. vorhanden. Den lausenden Jahrgang 1884 bitten wir zum Preise von v Mk. zu bestellen. 11020a Lrotoschin, im Febr. 1884. «. L. Mouasch S> V». in lirotoschin. Ein Exemplar j 10241 Semiroth Tel chai, Synagogen-Gesänge für Solo und Lhor, mit oder ohne Lrgelbegleitung vom sel. 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Magdeburg, «eorgnis^,- Berantwonlicher Redactrur vr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L «olss, Magdeburg, «erlag von Robert Friese, ÜriMf

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