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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 7 (1884) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
7 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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noch ander« in diese» Genre einschlagende Bilder bringen, und dieselben dann photographisch vervielfältigen lassen. Ad. Kister war — wa» nur Wenigen bekannt sein dürste — auch Poet. Im Verlag von Sulzer in Leipzig sind soeben zwei Lieder von LaSker: „Nachhall" und »Zuversicht erschienen, welche Leopold Damrosch i» Musik gesetzt hat. Sämmtliche erbberechtigten Hinterbliebene »Eduard LaSkerS haben auf ihren ftgtlKil an der Hinterlassenschaft zu Gunsten eine» gemeinnützige» Zweckes verzichtet. ES werden, wie wir hören. Unterhandlungen wegen Uebernahme der werthvollcn Bibliothek, der Ehrengeschenke re. mit einer der Wohlthätigkrit dienende» Anstalt gepflogen, »velche ein LaSkerzimmer errichten soll. Dr., A. AernKein, der Brgründer der „Berliner Volkszeitung", — er schrieb die markigen Leitartikel und die populären »aturwissenschaftlichcn Aufsätze in derselben — "Verfasser der beiden aus dein jüd. Volksleben geschöpften Novellen „Mendel Gidlior" und „Vögele der Maggid- sowie der „Naturwiffenschaftlichcn Volksbücher" ist in der Nacht zum 12. Februar iin 72. Lebensjahre gestorben. Er ivar Mitbegründer der Berliner Reformgeineinde. lieber Kskouichi sprach neulich der ungar. Neisendc vr. HavaS. „Alle Nach,» »nd Barken werde» von srphardischen Juden geführt. Es ist ein seltsam Schauspiel, diese Männer mit langen Bärten und große» Locken alle Arbeiten deS Seemannes und des Lastträgers verrichten zu sehen. Unter einer städtischen Bevölkerung von 100000 sind 20000 Türken. 20000 Griechen und 60Ö00 scphardische Inden. In ihrer Hand ist aller Handel der Stadt, aber ebenso alle» Handwerk und alle Arbeit auf dem Landc. wie zu Wasser. Sie sprechen alle die lingna franca. In 27 Synagogen versammeln sie sich zum Gebete. "Noch eine vierte RrligtonSform findet sich hier, die man „jüdisch-muhamedanisch" nenne» könnte, denn ihre Bräuche sind ei» (Gemisch auS , denen der beiden Religionen. Sie nennen sich selbst „Gläubige", und die Juden heißen sie „Läuaner". Es solle» 4000 sein, welche man für Nachkommen der Anhänger des Pseudo-MrssiaS Ladvatfiai Zewi halt. Eine Bssprechung de» neuesten Schliemanit'schen Werlez über Troja in der „Gegenwart" entnehmen wir, dax Schlieman» im vorigen Jahre (1882) den großen Tumulu» in Angriff genommen, der schon im Alterihum al» da» 8rab de» Achille» bezeichnet ward. Derselbe ist fin Jahre 1788 im Aufträge des damaligen französischen Gesandten in tton stantinopel. Graf von Ehoisrul-Gouffirr, von einem Juden untersucht worden, der eine ausführliche Beschreibung dessen veröffentlichte, was er in dem Tumulus gefehn und gefmiden habe. (Wer weiß Näheres über diesen Juden?) Eine heitere Episode ans dem preußischen Landtage — Maier contra Meyer, zwei bibelfeste Jäger vor dem Hern,. In der Jagddebatte behauptete der liberale Maier, der erste Jager sei der — Semit Nimrod gewesen und die Jägerei wäre also eine Gründung der Semite». Der conservative Meyer corrigirte feinem Vorgänger den großen chronologischen Jrrthum. Nimrod könne kein Nachkominc Sem'» gewesen sein, denn er habe lange vor Noah gelebt. Daß Nimrod alvr ein Abkömmling von Eham ivar, wußte» bfibf Herren nicht, selbst der große Semitologe und Theologe Stöcker konnte wahrscheinlich in dem Moment die chronologische Reihenfolge der Roachidischen Geschlechter nicht finden, somi hätte er sicher die Sache richtig gestellt, denn er Ih« « ja seiner Zeit so scharf gerügt daß einige Schüler die Erzählung von dem Srmitcn-Lönig HiSkiaS nicht wußte» — Aus dem Sprnchschatz des Talmud. Poetisch übersetzt von Max Weinberg. Jugend ist ein Lranz von Aasen. Blühend, Irisch, schmuck und lierjerquickrnd. Aller eine Tornenkrone, Spitzig, fohl und fahl und niederdriilkeiid. * * * selbst iwitn die Ifltom einen Schatz r>ernichte». Darsst Du nicht murren »nd ihr Ilm» »ich! richten. « » » Nicht, was er sagt, »ei», um* er Ibut. Zeugt von de* Manne* Werth und Mull,. Teni nur stehn schone Reden gut, Der, n>a* er lehn, auch selber ibui. Znr Otütze »er Hausfrau wirb ein junge» Mädchen gesucht, da» perseet kochen, nähen und bügeln kann, überhaupt all' die Eigenschaften besitzt. um einen gröbere» Haushalt auch zeitweilig selbstständig zu leiten. Offerten aud. O W. 1 oft befördert [WW Haaseustein 4 Vogler, Hassel. «ine Erzieherin, ivcnn möglichst musikalisch, zur Beaufsichtigung der Schularbeiten von Lindern der höheren Töchterschule findet per 1. März oder 1 April c. angenehme SteUuug bei (V7ü »ar Coda Jan. in Ponn. 97U] ,>üi ein gebildetes junge« Mädchen» ,Judin)au«gut. Aamilie, «. Stellung al« Erzieh, gef. wes. Off. »nd. B. L.S1 an di« Annonc. Exped voirtug. Ak. Ssrneteln, Stettin. Kür mrinc lochter, durchaus ge j ivandt, welche da» Zuschneiden erlernt hat. einige Wenigkeit In brr englischen und französischen Sprach« besitzt, im Nleschäf« und Haushall mit vielem beschick thäiig ivar, suche ich zu loeitcrer Au*bildung eine Stelle, aus lliebalt wird »ich« reflertirt. s!»«l»s Die Exped. d. I gicbt Auskunft. -fön« Kindergärtnerin mit vortrefflichen Zeuguiffen versehen, seit mehreren Jahre» in einem angesehenen Hause mit Ertolg und An erkrnnung thillig, sucht zum l. April d.J. andenvritig Stellung. Anfragen ivollt man richten an Rabbiner Dr. Goldschmidt in ikolderg. ssvL ^47c) Weistig zurückgebliebene Linder finden angeni. Unterricht und gutc körprrl. Pfiegc bei «inrui iSr. Lehrer a. d. Lande. Näliere- »ub. A (I durch d. Exped. d. Bl._ linden Kost und pkullvAillk Logis bei -tosalte.Heinemann, _Magdeburg, lürorgenstr. -A.cHa.-weL, Verein zur Unterstützung hilftbedürstiger itraelitisch. Lehrer, Lehrer-Wittweu u. Waisen iu Deutschland. Einnahmen im Jannar IM4. a) Mitglieder«Beiträge r Bon Herren Metier in Peckelslirim, Blaudaum in Nesselröden, Straub ln Hamburg, Leermecstcr in Irechen, , Grünlhal in Hamburg, Mundheim in Hanim, Driesen in lauberbiichos* heim, NordhanS in Paderborn, Jleischhacker in Hiischbeig, Rabbiner De. Wolssohn in Slargard, Wegleiu in Demmelsdors, Levor i» Seesen. Landradbinervr.Buchholz in Eckdeu, Braudei» in Tessau, Braunschtveig in Memmingen, Ehrlich in Mutter stadt, wulkiud in Zierenberg, Hosch in Reisse, Hirschtamm in Jürth, Jondors in Erlangen, üirsch in Marktstest. Liepmann*sohn in Honi, Leb in Psungsiadl, Liffard iu Amöne bürg, Nalhan in Worms, Müller in Frankershausen, Oppenheim in Eoburg, Rosenwald in Iserlohn, Welsch in ktzrorgensgmiind, Wolfram in Edrlsdach, Schimmel in Ober ingelheim, Schnerb iu Merzig, Wepler in Jlob. Plant in Tetmold — je « Mark. d) Ehrenmitgliederdeiträge: Bon Herren Emil und OSear Ralheuau in Berlin. Heljt iu Blricherode, Pfifferling in Heudeber, Slebr. sxllniann in Ebelsdach — j« Mark. [!'«» e) Geschenke: Bon der iSr. Eultusgemeinde in Jiinh M. tl.U; L. T. St llie. hier flt. I»; PH. und L. Schiff hier M. dv; Schiff in New IM M. 4«; Straub in Hamduiz M. 4; Spener hier M. >»«! N. N. hier M. 4»; Iran Bl°» in Jlo« M. Id; Frau Bingen » lüenua M. 40; S. * H. Heller-»» in Ebelsdach M. 4; Laudrabbincr Vr. Hochslädier hier M. 4; .rcnmlic hlamburg hier M. 44; Iran Ae» barth hier M. 4V; Iran Loeioeniö hier M. I. <t) Zinsen: M. 744.05. Jrauksurl a. M., t». Jebrnar >8r0. Namen* der BeruMllung Adolf Tebläe. Jiir die „rSalataergingen ne« ein: Turch Herrn Lehrer Pli. Lev»» Heilt gen stadt gesammelt folgenden Religionsjchiilent: Simon u. Rjinna Hahn 0.3* *>. Aeichwister Lev» ll^) - Alexander und Siegfried Löwentbal . Ludiviqu.HugoOppenh>'im ".r>o - Osrar vlau« - Max Oppenheim 0.nlt - Hr-rmine Oppenheinier 0.3> . Iwan ttörunSfeld lt..<ll Summa abz. 30 Pf. Porto •< *' Bcranlwortlicher Redakteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. Berlag von Robert Jricse, Leipzig-

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