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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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DrMjschtMslhMlhH für die religiösen und soeialen Interessen, des Jndenthums. Masdrd«rg, LS. Derrmber 1884. XV. Jatzrg. «kchnlllch rrfAeiait |f dm Rn-imn kn <j»»8.a74»tf>ui kn JItallli** kT.lt»“ «.kn uCItt.tatsrklalt^* *. ■Kt« tlt «■> knl afuttnr kd «In ■dU.lmt i 8uM*i>kl«Mn 8 U.rk »IrrtrillkrlUk. |ht Knetet Zulnk.«: llhdlch U «Uri, u4 tni «»«U.kt: MTM. iS I., A» grd., «kl.. 4 X'brt). tUulaxMnm kn „8o<knfNrtir k M Bl., kn .rlimuiin.Bl.Nk' k Ik Bl. kn .F.Mllln Bl«llk k 10 Bl. r. verantwortlicher Rebacteur und Herausgeber: Rabbiner Br. Al. Aahruer in Magdeburg. r», Wstzrtzttt, Dicht nd Frl.lei! föt die .Israelitische E» ochensLrtst". wie siir das .Jüdische S1iterat»r»vlatt''. die NelngespaUene Melttzette oder deren Nan« 9o Wf, find entweder durch die Annoncen, -»"ilionen von O. X«. Daubt Sc Oo., ' RudolfMow. Sc , Voaltr u. A. oder otreet eintusenden an : Dt» IffibHtm Bi91ji»v«»iii Ws-cho«. schEtfl" in P«|lilrKr|. >d»««rM««ts'Vt«t«d««g. Lettesd« «rtteel, ttduard ». Hanmann und seine Juden freundschaft. (Schluß.) >««<«1,1« ««» a»er»sP»Nl»«zr« t Deutschland: Magdeburg. — Nu» Posen. — Stettin. — Nus Hessen. — vom Nledrrrheln. Lift erreich. Ungarn: Nu» Ungarn. — vostowt«. vermischt« ««» «»«»ft. Nachricht«« > vreslau. — BeulhenO. vchl. tlabian. — «eestemknde. — Mannheim. — ttratau. — Prag. — Poris. — Namsgat« Aaserat». — Briiffafte«. Wochen- Decemb. 1884. T«ww. 6845. Watender. P»AN»»«t«O . 2Ü 7 gwtttmt . . . Mi 8 O«NN«b»»P 27 » wn <«,»n) f*N8t«« . . 28 10 Fis«»«. WMttmt. . . 22 11 VtlMtl« . . 80 12 »MWBch . . 81 18 P»NN»»«|OG . Iso. 1 14 Adonne«en1o.G1nladnnß. Wachsttschdte»- ttztls« f»«vftztft»t, -«tzBOONch ««» i Nw Ntchß, «Ns»«« |MHln %nn* dt« »schtsettich» ich»»« A»»«N»iN»Nt« «Nf d»N s«ch»s»tz«t»N tN N«tNN»»«NO IN drtNO»«, I h»« N»N»N >l»tz» PO NP» »t«tz ««N d»N P»O- JlM»r«rNV>4l«M Ml #«Mlli#N> MrMMN4«t tzade«, Mlsetzttaf»»»«« In »«Os« »*»»« Imhn »letzt »a«a«tt»t mtnim, Pt» •««mMHmi. Eduard v. Hartwann nnd seine Judenfrenndschaft. (Vchiutzl. Hartman n will versöhnen; aber versöhnen Sätze wie z.B. ler folgend«: .Trotz der nationalen Beklemmung und Empfindlichkeit wegen einer überwuchernden stamme«' und glauben«. tden Geldaristokratie, trotz de« Mangel» an Achtung für innern Gesinnungtadel derselbrn, trotz der hinzukommrnden Aocriiantipalhie und volk»thümlichen Mißachtung gegen diese sich in ihrem Stamme-grfühl über da« WirthSvolk erhebende Arisioklatie würde doch die Mißgunst gegen die bevorzugte Lebenslage de« jüdischen Geldadel» nicht da« gegenwärtige Aah der Bitterkeit erreicht haben, wenn da« deutsche Volk fe Urderzrugung hätte, daß dieser Besitz durch redlich d. h. kiae nicht blo» mit den Gesetzen, sondern auch mit seiner Aolksmoral harmonireudr an und für sich produktive Arbeit moorben sei. Daß diese Ueberzeugung fehlt, daß vielmehr >>t Recht oder Unrecht die entgegengesetzte Meinung besteht, “• ist r«, wa« den Gerechtigkeitssinn de« Volke« am tiefsten ^rletzt und in der gesammten Judrnfrage die unangenehmste «»«plikation au«mocht." Dieser Sah ist stilistisch außerordentlichgewandt. Wiesgeschickt >«rd hier die Stimmung und Ueberzeugung einzelner anti» semitischer Krelsedem aa nzen dentschen Volke impniirt. Und doch sind selbst in dem nntiiemitisch am meisten dnrchwtihiien Berlin Mi Anden zum Veichvag «wählt worden, nnd man hat dasUr gesorgt, daß die Wähler «ner da» jtlbiM Vetenninis» der Vewerder nicht in Zweifel waren, Im ganzen Lunde ist der Andenhaß hanptsächlich noch zn betrachten al» rin Iktesidnnm an» der sseii. in welcher unsere Hanpischniv darin gesunden wurde, daß unsere Vorfahren, wie mai« annahni,Aelnn» gekreuzigt haben, wer weiß in« Lunde «net van den Paar Juden, die in iterti» aus Gumwiräder» fahren'? Hoitmann redet, at« habe jeder Jude mindcheu« einen eisernen Geldichrank. wenn da« deutsche Volt wirklich von den Juden so dächte, wir Hartman» annimmt, dann wäre c» rin ganz vergebliche» Bemühen bir Gemüthrr zu versöhnen Unser Todfeind kann un« nicht mehr schaden, al« Ed. v. Hartmann, u»ser Freund, der auf S. lvl die heutige bevorzugte Stellung de« Judenthum« und seine Aussicht auf lveiterr» Emporsteigen, auf jüdische» Geld zurückführt. Nein, e« waren die liberalen Idem, die da« Judenthum au« der Niedrigkeit emporgezogrn haben; in Frankreich erlangten sie die Gleichstellung, al« die Revolution mit dem alte» Regiment der Vorrechte undBorurtheilebrach; wie hat unsLcfstng inDeutschland, Macaulay in England gefördert'? Waren die Männer, die im vereinigten Landtag von 1847 für u»S einttaten, vom jüdischen Gelde gekauft oder geblendet? Die Emancipation der Juden war eine Forderung de« politischen Liberalismus, aus ihn allein ist e« zurückzuführrn. wenn da« heutige Judenthum eine bevorzugte Stellung gegen früher einnimmt; daß aber unsere Stellung überhaupt bevorzugt ist, auch gegenüber dem anderen Volke, ist rin Märchen, ersonnen, um unü zu erniedrigen und um un« au« der staatlichen und gesellschaftlichen Position herauszudräugm, welch« uns die Gerechtigkeit gewährt hat. .Stamme«- und glauben»frrmde Geldaristokratie" wie abstoßend sind diese Worte, jede Silbe fast ist wie eine thurmhohe Schranke, zwischen un« und da« deutsche Volk geschoben. Stammr«fremd in einer Zeit, wo die Nationalität die Hu-

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