Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 48* Megdekmrg, L7. November 1884. xv. iim. für die religiösen und soeialen Jntrreffen des Judenthums. ti'llratlt« rtlArtat |« flu» R» »»« In Hl,II»- ». *'* yilll»»»l»rll»H»". »n» 'IC «Ir Inl Bullt»» I" tOrn U»»l«in, ■ «,ckl»»II»»m> 8 Mftrk •Irrtrtllltl«. KU llrtclcf llltlkl U P«rt, Hl MH «»Ml»»»: II SR. il I., ■> Srrl., I «!>.. 4 t'latl). •tntrlnaaaina ln »w-ch-Hlchrltf I tft PI., Irl .MllnilLr.eiHlir k 16 »I. M .8»M»I,U.W«»G 6 IO «I. t - -* Bcrannoonttchir Wcbactntr und Hirautgibir: Rabbiner vr. M. Mahmer in Magdeburg. fii PMrttll, le«, ul lilitn! n - -■ I |tir»f «ti sg» »e .I»raeNt11che «echenickrtN'. 1 »te für da« .Jüdische BUttrttitTiBlatr, , die Netngesyaltene PeNtzeNe oder deren Ran« M Vf. fttib entweder durch die Annoncen- Expeditionen »on Q. L.Dtub« Sb Oo., RudolfMosM. XSaaMnatoln A Voilir u. *. oder d t r eet «tnsuienden an : Pia der ,t|«niilU. Dßsche«- Im >»W,dedN»G. | N N « 111 (rite nbe Wrtif«! i Roch einmal bk ißblldx «uffagung bet verbdltniffr* Volte« *um Wenfcben. von Rabb ner Dr. Ätoner, Vranbenburn a b. H. — Zur llolonilationlsrage Palästina'«. Bericht» «mb kr»rresp»«beu,eni Deutschlands Berlin. — Barn Rhein. — Veuthen O.<Schi. — Vleiwth. — Nus Hessen — Memel. Oesterreich Ungarn: Wien. — Krakau — Krakau. — Lemberg. Nu st I and: Horabno. — lurek. — Nie». vermischt« «mb Neueste Macdrirtileui Berlin. — Münster. — Hamburg. — Wie» baden. — Hiibebheim. — Pari«. — Pari«. — Rustlanb — Jelisawelhgrab. — Mo«kau. Inserate. Brtefkaste«. Roch einmal die jüdische «ufiassnng de« Verhältnisse« Gotte« zum Menschen. II. Der zweite Artikel de« Herrn vr. 8rotier-Brandenburg un ,Südd. SonntagSbl." (Nr. 44t lautet unter obiger Ueberichrrsi wie folgt: »Herr Würule versucht, meine, in Nr. 39 enthaltene. Aichiigstrllung seiner Angriffe auf den alltestamentarischen Solle«, und Sittlichkritsdegt iff zu bemängeln. »- In diesem tanzen Bersuch findet sich nicht ein einziger sachlicher Segengrund. Ein auch nur flüchtiger Vergleich seiner Aeußerunge» mit uieinen Beweisen zeigt wohl genügend, auf wessen Leite da» Streben nach Objeflivitdt vvrwaltet. Vollend« tubegreiflich — deß bin ich gewiß — toirb e« erscheinen, wenn Herr fiJörttle wähnt, daß unbegründete Behauptungen, wie die: .der christliche Gott ist der Volt der Liede, der jüdische der Gott der Rache und de« fortwährenden Grimme«- — nicht dazu angetba» seien, die Bermulhung de« Borurtheil« und de« Glauben«slolze« zu moecken Bei dieser Bnnerkung sehe ich entschiede» »an all und jeder bestimmte» Persönlichkeit ab. Wenn Herr W. öffentlich den .Rabbiner' in mir so stark betont, so erlaube ich mir zuvörderst, ihm unter »ielen gleiche» Kundgebungen namhafter christlicher Forscher einige Worte au« der soeben erschienene» .Jtritit d" revidirten Lutherdibelvon Or. dbiol. Moritz Schwalb, drediger an der St. Martini-Kirche zu Bremen, einem dn treisinnigsten christliche» Geistliche» der Gegenwart, »ozusührni. der in fraglicher Hinsicht mit dem .Radbinn- «hk»u übereinstimmt: »Die meisten dieser (.anstößigen") WAlen bezeugen sogar eine sehr edle, keusche Ge» Uonuna und enthalten sehr heilsame Lehren und Gedanken — nur nicht für Kinder und auch nicht für Fwuen. Wir wir nicht daran denken. Shakespeare'», MonsüPne'«. Moliäre's oder auch Stiller'» und Gälhe'« Werke » ihrer voilständigen Form unser» Heranwachsenden Sühnen AocheN- Novmbf. | KUilew. | INN«. 6646, I UMturiUg . S7 ii i ftlttM - - -!W Hl f omtalrKb ** »l ier <«,»*) turnt«« . . so 12 1 pu«t«g. . . Dec. 1 .3 | Illewat«« - - 2 14 1 WM»«ch . . S 15» j «bknd«: noöl 9*tmir«t«| . 4 i« | und Töchtern al« Lektüre zu empfehlen, trotz allem Guten und Ed ein, wa« wir auch in de» anstößigsten Blättern dieser großen Schriftsteller zu finden wissen tc. jc.“ (S. 33 und 34.) Sodann sehe ich mich veranlaßt, eine Erwiderung ans ein — übrigen» in recht liebenswürdigem Tone gehaltene» — Schreiben de« Herrn W. zu veröffentlichen und den gesch. Lesern u. A. da« Urtheil darüber anheimzugeben. wessen Stellung zur Bibel vernunftgemäßer und wissenschaftlicher ist, die de« »Rabbiner«' oder die de« .Freireligiöse»-. Die ged. Erwiderung (vom 17. Sept) lautete: .Für die gefällige Mittheilung, daß Sie meinen Artikel widerlegen wollen, bin ich Ihnen dankbar; ich hatte bereit» Herrn Redakteur vr. Gihr ersucht, jede Widerlegung, die sich in den Grenzen de« litterarischen Anstande« halte, ohne Weitere» in da» .Südd. Sonntag», blatt' aufzunehmen, worauf ich dieselbe — je nachdem — entweder gern öffentlich anerkennen oder anfechten würde. Ihre Notizen habe ich bemängeln zu müssen geglaubt. weil dieselben zum grüßten Theil wissenschaftlich unhaltbar, sodann weil sie geeignet sind. Juden uno Judenthum herabzuwürdigen und Glauben«stolz. Borurtheil und Haß zu »ähren. Die« haben Sie, so viel ich au« Ihrem Schreiben entnehme, keineswegs beabsichtigt; aber man kan» in der besten Absicht die bedenklichsten Ansichten entwickeln. Diese« mein Urtheil über Ihre Rotizeil steht erweislich nicht vereinzelt da. — Die .Pfaffen' aller Eonfefsione» können Sie wohl nicht mehr anwidern al« mich; und wenn Sie zu denselben auch die Laienpsaffen zählen, so sind wir Beide schon in einem sehr wichtigen Punkte einig. Die Ausdrücke .Reue Gotte«' und ähnliche sind im uneigentlichen (anthropopathischen bezw. anthropomor» 8histischen) Sinne »u nehmen, wie ick ja bereit« »ohne lmschweifebemerkte. Solche Ausdrücke kommen im Alten und im Reuen Testament allerdings häufig vor; aber