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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 34. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 34.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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U--4 -KtzOlt: Nfiteud« Wrtlfelt Cffmrr Sritf an Hfrru Pr»s. I. «IldeMfistcr „t Bonn. Bon l>r. Z. «oldschmidl, Bfprt« - Rabbi nk> in Wetldurg — T«4 IudilSu« Beeitttt» NN» N»kresp»ndeU,»N r TrulsLIand: Brrtln. Stettin. Au« dom Pofrn'sch-n. — Nu« brnt HaimSverlchen. — Stuttgart, ftranlrtld»: Pari« ikngla ad: London. Rußland: Warschau. — Riga. Btrniiftfetr ■«» menest« WadtriAte»: Magdeburg. — Düfiei^ Pot t. — Berlin. — Uob kn4. — An« drm RegierungObrzirt «stiel — Wien. — Ungarn. — Part«. — Pari«. — Bichy. — London. — Riftney Notogorod. — 3Ns«fau. — Kaser. Znseeat». Cffener Brief 11 Herr« Prof. I Gildemeifter i« Bo««. Bon I>r. I. Moldschmidt, Bewirt« Rabbiner in Neilburg. E». Wohlgeboren Werden, wie ich vorau«setze, verwundert fragen: Wer ist der Dr. Goldschmidt? — Habe ich Recht mit dieser Voraussetzung. dann haben Eir, Herr Professor, .. . Unrecht! Also Sie kennen mich dicht-' Gar nicht, nicht im Geringsten, weder persönlich noch drm Namen nach? Rn» denn: wenn Sie mich so ganz und gar nicht kennen, wie konnten Sie sich erlauben, mich, üffrnt» lrch. der Theilnahmr an einem höchst schändlichen Berdrechrn zu beschuldigen? sie kommen vom Regen de! Erstaunen« in die Traufe: 80 hätten Sir mich einer solchen Theilnahmr beschuldigt? — besetz: aber, Sir hätten da« gethon, ich wäre von Ihnen beschuldigt worden, an einem höchst schändlichen Verbrechen Theil genommen zu haben — lva« würde dann Ihre Frage: .^Wer ist der Dr. Goldschmidt-? bedeuten?-würden vir mit dieser Frage nicht den herbsten Borwurf gegen Ihren »echtssinn. gegen Ihre Wahrheitsliebe, dir schlimmsten Bedenken vgrn Ihr, Qualifikation, al« gerichtlicher Sachverständiger p> suugiren. mit eigenem Munde erheben? — Gewiss? — *«», e« ist wahr. Sie kennen mich nicht, ich kn,ne sie auch »icht, ich habe di« vor einige» Wochen nie etwa« von Ihnen ßhe» noch gehön und rbniso werden Sie auch von meinnn sei» nie kkuadr erhalten haben und Sie haben dennoch ^ir oben genannte Beschuldigung gegen mich erhoben. FmU loqnuntur! — Ein .System von Täuschungen-, um .Harm» losrEhristen im Dunkel zu erhalten-, ist da« nicht w> »höchst schändliche« Verbrechen-? — Ohne ^rtfil! Ein solche« .System von Täuschungennannten Sie e« am 6. Juni ». o. vor der Strafkammer de« König» lichett Landgerichte« zu Bonn, wenn .die Juden läugnen. Mochn»- August ,884. Ellul. 6644. Katender. $*mur*t«K Ü1 . ») | Bosch Chodescli. ftrattM - . . « 1 1 Ellul. r*MM«awk 23 2 OTSETC (J,4S) Perek 6. $****«« . . 24 3 |N*Kt«K. . . 26 4 Jimtai . . 26 6 Wtttwsch . 27 6 28 7! daß unter dem (rabbinisch-technischrn) Ausdrucke „Akum" > auch die Ehnstcn zu verstehen seien". Dies Gutachten l)aben j Sie nun unter detn Titel: .Der Schulchan Aruch und was > daran hängtveröffentlicht, mit Ainnerkunge« versehe» und l S-10 dieser Schrift zu dem zitirten .System von Täuichunarnsagen Sie in der Anmerkung 4: .Ein Stück dieser Artspielte am 8. Juni d. I. in Berlin, wo eine ganze Rabbiner- Versammlung glauben machen wollte, der Ausdruck „rea“ Genoß und .ger* Fremdling rc.umfaßte alle Menschen-. Sie beschuldigen also die Rabbinerversammlung in Berlin, .ein Stück System von Täuschungen gespieltzu haben — ein höchst schändliches Verbrechen! Ich habe! aber an dieser Rabbiner-Versammlung Theil genommen. Ich habe keine hervorragende Rolle da gespielt, aber ich l)abe an derselbe» TtM gcnoinme», habe die Resolution der Rabbiner-Brrsaminlunq mir unterschriebe». Sir kennen ohne Zweifel alle die Radbincn. die bei dieser Versammlung waren, dir Sir in solcher Weise beschuldigen. ES wäre ja schrecklich, zum Verzweifeln an aller Wahrhaftigkeit, wenn ein Mann wie Sie, Herr Professor, eine Beschuldigung gegen Männer schleuderte, dir er nicht kennt. Aber von einem der Theilnehmer habe ich Grund anzunehmen, daß Sie ihn nicht kennen, nämlich: den Dr. Goldschmidt in Weilbura. den Schreiber diese« Briefean Sie. Herr Professor. Wagen Sie r« noch zu fragen: Wer ist der Dr. Goldschmidt? Sie kennen alter außer mir. wie ich zirmlicki sicher weiß, noch viele andere Theilnehmer an der genannten Rabbiner. Versammlung nicht! Sie kennen überhaupt von den nahezu 70 Thrilnrhmern der Rabbiner.Bersammlung kaum ein Halbe- Dutzend. Was ist aber da» Gutachten eine« Mannewerth. der über etwa 00 Rabbiner, die er absolut nicht kennt, die Beschuldigung auösprenat. sie spielten mit an einem Stück .System der Täuschungen-? --- Run. e« ist gerade so viel werth, al« e« thatsächlich werth ist! In Ihrem ganzen Gutachten ist kaum ei» einziger Satz, von dem man sagen könnte, daß er so, wie I er da steht, wirklich richtig sei. —

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