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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 29. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 29.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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29. Ma-d-Imrz IV. Knli 1884. XV. Jahrs. srMjschtUojisMchrjst für die religiösen und socialen Jntereffen des Judenthums. «K tttBtntll* ffldrtat K Hm «»muT krf »«cheffMets»" M jaalllia- ,»»«- «.km u|h|*#».t«»H.»».“. , li,i, ui «a« fcrtl gjfBnar kct Um fuimirm Il , S Muk »luirtjlktll*. Ifhi mtclti ^ub,k«i»«: tttrttf U Wut. 1 H. d» MW. it *., to gtr«., » MIh « t.l.r*). kn .Wml4rttr k ■» PI.. k<« .VlllmIUI.Buna* k 1» PI. Brran«»» etlicher Rtbactrur und Hrraudgeixr: Rabbiner Ir. Ak. Htahmer in Magdeburg. Jlt »Itzetzitt. »echt ul Jrittti! lantal« Mt klt .3lr«cttlM4< W,q»«I.r11t-, «Ni tut ü«. .;nrii<ar «iiut.iut.eiaii*. kt. H,lnul»«luru f rllltfllt .ktt kttrn Mt um M Mf. (Ink intmiktt kutd) kl« nmwnccn. «,«III.tun ««n Qk. L.D.ub. dB da, udolf Moh«, H«M.n«tdn dB Voflu u. «. «krt olt»cl «tiiiulriikrn «n : |bl«|Mkttln kitijimiUi. W«>ch»M. IW*W ta |!a«kik«t|. Juli. 1884. Tammtu. 5044. 17 94 fnltii. . . 18 95 »roa«krKk 19 90 90 97 PUntB«. . . 91 98 9u«BtM . . 99 91» PllttkBB») . . 98 1 P*mnr«t«| . 94 9 IHttNtor Arttkelr Die Crbnt «nai B'ttih. von eine« .«n, «eich-. — ilonsereiri ieraeliNscher Lehrer vom Rhetnland-Vest« Inlen, am l. und 2. Juni 1884 in Dutedurg. (Lchluh.i rieht» und <r.rr«su»u»«»j>»u: Deutschland: veulden L-E. — Itidtng. — «ad Niisln-en. — Hamburg. — Mannheim, tesierreich.Ungarn: Uratau. England: London. Serbien. Rußland: Ruhiand. ntseht« und neuest« Nachriehten: «reelau. — Noihenburg a. d. I. — Galizien. — Ungarn. — Parle. — Pari«. — «rüflel. — Peirredurg. — Moetau. — ilixrion. — Nu» dioworopek. — Michaloio«. — Tchumip. — -iiesin. — Nown». — rschernigovka. — «akau. — Snnirna. — vashingion. — Tunte. — New-stort. — lInserat«. — «riefeasten. Aalender. *5001 mCÖ (•) Parole I. S,tim.n6*flnlfuitutm. RtMch ChodMch Aw. Der Crben B'nai B'rith. «»N einem ,«en V'riih'. Mono: Mein Bund — zum wahren Leben und zur hehren Harmonie. (Mal. 9,6J it» sind mehr denn zwei Jahre vergangen, seit der unlabhangigr Orden der »B'nai B'rith' von Amerika nach iDeuijchland verpflanzt worden; gleichwohl ist unter unseren i8laubc»»genossen noch wenig Kenntniß über diesen Bund Ivcrbrcitet. Selbst die jüdischen Zeitschriften haben nur in Ivernnzelten Füllen von der Existenz dieser jüdischen Ber- Irmigung Rotiz genommen. Einige Mittheilungen über die |8’nai B'rith.Logen dürsten daher wohl am Platze sein. Zu den Gesellschaften, die au» den, Bedürfniß entstanden Ismd, im abgeschlossenen Kreise humanistische Ideen zu pflegen Iilnd diese immer mehr zur allgemeinen Herrschaft in die ^Menschheit hineinzutragen, gehört auch der Orden B'nai B'rith. Der Bund zählt ca. 350 Tochterlogen mit mehr al» 125.000 Mitgliedern. In Deutschland bestehen 5 Logen: zu Beuthen O.-Schl., Halle a. S., Kattowitz je eine, |#nb in Berlin zwei. Wenngleich jährlich Hunderttausend« von Mark seiten» I de« Orden» an Hilf»bedürftige vertheilt werden, so liegt doch Ider Schwerpunkt de» Bunde» nicht in diesem sichtbaren, I materiellm Gewinn, welcher solchen Angehörigen zufließt, der I Hauptvortheil. den der Orden der B'nai B'rith seinen Mit» Igliedern bietet, ist und bleibt geistiger Natur; und nur Ider prattisch« Blick der Begründer hat bei Organisirung de« I Orden» die materiellen Bedürfnisse de» Menschen nicht ganz | unberücksichtigt lasten wollen. Bor Allem will der Orden jeden Zweig au» dem Hause 2acob» zur höchsten Höh« der Sittlichkeit erheben, er will den Eharactrr de« Menschen veredeln, ihn a»spon«en Gute» zu thun, seinen Geist aufklärrn und den Kreis seiner Neigung zum Edlen erweitern, mit einem Worte: Der Hauptzweck de« Orden» ist: die sittliche Veredelung unserer Glauben«brüder. Wer wollte indeß leugnen, daß in der praktischen Ausübung der Mildthätigkeit und in der uneigennützigen Unter« stützung der Kranken und Nothleidenden, wozu der Orden seine Bekenner ernstlich verpflichtet und worin derselbe eine Hauptaufgabe seiner Thätigkeit zur Herbeiführung glücklicher Zustände unserer Glaubensgenossen erblickt, nicht selbst rin mächtiger Hebel liegt, der sowohl auf den Geber, al» auf den Empfänger sittlich hebend einwirkt? Bildet ja der Mensch den wunderbaren Bereinigungspunkt de« Idealen und Realen, von deren harmonischer Wechselwirkung sein geistige» und leibliche» Gedeihen abhängt. Die B'nai-B'rith erstreben den Triumph der Mildthätigkeit und Nächstenliebe; sie suchen menschliche Gebrechen zu heben oder doch zu lindern, da» Gemüth für alle» Edle, Schöne und Wahre empfänglich zu machen, die Seele von den ihr anhaftenden Schlacken der Selbstsucht zu läutern, sowie dem Geiste den Werth und die Aufgabe eine» menschenwürdigen Dasein» einzuprägen. — Bei der Aufnahme in den Orden verlangt man von dem Eandidaten weder Reichthum noch Rang, aber einen durchaus ehrenhaften Eharacter und oen wahren inneren Trieb, da» werden zu wolle», wozu ihn der Orden B'nai B'rith zu bilden sich bestrebt. Alle» Uebrige ist mehr oder weniger Nebensache, ebenso wie die rel ig iöse Richtung de» Einzelnen, womit der Orden nicht» zu schaffen hat; sind^ ja doch alle in diese» Gebiet einschlagende, sowie

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