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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 26. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 26.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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194 — Schriftstück alt durch dies« Wandlung seiner Grundsätze und diese rabbinische Entscheidung für hinfällig. Berlin, im Ijar 5644. Rabbiner Dr. A»ra«t Hllde»tzei««r.' Hierauf erhielten wir die nachfolgende Lrwiderang von Herrn Bezirksrabbiner vr. Goldschmidt: Weil bürg, 15. Juni. Sehr geehrter Herr Redakteur! Bezüglich der in Nr. 43 de» „Israelit" und Nr. 22 der „Jüdischen Presse" enthaltenen „Erklärung" de« Herrn Rabbincrt Or. Israel Hildethenner habe ich an die genannten Blätter folgende thatsächliche Berichtigung ringesandt. um deren Veröffentlichung ich auch Sie hiermit hüflichst ersuche. 1. Line „Verantwortung" de» .Herrn Rabbiner Or. Israel Hildesheimer für meine nmin, der er sich „zu entsagen" bemüßigt sah, existirt in meiner gegenwärtigen Stellung gar nicht. Kaum '/* meiner Gemeinde kannte de» Name» vr. Hilde»l>eiinrr früher als mich: '/, ctiva lernte diesen Name» durch mich kennen, und '/, kennt den Name» vr. Hildesheimer auch heute noch nicht. Lies kann auf Verlangen vom hiesigen Vorstand amtlich bescheinigt werden. 2. Es ist nicht wahr, daß ich den nc'N der Orgel negirt habe, nur eine „besondere Bedeutung" habe ich ihr abgesprochen, seitdem sie nicht mehr „in negativer Richtung der Anfang zu cinem unabsehbare» Ende" ist. Im Gegen - theilc sagte ich ausdrücklich, daß „ich nie die Einführung einer Orgel veranlassen" ivürdc. 3. Seit mehr als 9 Jahren bin ich als Rabbiner. Prc» diger und Rcligiowslchrer, und seit mehr als 3 Jahren als staatlicher Rcligions- Schulinspector im Amte. Ich frage: BTKP^öWre? Wer hat Herrn Rabbiner vr. Israel Hildesheimer die Eompcrrnz zu einem DiSziplinar-Perfahrcn gegen einen Mann gegeben, der seit fast 10 Jahren nicht mehr sein Schüler, sonder» sein — E o llcgc, und als Schulinspector ihm sogar »och „über" ist? 4. Terrorismus ist nicht der rechte Weg. abweichende Ansichten zu bekämpfen. Ausichtcn müssen widerlegt, nicht geknebelt werden. Zur Vogelscheuche (!) aber sollte ein Familienvater, folllen zarte Kinder im Alter von 3 Monaten bis zu 6 Jahre» doch ein zu edles Material sein. Ob derjenige, der gesprochen: 'ZK slZN '2 TIS01P1, nicht lieber Orgcltönc in den Synagogen, als da» Jammergeschrei hungernder Kinder hört, dürfte doch nicht mit so viel Recht zu negüen sein, als die „besondere Bedeutung" der Orgelfrage. — Zwar ,-creP n2OTt qvSx. aber onaCTl CHX ,-Tj—iS. Ich kann leider meiner obigen Frage die Fortsetzung folgen lassen: ivlK nn* remPn? Umsomehr alt ich nicht Derjenige, der zuerst die Hand erhoben, sondern der Angegriffene, der Angefallenr, bin. 5. Ich besitze gar kein Schriftstück vom Rabbiner vr. Israel Hildesheimer. Ich besitze ein gedrucktes Rabbiner-Diplom mit dem Jnsiegel: „Rabbiner- Seminar zu Berlin". Herr vr. Hildesheimer hat allerdings die» Diplom als derzeitiger Rector mitgezeichnet") Kann aber ein Direktor» der im Namen einer Anstalt zeichnet, *) Herr Dr. woidschmidi hat un« dasselbe zur Einsicht etngesandi, wir glaube» kein« JndtScreNon zu begehen, tvenn wir da« in mehr al« einer Beziehung interessante, für Herr» Dr. ltoidschmidt « talmudische di« Dokumente dieser Anstalt auf eigene Faust ,sj hinfällig" erklären? Würde Herr Professor Haetel, der Promotions-Diplom als Dekan gezeichnet hat. jemals die Idee kommen, die» Diplom „für hinfällig" zu erklär, falls ich etiva als Gegner seiner «Affen-Theorie" össn lich austräte? Das könnte er nicht, da» könnte dir Fakultät nicht, da« könnte nur durch einen competente» f*| richtShos geschehen. Herr vr. Israel Hildesheimer ist ah in dieser Sache um so weniger rin kompetenter Gerichts als er in Einer Person Staa «»anwalt und Richu, vertritt, al» er vor seiner Urtheilsfallung mir keine» thridiger gestellt, ja — mich nicht einmal gehört hej Man wird die» unglaublich finden; aber r» ist wahr: er mich nicht einmal gehört, bevor er eine in das ga,!j Glück einer Familie so tief rinzuschneidcn rechnete „Erklärung" in die Ocffrntlichkrit sandte. — 3h selbst, wen» er alle diese Voraussetzungen alle» Rechts mul hätte, wäre er auch nicht im Stande, rin amtlich^ Dokument der von ihm vertretenen Anstalt <1 mir nicht», dir nicht» „für hinfällig" zu erklär^ So ein Kinderspiel sind nun amtliche Documentc doch ,»h Also Erklärung gegen Erklärung: Ich besitze ein Rabbis Diplom, eine n*nm mm. mit dem Jnsiegel „Rabbuis Seminar zu Berlin", >» schöner. deutlich leserlicher, bla, Farbe, und so lange die» Jnsiegel nicht verwischt oder ui gezaubert wird, soll nur kein Mensch der Welt — am wei^ ste» lvegrn einer MrinungS - Differenz — dies Diplom hinfällig erklären, und wäre es zehnmal Rabbiner vr. Hildest)eimer! Da» erkläre ich. ich. der ich zum Uebenlo übrigen» »och einige andere nxren runm besitze! Bczirksrabbincr vr. Israel Goldschmidtj Heute, am 24.. erhielte» wir noch folgende Zuschrift Herrn Or. Goldschmidt: Weil bürg, 23. Juni. Die „Iüd. Presse" und „Israelit" hal>en in ihren: letzten Nr. die von mir iM zugesandte .Thatsächl,cl>e Berichtigung" in rühren^ llcbereinstiminung wörtlich gleichlautend zugesch»>i:!s iSelebrsamteit böchsi ehrenvolle „sd)rittflit(f* hier zu« Abdruck l>::: ik» lautrt wSnlich: vre ncp aPBiern -ip*n Ta^n nri nS» rexa pve ninSr bv npr nro pxaix n;iaa BTacrnw t* inmeaareoniBai a*pnare arean "rarer vavnn cnxoüjsrx pp 2 nrem C2 Sr tcw rrea dtöS" -reco "pn BW nrx -rram ow nav '2 ne 'Sw nspn tw nsoü *pui NB3 treSs npn 2"7» rer arein cnonr onp' oninaS -an raarS a: *H nareP pre rmnv Sbt nenn rcrem ai Pbbj n-nn." l D'poifii cren 'pQ72i mären are inna 'na x«ri rnr. --Px 'nnvc® 'picxS naaS PpweP smr tt tra ■n mx ncx arxre reipaa nuaS nre S? nnrei roia Kn:*i .reir Sani ns Paa mrxa nxrenn masa nasP ma vranx p Ps inaam na-np inx-m r» Pr n; . :pr i'T ,nv mr piPi rr Z M pna pna rrm tt -pna nPpn xxn xPv wbJ re nr rnmnn 'Sire nss tt Sire ">ai P21 ntr* : renm mim vrea Pr nPra nPra nrrn n^ix nxrnre' na D'poivrn mim maaP -lanan re :pßP nSin pre ia r pSrra pp ne Unierlchrist de» Lieget de« Rabbtner-Lcmcw Rabbiner« Dr. J«r. H>Ide«heimcr. zu Berlin.

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