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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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WM> iiiwii.i'Ji Ma-deimr-, 19» K«ni 1884. , XV.Iihr,. lsMÜlschtWochMchrist fiir die religiösen und sorialen Jntereffen des Judenthums. »rikrniuch nlchriiu t» «tut ktuaarr kr» T _M.4»arÄrlft~ kr« „famtltrakl.ll»“ ».kr« jJlltt»»a*a»HaH*". fr«, ’»r «Ut kr»l »Idtkrir krt «Drn »eMailmt I» I>u»k»»kl.»»r» Q M&rk •irrtrlltk'IKt. . Ipit klrrclrr ,guW«k»«»: likrtM 14 Part, 1 u« kr» Ä»«l4»kr: 16 Mt. iS 60 ßrc»., «kl . 4 X.l.r«). I I fvurlnumatTB kn .H^ml4rtll* k 66 HI., kr« ,»!I»rr«Ii.r.v>i»I«' k 1k VI. Verantwortlicher Rrdaclrur unl> Herausgeber: 7--—j —, fnrtvat* fftr d>e .3 r «1111M <b t ESoche«sck»r»1r*. rt% t t . tk «IM ^4 a «.Ytt C r 1 mit für Io« tHttrraitir«Qlatt*, Raobmcr Dr. M. »aymer m Maadebura. ,»»ki,m,ri»»nrnr,«„„11, »kn bm» «»>>» ® ~ n n! » »f. Im« rnmitkrr durch klr «imonrtn.! Onrttttonm een GK L.D«ub« 6c Oo., Rudolf Mo«., Kautiuttln Sb Vo.1« u. 6. .krr k I r rct ciiiiulrnbrit »n : PI» l«k»ttln k.r .jimSII. 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Mit »er nächsten Nummer schlirsit da« »weiteQuartal. Sir erinnern nnser« geehrten Abonnenten, das Abonrmeut «nndlichft dem 25. d. MtS. bei der «off erteuer» zu w»Ue«, damit in der Zusendung keine Unter» yrechung eintrrte. Die Slprditiou. ber Schulchan Aruch vor dem Landgericht in Von«. Unter dieser Ucberschrift bringt die uns übersandte ^Tricrische LandeSzeitung" an der Spitze der dirSwöchentlichen lionlagsnummer folgenden Leitartikel, der — wie man u»S l!>eilr — sehr geeignet ist. den GährungSstoff de» Juden» osses in der dortigen Gegend anzurrgen, und daS friedliche nale Verhältniß zwischen der jüdischen und christlichen Beölkerung zu trüben, falls der Inhalt des sensationellen Ar» |W nicht eine gründliche Widerlegung finden sollte.*) Derselbe (unter Hinweglassung de» in vor. Nr. unter „Sonn“ trit» mitgethrilten Sachverhalt«) wörtlich wie folgt: »Am Freitag, 6. d. MtS. wurde vor dem Landgerichte in >n eine Sache »erhandelt, welche um so mehr Aufsehen eigen wird. al» bei derselben ein neues abfällige» Urtheil über das fische Gesetzbuch »Schulchan Aruch" und zwar von einem c gefällt wurde, welcher in den orientalischen Wissenallen al» eine der ersten Autoritäten gilt. Herr vr. Gilde» leister. Profesior an der Universität zu Bonn, war *• tkine gründlichere Widerlegung aller deraNigrn Angriffe aus drn hulchan Aruch, al» in den Arlikeln unsere» fleißigen und scharfsinnigen iitorbcitcr*, Herrn Dr. Lewin, im »Lineratmbla»“ über ^Zuftu«' gudruspirgeldürft« «» sobald nicht geben. Diese Artikel erscheinen demnächst f* besondere, zur Verbreitung geeignete, Brochüre. (Red.) nämlich von der königlich«» Staatsanwaltschaft geladen worlien, um als Sachversländiger sein Urlheil über den Schulchan Aruch abzugeben. Um die Person des Sachverständigen zu charakterisircn, bemerken wir blo«, dag Herr Prozessor Gildcmeister Protestant, lieberal und Mitverfasser der Brochüre: »Der heilige Rock zu Trier und 100 andere unglnähte Röckeist. (Folgt der Sachverhalt.) »Dem von drr königl. Staatsanwaltschaft geladenen Sachverständigen 0r. Gildemeister war aufgcgeben, sich übefolgende drei Fragen vorzugsweise zu verbreiten: 1. ob der Schulchan Aruch dasjenige Gesetzbuch sei. welche« bei drn Juden Gesetzeskraft habe. 2. ob dieCitate der .Jsaakiadr" wörtlich oder dem Hauptsinne nach im Schulchan Aruch enthalten seien, 3. ob der Schulchan Aruch im höchsten Sinne autoritative straft bei den Juden habe. Herr Professor Gildemeister verbreitete sich in einem langen, an dir anderthalb Stunden dauernden interessanten Lortrage über die ihm vsrgelegten Fragen. (Wir folgen dem Referate der liberalen »Bonner Zeitung".) Zunächst gab er eine litterarhist »rische Entstehungsgeschichte d«S Talmud, dessen erster Theil, die sog. Mischna, etwa 300 (?) n. Ehr. entstanden sei, und welche letziere aus der Fiktion beruht hätte, als seien diese Gesetze Mose» schon auf dem Berge Sinai gegeben worden. Die Mischna sei sodann in der Form von Disputationen weiter gebildet worden und um da- Jahr 600 (?) habe man ein neue« Corpus von 12 Bänden gehabt. Weil darin aber Vieles enthalten sei, was praktisch ganz undurchführbar war. und anxrerseitS da» Bedürfnih sich l-eranSgestellt hatte, die Sätze deS Tc.lmud ohne Motive und Diskussionen zu haben, so habe MaimonideS ein neues Buch geschrieben, welches aber wiederum

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