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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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« 22. Wasdtdnrg, 2». |lai 1884. XV. ladt«. für die religiösen und soeinlen Jntereffen des Judenthnms. laaatllaatvtarntlia rrtaHnl K rtar Kul „MaBiaraitirt“ Bar Bla»»#" |t,ii tm «Bt Bral pflmav ui »Bn, VatUatrra «u4Ba«U»nim B Muk •IrrlrlllBilta. .1 tlriiln;|u|f nB««a: jlBflKt II Matt, M* »ra «aala«Bt: I« Brf. >a ll„ « 3tcl. ■ RU.. 4 taian). •utrlKuaMm Btt »Wachtnlchtlll* k WB Ol.. Ul .VllUralur.(Haiti* k I» Ol, veranlworlllcher Redakteur und Herausgeber: Rabbiner Vr. M. Pahmer in Magdeburg. Jlr DBtzktzeN, Dicht ul ftitliat » -? I /|ar*(at* Mt » « .311 a r 11111 a » (sachtnIa, r 111*. 1 alt IUt lal .anBIIAr illilttaiat.eiall*. i Bit nrlnacliallrnr Otlll|tllt oBtt Bttrn Raum R5 Bf. lind tnlwtdtt durch Bit Annanktn. «rntdlllantn van Ol. L. Dauba Sb Oo-, RudolfMoaaa, Haaaanatain St Voalat u. n. adtr dl 11(I fliiiulrnBrn an : Pia («aaBtttaa da» .jiiaraatit. DPachaalIRrtf»" la Maadada», *- Hmhalli etteudir Vettkelr;ium ,>fit der Cfffitbanmg. — Hin Wort fübrrr der Cnb»t>»jfif über den Talmud, (Sdtlufc.) «erlebt» und Marrespaudeuzeu t Deutschland: Magdeburg. — ^kochen- Uai. 188«. Siwan. IUS44. Kalender. ,ann. ata, . 211 Kniw T»wachilin. Prandrndurg a. d. H. — Hamburg — Rotenburg a. d. Iulda. — Ltodschü«. Feelta, . . . »> •i Hchowaaoi 1. Tau <•-•) kefterrelch» Unga rn: diu» cttaltjien. — Pillen. Kan »abend 31 7t n n n («ä) ttusiland: dlu» Petersburg. — Petersburg. — Warschau, Aanata, . . Juni 1 «ermlsebte und neueste 9tad)rld>trnt stranksnn a. M. — lksnig» Marita,. . . 2 » derg. — ttllafc. — ltllasr, — Wien — Pest. — Aranlrrich. — Pari». — Part». — London — Madrid. — Italien. — Monaceo. — Dteiiata, . . .1 10 dllgter. — Moskau, — Przerurn, — Marocca. Mtttuaach . . 4 11 juseratr. — Briefkasten. Vanneeata, . 12 L«m Aefte der vftenbarung. Wenn r» rin Fest girbt uulrr drn Frstrn de« Jahre«, n wrlchrm nicht bloS Israel, sondern dir ganze gesittete ümfdilKit in heiligster Brgristernng ri» Halleluja de« Danke« n grmrinsamrn Chore anstimmrn sollte zum Lobt und ‘reife de« Herrn, de« iveisen Crzirher« de« Menschengeschlecht«, > wäre,- e« da« Fest, da« eingesetzt ist zur Feier jene« wig denk- und dankwürdigrn. menschenbrglückrnden Errigisie». da vom Sinai herab die „zehn Worte" verkündet mrden, welche die Grundpfeiler der sittlichen Welt gnvorden, ie Wurzeln, au« welchen der Baum sittlich-religiösen Leben« mporgewachsrn. unter dessen Schatten die Menschen alle seil und Wohlfahrt finden sollen. Allein, obwohl der Inhalt der sinaiti>chen Offenbarung in heiliger Besitz der grsammtrn sittlich-gläubigen Menschheit morden, so ist e» doch nur da« kleine I«rael, da», wie e« amal« vor bald vierchalb Jahrtausenden allein am Sinai and und in den Ruf der Begeisterung au«brach: Alle«, wa« er Herr, gesprochen, wollen wir thun und befolgen I — auch futf noch allein jenem welterschütternden Creigniß ein ankbarr« Andenken weiht an seinem Feste der Offenbarung, nd ob auch Jahrtausende liegen zwischen Jetzt und jenem oge. da Israel eingesetzt worden zum Q'uS *'33 „zum Verkünder der göttlichen Lehren an die Völker" und ob auch er Quell, der auf de« Sinai bescheidener Höhe entsprungen, llmählich zum gewalttgen Strome angrwachsen ist. der seinen aus durch die Weltgeschichte genommen. ihren Boden beachtend mit den Wassern der Gotte«erkrnntnib und den Lehren rr Liebe und Humanität so ist J-rarl« Sendung doch »ch nicht erloschen, denn die Nacht de« Irrwahn« fft »och nicht geschwunden, und da« Reich der Menschenliebe und de« Frieden« »och nicht angebrochen; ja mehr denn je mahnen die trüben Ereignisse der Zeitgeschichte daran, dag Bosheit und Vcrfolgungssucht, Haß und Neid, absichtliche» Verkennen der Wuhrh-lr und mittelalterliche Barbarei noch vielfach um uns her herrschen. Wir führen als neueste« Beispiel die Vorgänge in Rumänien an. Die beiden von dort un« zugegangenen Berichte illustriren am besten da« wa« man heutzutage .prciktische« Christenthum" nennt. Itutarefi. Die „Bukarcstcr Zeitung" vom 2l. Mai bringt an ihrer Spitze folgenden Leitartikel: „Da« Gesetz, welche» drn ambulante» Handel verbietet, ist in Kraft getreten und die Thätigkeit nicht nur Derjenigen, welche ihre Maaren von Hau« zu Hau« trugen, sondern auch jener Personen, welche dieselben aus festen Standplätze», unter Harslhorrn, in Gängen oder Buden frilbvtrn, wurde ringe» stclli. Wohl wußten alle diese Händler schon seil 2 Monaten, welcher harte Schlag ihnen drohte, allein sie hoffte» noch imirrr, daß man bei der Ausführung dieses Gesetze« human Vorgehen, will sagen, daß man sich an compctenter Stelle entschließen werde drn Termin der Jnkrastlretung desselben auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, um e« den Betrofenen zu ermöglichen, sich nach und nach eine andere Existenz zu suche». Man glaubte die« um so mehr erwarten zu dürfen, al« e« ja bekanntlich auch solchen Menschen, die eine, höheren Bildungsgrad aufweisen, und selbst wenn sie ein bestimmtes Fach innehaben, nicht immer leicht wird, ihr For kommen zu finden, geschweige den Leuten, die nicht« gelern! haben und die auch schon zu alt sind, um noch etwas ftlritot zu können. In der Voraussetzung einer weiteren Vertagung der Jnkrafttretung de« envähntcn Gesetze« hat mar sich jedoch getäuscht, die draconischen Bestimmungen drss.'lbcn wurden vielmehr im ganzen Lande mit der größten Str.'nge durchgeführt und nahezu 20,000 Menschen, darunter

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