Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 15 (1884)
- Issue
- 15. Jahrgang Nᵒ 19.
- Date
- 1884-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Mm,treibt bir Frechheit so torit, Gespräche. die rr mit Hn <tütiiftKt brt wolosyner Jeschiba gehabt haben will. M »>n öffentliche». wobei rr natürlich dem Rabbi schauderhafte« ■ruß den Mund legt. Hoffentlich wird der Mensch bald Meiillich l'iiflfti grsiraft. ■ V,1er»t»rß. .HamelizukuiiI in sel,r ernslrm lone U, Aufnahmr der hoffnungsvolle» Gerüchte. al« ob der Inn» mehrere de» Juden günstige Entscheidungen getroffen Ib< Ptelmehr sprich« rr die Befürchtung an», das, diese Irnichtr vv» Antisnnite» in'» Publikum grrovrsen werden. In die öffentliche Meinung auizuregen und hierdurch vielleicht »ne» l,uck aus die Senaisdefchlüsse zu llnguntten dek Juden IiKizusührrn. E» ist bisher vom Senate »och Picht» mehr Rn,n>,d»ri worben, als die vorläufige Siftirnng der Aus» Inbuiig der Dorfinden und d.e Anfrage an de» Gouverneur »renirleii. von »velchen Bnveggründen rr zu foliher Anordnung »ranlaftt worden ist, sowie der Befehl an denselben, binnen I» Inge» zu berichten. iveshald dieser Sniailnfchlus, »> Mschernigvw nicht beachtet wird! — Hin Schreil>en fint» ■ühhmrte au» dem Bezirke Pulraiva schildert, in» ivelchem ■cIh-imutlK die Bauern, und zumal Starosten und Schreiber Kr inila ilmni ivohnende» Juden behandeln und wie selbst W>»hlrnl>rsivrr allen Schimpf und alle Erniedrigungen ruhig Iniiiehmen — um mir n cht ausgetrirbe» zu iverden! Die liKfuirr aus Palästina, die freilich nur in buntfarbiger Lchildrrung dessen was fein kann und iverden soll, aber in Iiübteligcr Darstellung dessen, ivas ist. bef«rl»e» — finden Iiiui den l^equällen leider iminer mehr willige Hörer! I vermischte und neueste Nachrichten. I ckslsek, l. Mai. Um die hiesige Landrabbinerstelle sind »n und etliche Bcivcrbungen ringegangen. Es sind zunächst |u Prvbepredigten ringrladen: Herr Rabbiner vr. Kroner, tlicmaliger Landrabbiner von Lachsen Weimar, jcht Rabbiner in Eriuri. sodann HerrSeminardircktor Rabbiner Or. Prager I» Hannover u. Andere. I Mordßause», .10. April. iOr.-Eorr.) (Gegenüber der i^ehaupiung des .Vaterland- >» Wie», das, 0r. Ignatz Kura»da nicht dercchtigt war. den Doetortitel zu führen, in» ich in der Vage folgendes, an mich gerichtete Schreibe» des zeitigen DecanS der Philosoph. Fakultät in Leipzig m,«„»heilen. Dr. S. Grlbhau». Rabbiner. .Ignatz Kura »da hat hier in Leipzig promvvirt am 28. Juni 1804 und zwar mit der Dissertation: .Die letzten Habsbnrger^der enlen Ferdinandei'schen Linie. - I Z»» WSrttemderg, 4. Mai. (Or.-Eorr.) Einen wahren fvickäunoh huchem hat der in Rr. 10 des .Südd. Sonn» lagsbl.- aus Rr. 2 Ihres .Litt.-Bl.- vollinhaltlich abgedruckte Aufsatz .Postskriptde» Herrn Rabb. vr. Kroneriisiaiidenburg hier in weite» Kreise» bewirkt. Der rühmlich lekannir Red>ieicur des Sonntagbl., Herr vr. Johannes Gihr, bfiichtcr in seine» einleitenden Bkinrrku»gen dem .Pvstscriptwll und ganz bei. Run könnte man freilich sagen, daß sich >a» bei der et>e»so streng wissenschaftlichen wie pietätvolle» Fassung de« .Postscrip«- und bei der Ausgabe, die sich da« ronniagsbl. als .Eentral-Organ für dir Interessen der Äkistes- und Gewissensfreiheit, der Humanität und Toleranz* lesiell«, von selbst verstehe. Aber wie ivenige Blätter, die ich eine ähnliche Irndenz zuschreiden, bckunden dieselbe heut» juiagr so unentwegt wie da» Lonntagsblatt! Eharakteristisch, 'bei sagen wir geradezu charaktervoll, erscheint au« nahe, legendem Grunde im Sonntagsblatt auch die volle -urUrnangabe. (Wir bitten gewisse Redactcurc, dirjem ^ispiele zu folgen. Red.) M««cP. Der jüngst verstorbene Präsident de« hiesigen »r. Eonsistoriums har testamentarisch 40v0vFrc«. (32000 Mk.) um Bau eine« isr. Hospitalrs hier, und verschiedene ^schenke der Gemeinde Metz hinterlassen. (Arch. Isr.) Madrid. Hier hat sich faktisch ein Schachet, Namen« "ppel. niedergelassen. ^lkßler. Da» gehässige Verhalten de« hiesigen Siadtrathe« gegen dir Juden tritt bei jeder — passenden oder unpassenden — Gelegenheit hervor, l l 000 Fre«. waren durch ein Reitrrspirl für Almosen ansgebrach« worden und sollten von den Wohlthätigkeitlvereinr» hier und i» Mustapha I vertheilt werden Davon tvirft inan dem i»r. Eonsistorium 2K0 sfrr«. hin, obschon 1800 i«r. Arm« in der städtischen Liste iiiigeschkirlien sind' Und da wnndert man sich darüber, das, Ine Inden il,re Seprrat - tt»lersttch»iig»verrine nicht anslösi'»! fsketerstzurg. Rach der .Rowostibefinden sich unter j den Znndirenden. welche nach bestandenen Prüfnngen auf Losten de» Staate« in'« Ausland zni» Fortsetzen ihrer Studien geschickt worden sind, nicht ivenigrr als 18 Juden, von hier 2. von Moskau 0, von Kasan l, von Warschau 5 und von Dorpat l. — lfrUr»lnr|| Rach dein .Hcraldist da» Recht der Juden au« Ruhland und Eftland. sich in allen Theilen Rufilcnd» nirderzulassen ein mehr al» 100 Jahre alte« Privileg. Da dir Provinzen am Baltischen Meere überhaupt nicht in dem den Juden al« Wohnsitz gestattelen Gebiete liegen, so dürfen die dort Wohnenden übriall wohnen. Hofientlich werve» bald alle jüdischen Unterthanen diesen gleichgestellt. Zn Hltll«k«je» wurde dem verstorbenen Ghinnasial- Direkior, der von 12000 Personen zu Grabe geleitet worden war. a» dessen Grabe auch jüd. Primaner Reden gehalten hattei , »> der Spnagoge e>»r Gedächtnivfeicr veranstaltet )ellaterin»»la», 28. April. In dem Prozesse gegen den ioegen Widerstand» gegen die Behörden gelegentlich der im varige» Jahre hier vorgekominenen Exceffc gegen Israeliten angrklagten Bäcker Alypvff, haben die Geschworene» den Angeklagten für schuldig erkannt, aber demselben mildernde Umwinde zugebilligt. Da» Gericht hat den Angeklagten in Folg«' dessen z» einer Gefängnisistrase von acht Monaten veruttlieilt Von drei weiteren Angeklagte» sind zivei von de» Gc» schwcrenen für schuldig erklärt und zu l'/, jähriger resp. I jäh.iger Zuchthausstrafe rrrurthcilt worden. Der dritte Angeklagte wurde frcigcsprochc». Numänir». Ein Wandcrredner .Filinopjhält mit Erlaiibnifi der Präfekten. die ihm öffentliche Säle dazu an« räumen, Borträge über die .Sschidan-, daß sie Ehristenblut draulhrn — das, man sie au» deni Lande treiben muß u. s. f.. was denn immer kleinen Judenhetzcn z» Folge hat. A»ffy. Herr Mose« Ritter v. Waldberg Hierselbst hat de» Drdcn der eisernen Krone U. Klaffe erhalten und ist damil Freiherr gnvorden. Dieser Herr ist nicht allein ein reicher Gut»l>esitzcr und Handelsherr, sondern auch ein tal» mudischer Gelehrter der vor 20 Jahre» ein Buch geschrieben, da« Xn Titel führt: mm bv ,1311 KTt -p. to»ll«>»ti»opel. Am 13. April hat die Einweihuiig der neuen Gebäude der i»r. Schule in Haskeui (Stiftung Eam rndo) stattgefunden. Da» alte Hau» ist durch ein neue» ersetze und 2 Nebengebäude für Schneider» und Schusterivcrkstatt, sowie ein Wohnhaus für den Direktor sind dazu gebaut ivorden. -yper». 56 russische Eolonisten sind in einer Woche hier am Fieber erkrankt und mehr als davon ist gestorbrn. Man schreibt diese verderblick)en Fieber der schlechten Lage de» Lande« zu. welche« den Armen zum Bebauen zugcwirsrn worden ist, und hofft, bah das englische Eomitö andere« Terrain beschaffe» wird. (Arch. J«r.) In K«fetß gicbt'a furchtbaren Skandal. Die Aschkc» nariia (Deutsche, möchten wir diese Ehassidim doch nicht nenne,l!) hauen sich auf den Strahen, weil jede Sekte derselbe i dir Verwaltung des Ehalukah für sich beansprucht. Die Srphardim zanken sich erst — zum Prügeln sind sie noch nicht grkoinuten — weil die Richtgelehne» ihren An» «heil an der Ehalukah fordern, ivelche bisher nur den Gelehrte» zuflotz! (Hazephira.)