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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 13. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 13.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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108 Risendung der Brochürr mit einem, di« Ideen desselben »jgrnden Schreiben beantwortet. (Wir können über den I n - »all der Brochüre nicht» Räheve« mittheilen. da sie an« Ick» zugesandt ist (5Rfb.) I MndiPest Die orthodoxe Judengemrindr und der lerem .Ehkwra Kadischa" haben beim Magistrat angksucht. Ltz ihnen zur Beerdigung ihrer Glauben«aenossrn auf dem k,,en Friedhöfe ei» abgesonderter Bearädnißplaß angewiesen »erde. Obgleich im Sinne de» Gesetze« die Stadtbehürde Ich, verpflichtet ist, für Begrab,tißplätzc einzelner Religion« bmeinden zu sorgen, so wurde bei der Eintheilung de» Inen Friedhöfe« doch aus die Begräbnißplätze der vrr- Inedenkn Konsrssione». so auch für dir Israeliten. Bedacht Inommen. Demzufolge wurden dir lyesuchsteller über Anlag der Frirdhof«kommission vom Magistrat mit dem Beneide abqewiesen. daß sie sich wegen Erlangung eine» ab» m'onderten Begräbnißplätze« aus dem für dir Israeliten be Immten FrirdhvfStrrrain an dir israelitischeKnIttiSgemrinde lendcn möaen. A«sePßst«dt. Hier hat eine antijemitische Versammlung »ine ortSpolizeiliche Anmeldung stattgehabt. weswegen 0 ldeilnchmrr mit «00 «dulden strafe belegt worden sind, liwi Abgeordnete, dir dabei waren, gingen straflos au». [ Hkari». Dir Antworten, ivelche aus die im Jahre 188« lisgesanbten Fragen nach der materiellen und nioralischen!aqe de» Judenthums in Frankreich ringegangen sind, hat (Mranbrabbm Isidor bearbeitet. Hoffentlich wird da» merrffantr Wert veröffentlicht tverden. Die Akademie für moral, und politische Wissenschaft hat Kirn James Darmesteter für sei» Buch: „l-eotnres patriognsneinen Preis von 1500 Frc» zuerkannt. — In der Schule der schönen Künste wird aus Beschluß es Malerverein» eine Ausstellung der Werke de» verstorbenen ^ensamin Ulmann stattfinden. . Aus Algier ist bei 'dem Gouvernement wie bei der iammrr eine von 300 Israeliten unterschriebene Petition snqegangrn. welche darthut, daß die armen Juden nicht« u» den öffentliche Sassen erhalten, angeblich, weil sie da» zur slertheilung gelangte Men doch nicht brauche» könnten. Sir erlangen daher entweder Bertheilung an Geld oder Gründung iner isr. Abtheilung de« UnterstützungSbureau'». wie e» seit 857 eine molmmedanischk giebt. welche rituell zubereitete« chen mrihkilen laßt. (Arch. i«r.) A«tzk«»d. Einer der vom Grasen Pototzky von seinem "rund und Boden auSgrtrirdencn Juden (da« Hau» war ngcnthum de» Letzteren) hatte dir Klage angestellt. Da mrde aber kurzer Proreß gemacht. Der Brnvalter de« ■irafcn gab einigen Bauern etwa» viel zu trinken und diese issen da« Lau» nieder und raubten wa» darin war. Jetzt »der da» Gericht kein Hau» vor. da« dem Juden gehört md aus dem Lande de» Grafen steh«. — Für die 6 Juden- »lonien Priüt. Raschkolne und Rownopol hat der Poliakof- >nd» auf Verwenden de« staatlichen Inspektor« 1ö00 Rubel eivilligt. Veter»A»rß. Dem Berichte über die Thätigkeit de« Verein» zur Verbreitung von Bildung unter den Juden iußland« hat der Kasstrer Herr Leon Rosenthal einen wehmthdunhhauchten Ausruf bngefügt, der mahnt, sich aus»uaffen, ncten der Bildung die Förderung der Religiosiät sich »gelegen sein zu laffen. E» geht eben nicht so vorwört«. ne ideal gesinnte Menschen, gleich Herrn R., e« gewünscht »d gehofft haben. Da« Ansuchen de» Herrn Zederbaum n da« Centralromitö der Alliance, den Redakteur de« Anti- «ntique wegen der gefälschten Crrmicux'schen Reden geeichtuh verfolgen zu lassen, hat da« Sentralcomitö zu unserm 'nbwesrn abgelehot. Wenn nicht dir Regierung dafür teressirt wird, daß sie von den antisemitischen Blätter» ede«.- sie-sollen dir Lügm über da« ehemalige Mitglied t srauz. Regierung Eremieux, al« solche ihren Lesern brich»« —. dann wird der russische, immer stärker werdende Antisemitismus, in diesen Pseudoredrn eine sehr brauchbare Waffe gegen die Juden behalten. Viünhif. Am 20. Februar, dem StistungStaae der Universität, wurde unter den Prei«gekrönten Herr otna. zur. Alexander Kaufmann. für seine Städtrordnung genannt. Diese Schrift soll auf Kosten der Universität gedruckt werden, der Vrrsaffrr rrt)ielt eine goldene Medaille. W«rfch««. Um Fond» für «die Eolonisation Palästina'« zu schaffm. hat rin Comitä hier unter Führung de» Herrn S. P Rabbinowitz da» Bild Montrfiore« litographirrn lassen, da« reich mit Wappen, Sprüchen, Emblemen und einem hrbr. Gedichte von Gordon umrahmt ist. Der Mindestprri» ist auf l Rubel »ormirt. <L««d«». Dir jüngst verstorbene Baronin v. Rothschild hat nahezu 100,000 Pst». Sterling für wohlthätigc Zwecke hinterlassen. Unter den zahlreichen Legaten erscheinen da« deutsche Hospital in Dalston mit 2000 Pfd. Sterl., da» Elementina Hospital in Frankfurt a. M. mit 3000 Pfd. Sterl. und andere WohlthätigkritSanstalten in Frankfutt a. M. mit 2000 Pfd. Sterl. liedacht. Amsterdu«. Da« einzige hiesige nicht im Dienste Dünner'» stehende „Unabhängige J»r. Organ" bringt in Rr. 37 einen langen Artikel init der Urberschrist: „Eine grobe Lüge", worin dir von dem bekannten hicsigen Lügenblatt „View. J«r. Wrrkbl." gebrachte Mitteilung, Herr Oberrabbiner Berenstein zu Haag habe Herrn Dünner zugeslimmt und dir religiöse Eheschließung de« Herrn Brie« mit einer Proselyttn nicht als gültig anerkannt, für eine „grobe Lüge" erklärt wird. Im Gegenthril! der Herr Oberrabbincr B. rejpectirte die von dem betr. deutschen Rabbiner vollzogene religiöse Trauung vollständig: sei» Votum ist — wir citiren wörtlich — „een slag in het aaugeiioht van den heer Dünner. Een man als de Opperraobijn Berenstein heeft tus sehen hem en Dr. Bahmer gerioht u. s. w.m) Kafet. Im Februar er. sind die jüd.-rumänischen Eolonislen von Rosch Pinah in den türkischen Untrrthanen. verband ausgenommen und 3 derselben als Richter bestallt worden. Einer wurde dem Ortsscheich beigeordnet. Da Herr Scheid nach Frankreich heimgckcbrt ist, leiten die Herren Diger und Wormser die ü Eolvnien. Kutcutt«. Die PrriSvertheilung in der jüd. Knaben» und Mädchenschule (welche Herr Elia« Gubbay au« seinen Mitteln erhält» hat unter Vorsitz de« Lordbischof« der Stadt stattgesunden. Die bedeutendste» Mitglieder der Parteigemeinde wohnten der Feier a». Anrerit«. Die Eolonic Polnted Woid in D a k o t a droht tvegen — Urberfüllung von Eolonisten untcrzugehen. Der Gründer derselben, Herr Dr. Wechsler in San Paul, kann nicht aufbringen, wa» dir ungebetenen Gäste brauchen. Mehr als 8000 Dollar sind darauf verwendet worden. Ae»-^«rt, 11. Februar. In der hier erscheinenden .R.-K. Staatszritung" lesen wir: »Man schätzt die Aahl der in Rew-Aork wohnenden Juden auf etwa 80,000. Sie haben. 20 Synagogen, gegen 50 kleinere Bethäuser oder Lallen. 18 WohlthätigkritSanstalten. darunter da« vorzügliche Mount- Sinai-Hospital und da« Hebrew-Orphan-Asylum. Obgleich sie nahezu 10 Procent der großstädtische» Bevölkerung au-machen, so ist da« jüdische Ton» tingent zu den Verbrecherklassen weniger al» l Procent." *) „#in Schlag in » Angesicht de« Herrn Dünner: ein Mann, mir Herr Dbmabblnrt Berrnstein, hat zwischen ihm und Herrn Dr. Rahmer gerichtet". .Dünner » Purimsreude ist in Iraner verwandelt" — heißt t* weiter in dem oben citirten unabhängigen Bl. lSallt« brr von seinem Oberrabbiner so irre geleitete Borstand der Amfterdamer Gemeinde sich nun nicht auch eine« Besseren besinnen und da« dieser Ehe entsprosienc Kind da« zum tiefsten Schmerze der Eltern aus Seheih Dünner'« aus christlichem Attedhosc begraben werden mußte, jetzt aus dem tüd. Be»rbigung»platz beerdigen lassen! 'JBö, oder soll der Leichenftetn aus diesem kleinen Grad« al« ein Denkmal ewiger Schmach für die Amsterdamer Gemeinde, besonder« aber sür ihren' fanatische» Oberrabbiner dastehrn V)

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