Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 13 (1882)
- Issue
- 13. Jahrgang Nᵒ 51.
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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?i|rg. XIII. Jtä. 81. 20. Drcember 1882. IsMMchtWschMchrist für die religiöse« und socialen Interessen des Judenthums. Itrlikcim jebei «IltWich B. (Hirt turnt IfM MAcheilllch rrfcbrlnrntfft HB«»ir4(D «Ittiratar.flatt- II» »tt .JwiAittWtra »et lln V »l*mien ■■» v»chn»»aiim> lntd|t»illl 8 MulL ■tit »Irerlrr;(if'l»li«: »•<* C<ftrint<» i I.: M. »ra lütloli: IHtet. (.»Urt» ) I tliurtiiamri In „MntrilOnltr' k » ft., , kr* ,,IMMMlir.fi«ii«" k U ft. | VtnmtwoTtlidKt Mebactrnr imb (Krautflfbrt Rabbiner Ir. M. Pahmer in Magdeburg. fit VUliltil, »echt nt fritbti! y.r**«ti lllr »Ir ,, Jrr.f ItlMdir Slo^Mtlärlft", | Mir)>(»* *•,.^UllldrUlttcritur.f tili", »Ir »rrtiniMlIritr frllltrtlr »In »nri Run RA I*f. »u »Ir «rural Aiinoicrn l*nir»II In »in Cr. L. D.ub. Sc Oo^ )ml, Im « ■tof»ib«r*, Brrll». <»li, , »«m»ir,. «ünchei.;{ttrIRi. »Ir«. te. •Irr »Irrel rlHluirnln in : I Pt» (»iiilHIn bi» frrrrltl. >*»chiW. NtziM In WiAkikAiA. « » Faha»»: Vb»MH«M*ar«r(*iw(abMHtt. ClitCMb* Artikel r tt» Wörter ter tfirte« S-Nimvsti, - tfltriftra! Da« UrenprinziiSte (thimaeichent und bi» Licherfleliuna unsrrrr jitbischrn llallurixamini. Bon l>r.!tl ath schilb. Berietzi« RRb Borrefpoabeuzear Deutschlinb: «a^drdurg. Henniver. Hannover. Stettin. Vom Vbei«. Vrtrfm. Leipzig. Oesterreich: ©Im Lemberg. vermischte aab aeaefte Nachrichten r Magdeburg Berlin. Berlin. Hamburg. Hannover, llöln. Wühlbausen. Polen. Ihorn. Wien. Lemberg. Voller dam. Petersburg. Cbrifa. Liotkholm. Peallletoar tfiire Wiiqehe Aaserat« Woche«- DÄo»mb»r IHM. Tew«N,!*A3. Kalender. MMmoch . . 10 Fiiltif. Poaaersta« , -J1 11 Freilatz. . . Ji J-J Foaaadead •ja 11 •m •« «. a« -oaaiatz . . -J4 14 Woatatz. . . •Jü 15 Pteaotatz ■ . 2H l'i »Mmach . . J7 17 Aöonnemenls-Hinladung. Die nächste Nummer ist di« letzte dieses Jahrgang». Die geehrtra Abonnenten »erden «rfacht» ihr Abonnement bei der Vast vor dem M. d. Mt«, za eraeaernr da spUter aoa der Aast ein Porto-Anfichlag gefordert »led. aach di« vachlieferaag bereit» «rschieaeaer Nummern nicht garaatirt »erden kann. Da» Abonnement für da» zweimal wöchemtlich «rscheinrab» Blatt kostet bei den deutschen Dost-Aastaltea nach »i« aor nar 3 MI. pro Quartal. BesteUaagen aas fraakirt« Zaseadaag aater Streifband »erden — da di« Adressen oorher gedrnekt »erden «Nssen — ebeufall» bi» znm M. d. Mt», erbeten, aad paar «iadestea» aas eia halbe« Jahr: da» Abonaement fNr solche Sendungen kostet im Neichtzpostbezirk für eia »aa }«• Jahr l« Mk.» für eia halbe« Jahr » Mk. »• «f., mach Oesterreich M., nach dem AnSlaab« i« Mk. --- M stre»., Anbei, « DoNae». Oha« »orheeige Bestellung »ird Nr.« nicht versandt. M" Jrtaabta ans»re» Blatte» stellen »ir zar veedeeitna« desselben Exemplar» ber«it»iNi,ft gratis zae WET^H»ch. Dir EnPetttton der „hr. JM'ifttifi“ in Magdedirg til MKrder der Sfter-Soltzmofiy — Lhrifte»! Wir erhalten au« Wien dir .Extrapost" mit folgrndeia sensationellen Artikel, den wir nur mit der grüßten Reserve »ittheilen: .Da» Berschwinden de« Mädchen» von Ti«za» Lßlar, hat die civilisirte Welt in die grüßte Aufregung versetzt. Die gebildete Wett erblickte in dem sensationellen Falle einen gewaltigen Rückschritt der Eivilisation, und wa« von Hexen Processen und Folterkammern der Phantasie der j lebenden (Generation tan in mehr wie al« Bilder a»S „Tausend > und eine Nacht" vorschwebtc — die entsetzlich ungeheuerliche I Anklage, zu welcher sich der Reichsiagsabgeorvnete Onodh vrrstieg, die Art der Einleitung de» Prorrssc« durch den Gerichishos in Npiregahaza, die Anfüllung der Kerker mit Juden, die Jnhafthaltung de« jugendliche» angeblichen Hauptzeugen. die Fälschung von Protoeollen, die Amvendnng von Torturen und alle die in den Journalen der ganzen gebildeten Welt veröffentlichten Mißbräuche der Amtsgewalt von «eiten de« amlirrndcn Richters, sie sind geeignet, der jetzigen Generation da« Bild au« vergangenen Jahrhunderten vorzuführen und die Schrecknisse gleichsam mitfühlen zu lassen, welche Rad und Scheiterhaufen einstens l)ervorgernfcn l)aben. Diese Aufregung der üffentlichen Meinung und gerade die Entrüstung, ivelche dir Proeedur in Ryiregyhaza in der rechtlirbenden, in der gebildeten, in der wahrl)ast civilisirten Welt verursacht, spielt für die Art der Beendigung der traurigen Affaire eine vcrhängnißvolle Rolle und wir stehen hier vor dem Ronsen», daß gleichsani im Namen und angeblich im Interesse der rechtliebenden, der aufgeklärten Menschheit die Wahrheit, die reine, unverfälschte Wahrheit zu unterdrücken, zur Sache der Opportunität geworden ist! Jawohl, die .Opportunität" hält in diesem Falle die Waage der Themi« in ihrer Gewalt; Nmn würde der Gerechtigkeit freier Lauf gelassen, säßen die wirklichen Mörder Ester Solymossy» seit Langem schon hinter Schloß und Riegel. Man ist in Kreisen der ungarischen Regierung darüber vollkommei'i im Klaren, daß unter all den Häftlingen und gerichtlich Beschuldigten auch nicht ein Einziger an der Ermordung de« Mädchen» theilgenommen hat. ja. daß die Znhoftirtkn, weil von der Außenwelt abgeschlossen, nicht