Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 13 (1882)
- Issue
- 13. Jahrgang Nᵒ 46.
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 46. 1882. Israetitische xni. Wochen-Zchrifi für die religiösen und sociale« Autereffen des Iudeuthums. Dilchri» >-kra »>>>»»« a. MiilmiM »««,»>>>«m*»(araWr a|(H A , A iMtfTM AM» alrmllAtrllH n Mark. ■m ktrrlttr : *•» Miinia ha kna 1* *k<: 1« Wt. (iu I Kak. « M«() U k l 11 <* •bHAtamuaeni kfr .IM^ntkkrtll- A «' k'~ Mt „gterralMTAIalli' A lk »I. BfTontrpottlidm Urbtctrur und?*T«u*flrtet | Rabbiner Di*, jä. Htaümer in Magdeburg. fit wetzetzeil, Recht aak Frieden! Jl«l«ral« M» kU fJr kM4<£H«r alar kla 11*. kbkMM*>'*'•« V<tli(rll< ak«r km Kamm Mtrtn AM SO G-. knc4iut aak stak AA.lchN-ßNch an ak «AnKAl» ■aa»ntm*#ylKkltl» i t.N O. L.. I >iuba Mt Co.. fttaatmil a. »I., »a,k«knr,. etrila. (lalaia <1 n. iititia Ä Uri*. «I<a. «arte u. tln»iin»<a. Magdeburg, 15. November. |_. In statt: MittaM «rttftl» Di« tüoifd), Schlachlweiie. — «»« Irtrt un« der frojtfe Conrad. B«riecht« kk* C«rccf»*tt»«*|CN: Deutschland: Berlin. Berlin. Lodlenj. Hambur,. «u« Württemberg. Oesterreich: Brünn, «rntau. Pest. Wien. Pest. Pest. Italien: Klaren,. Rußland: Peter«dur, Sborow. Vrr»ifcht« un» nenefie sttaKirichten i Berlin. Magdebur,- Hamburg. Hamburg, «u« Westpreußea. V»ft. Brod». Pari«. Laon. London, »uctarest. «alta. Poniwe«. Warschau Oran. i>eter«dar,. Maroeco. Re«<-1ork. g««t>«<»N: «ossuth ü er den Aiuifeinitiomut. Juftnl«.??ocheu- NoTembcr I 1<62. Kitalew, M.J3. H 6 Freite, . . . 17 « kiinedcn» . J 16 7 kennt», .... 19 8 .... ' *0 9 Titilii» ... , 21 10 TOiiiMS» . . . 22 » IllKtllll . . 23 12 Aa(rad«r. n*v (« ll. «4 TO) Die jüdische Gchlachtweise. Bekanntlich ist in jüngster Zeit von der Pfalz au» wieder eine neue Agitation gegen die rituelle Schlachtweise der Juden angeregt worden. Zunächst sagte man, werde dadurch da« dem geschlachteten Thier« entfließend« Blut ungenießbar, «eil gleichzeitig du Magen de» Thiere» sich entleere und seinen Inhalt mit dem Blute vermische. Die bairisch« Regierung hat in Folge dieser Anregung und Andeutung sofort den Genuß de« Blute« grschächteter Thiere verboten. Man nennt da« Schächten der Juden Thierquälerei; ist aber nicht vielmehr da« Stechen der Schweine Thierquälerei, ein lang* same«. allmälich.«, quälende« Tödten, wobei man da« Durchschneiden der Speiseröhre vermeidet, unr die Entleerung de« Magen« und d>e Vermischung sein,« Inhalt« mit dem Blute zu verhüten, also dlo« un, reine« Blut zu erhallen? Wir erkennen in der Entleerung de« Magen« einen Bewci«, daß bei uusrrer Schlachtweist durch rasch« Blutentleernng gleichartig da» Gehirn afficirt wird und Bewußt- und Empfindungslosigkeit eintritt. Denn der Rücktritt de« Blut,« au» dem Gehirn erzeugt Erschlaffung, Ohnmacht, Bewußt- und Empfindung»- losigkeit; Affection de« Gehirn« aber, wie beim Schlagen, Stoben oder Fallen aus den Kopf, hat Erbrechen und Entlerruug de« Magen» zur Folge. Ungenießbarkeit de« Blute» jedoch ist nach unserm Standpunkte kein Verlust; übrigen« kann die Vermischung de« Mageninhalt« mit dem Blute durch Schließung der SpeiserShre mittel« der Hand verhindert werden. Man tritt wieder aus'« Neue sür die Anwendung der Schlachtmark« (Bouterole) ein. und zwar in Folge einer verbeffmlng. welch« dieselbe erfahren haben soll. Man treibt nämlich jetzt den eiserne« Dorn der Marke zur Zerstörung de« Gehirnnicht mehr durch einen oft unsichern Schlag in die Stirn de« Thiere«, sondern mittel« eine-, wie man sogt, nie fehlenden Schuffe«. Wir wißen aber, daß der Dorn nie genügt hat. um Bewußt- und Empfindungslosigkeit zu erzielen, sondern man zieht den Dorn wieder heran» und durchwühlt da« Gehirn mittel« eine« Stocke«. Wer wird diese Manipulationen: Zerschmettern der Stirn und Zerstörung de« Gehirn» mittel« eine« Schlage« oder Schuffe« :>Nd Durchwühlung de« Gehirn« mittel« eine« Stocke« nicht thierquälerisch nennen und statt derselben nicht unserer rituellen Schlachtwei'e dtN Vorzug geben? Daß übrigen« eine solche Verletzung de« Gehirn« niittel» eine« Schuffe« gar nicht im Stande ist. Bewußt- und Empsindungrlosigkeit zu bewirken, davon hatten wir kürzlich Gelegenheit, un« zu überzeugen. E« versuchte nämlich ein junger Mann stch in selbstmörderischer Weise zu erschieße»; die Kugel wurde durch die Stirn getrieben, durchdrang da« ganze vordere Gehirn und wurde »ach der Sectio» im hintern Gehirn vorgesunden. Der junge Mann fiel zu Boden, behielt aber Bewußtsein und Empfindung im vollen Maße noch länger al« 2« Stunden, und erst im Laufe de« zweiten Tag«, al« Entzündung und Wnndfieber eintraten, schwächte sich da« Bewußtsein und Empfindungsvermögen allmählich, bi« endlich der Tod eintrat. Die« ist der deutlichste Bewei« von der Erfolglosigkeit der Schlacht- und Schußma«ke. Man wendet sich neuerding« auch, und zwar' hauptsächlich gegen die Methode de« Hinwerfen«, wie dies« für die Inden bei dem Schlachtvieh üblich sei, thei!« au« Rücksichten de« Thierschntze», thei!« weil sich wiffenschaftlich und ,'taktisch Nachweisen laffe, daß die durch den Wurf afficirten Fleischtheile an Werth und Haltbarkeit verlieren. Wir bestreiten die» nicht und kämpfen auch nicht für Beibehaltung dieser