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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 37. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 37.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 37. 1863. Israelitische a«W»«» Wochen-Schrift tflr die religiösen und sorialen Jntereffen deS JudenthnmS. r f»Wt ftvo K1tt»«ch u. Mrt Manat Um »»chemtltchni^ncti^fii ,3«ilf«i«lMiuiivkU(r Verantwortlicher ^tedacteur und Herausgeber I n f«c 11 fflr tu .»»chrnfchrttt'. mit für k«i„ZS. feM4«8 (t er at u r kl a 11*, »t« kretfiriMUcnr W»«»,,»v, tt - .. n.. _' . cm vt. kU*«8lttratMtklatr, mkretfirtwUtBf »«T «My » » »yiliry yy* ey<t»<.,,*iuy«iy SHabbtllfr I M . jJIt. jcltfljltlfr UI aManbCOUra. «ftiiidlf >M Men *yuty Mntn mit Uö «. . rtmcIMJrll» :l M»rk. u a »m^yrt unt find -uilchliißllch «r. Mi Ji.ur »>' mi. ........ . . . —....... **noticnt.•(yrtUtin oon ö. L. 1ym ^kWy v::i ."V ‘■a."w:3» *Ur"*' Buy. «.tu K. BU kirdlir Zylmdyn,: Vych Oefirirrt« ■ *.; m« kny *«»li«>i: 1* *(. i«it Ätr*. * *y». 4 CM»4) I«dr,,ch. «t»M>ny»»»try dir .Bychrnlchrill' » - «1. Ml *£Uir«tur>llltl* 4 14 VI. Für W«l)rl|f(t, Aechl unk /rirltn' Magdeburg, 13. September. Jndal«: VritfO« ftrtifels Zum Jahre« wechi.l. — Zur Inquisition in Ungarn. Beriet* »»» e«rt<fMH»en|ttt s Deutschland: Magdeburg. Etratzburg. Au» Süddeutsch! and. Frankfurt a. M- Frankreich: Paris. L chweden: Stockholm. Siubland: Petersburg. Kiew. In Nie«. Pest. Pari«. London, Warschau. Rumänien. Jerusalem. #nii(UtOM: Xu« dem Leben eine« Autodidakten. Jnftrnu. I Nochen- Keplembee Diaeiiri. iUfraÖfr. I >8«z. 5843 j Donnerstag . . i " 1 j Freitag .... I IS Rotch hitchono 5643! , Sonnabend . IS 3 h U’Tltri Srliybb. Schuwoh Sonntag .... ' >7 4 (0 U. 48). ö! Montag .... ' lS » ©! Dienstag . .. Ui I Mimootb . . . 20! 7 A! I Donnerst»« . .! 2l! 8 'S Zum Jahreswechsel! Mit trübem «licke schaue» wir am Schluß deS alten in da» neue Jahr der Welt 5043. Da» Mittelalter in seiner dunkelsten Gestalt ist uns Juden wiedir au» dem Grabe hervorgestlegen — der Jude ist der Sündenbock für Alle» und Jede», wa» nicht wohl gerathen; jüdisch heißt Alle», wa« nicht gefällt. Ausnahmegesetze, Judrnversolgung, Judenauttreiben, Judenschtacht, Ermordung von Ehristenkinder» zu religiösen Zwecken, sind wieder moderne Ausdrücke geworden. Unser« Zeit hat die durch Andersens Märchen bekannten .Galloschen de« Glücke»" aufgezogen und sich 500 Jahre zurück gewünscht. Dieser wüst« Traum wird nicht verscheucht durch klein« oder große Spenden, nicht durch Beklagen und Bejammern, nicht durch scheinbare« Jgnoriren. „E» kommt der Traum mit reichem Inhalte" — sagt der Predige" — nun so möge dieser Inhalt nutzbar gemacht werden. Der erste und hauptsächlichste Rügen aber ist. daß wir erkennen, wie eine Richtung, welche bisheran viele jüv. Kreise beherrscht und geleitet, abgewirthschastet hat. „Draußen lebe ich nach meiner Lust, in meinem Hei zen bin ich Jude." Diese» H e r z e n »-Judenthum ist zahlungsunfähig geworden. Eine Religion, welche nicht da» L e b e n, da» D e n k e n und Thun ihrer Bekenner regelt und leitet, hat abdicirt. Der Stolz auf Israel» große Vergangenheit kann nicht die lebendige und nothwendige Glauben-treue der Gegenwart ersetzen. In dem Anerkennen de- Großen, wa» da» Judenthum geleistet hat, stehen wir nicht mehr allein da, al» Erben und Eigenthümer der Religionsschätze der Bibel machen jetzt glauben-treue Christen un« den Anspruch streitig. Kein Jude kan» besser, überzeug» ter und begeisterter e» darthun, wie die Bibel den ethischen Monotheismus lehret, wie der Einheit-glauben Gotte» die Quelle ist für eine durch und durch stttliche Lebensführung, wie J-rael wirklich au»erivählt worden ist, um sich zu heuigen zum Gehorsam gegen Gott, wie in den Partikulari-mu» der Religion der Keiin zur mächtigsten Universalität von allein Anfang an hineingelegt worden ist. al» dies in einer Schrift *) geschieht, welche da» Eh rist enth um da» „wahre J-rael" nennt, uns aberal» „Gott untreu und abtrünnig Gewo.bc.ie" zeichnet. Denen in J-rael, die da» unverstandene oder mit bewußter Zweckabsicht erfundene Wort von der „Knechtung unter die Talmudgesctze" gläubig nachgebetet haben, und nicht etwa dem robbinischen Judenthum gilt, was der Berf. S. 82 sagt „Eine Religion«partei aber, deren Religion-Übungen so eingerichtet, daß Niemand in der Welt außer ihr selbst etwa» davon inerkt, so daß man Jahre lang mit Angehörigen dieser Religion umgehen kann, ohne von ihrer Religion oder ihrem Kult etwas zu gewahren, — eine solche Religionöpartei hat von vornherein auf die Propagation ihrer Religion Verzichter, sie ist nicht im Stande, da» öffentliche Leben zu beeinfluffen, oder auch nur sich selbst irgend welches Ansehen zu erwerben." Ihr höret ja mit vorwiegender Achtung auf die Urtheile von Nichtjuden — wohl so höret und achtet und erkennet, wie Euch da» Urtheil gesprochen wird. Schon in den ältesten Zeiten war nicht der ein Jude, ein Hebräer, der von jüdischen, hebräischen Eltern abstammte, sondernder selbst in höchster Gefahr offen zum Judenthum sich bekannte. Jona bekundet e»: „Ein Hebräer bin •) Dr. 5. Fr. Heman, die religirs« Weltstellung des jüdischen Lottes. Leipzig 1882. — Wir sehen hierbei von Einzelheiten (selbst der ersten 2 Abschnitte) ab, auf vie wir, wie auf die ganze Schrift, später noch zurückzMommen gedenken.

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