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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 33. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 33.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 33. 1883. S 4 Jahr,. Ult. Wochen-Zchrift rät tote religiöse» »ud focialrn J»1ereffe» deS I«de»th»mS. «»<»«<»1 >«»m »>>>»»» n. (»Art Imi kt. » ö. k » tItch nl&rincnktn »}4»ll,iaf Itiulitkl.tl" Bfrantnoillie^n Sfbactmt un» tv»iou«$ffcrr I itHllMII llir ku tlr, »I» >2r kn'..)«. »>- Rabbiner Ihr. M. Lahmer in Magdeburg. »«lWu,1™ HÜm ■mi'/Su tSS«? •Nt ktrcttrr S«|f'k»n|: K.ch Mitni. |.; u. kn* ■ »klinkt: 1« M rl» Ar«. » Bnk. « Mar«) I < k r 11«. ktr .S^ni(4iift* » M .*llrrkt»rH«itf t 1» BI. fix Wikrtrlt. »eckl uit /ritten’ •»rechnet un» (Irrt »u-Ichllrtzllch m ktr Tente»' ■»■unrnvtfitkttiia non CA. L, Dnuti. St Co. »ranlmit n. V., ■Ufktknri. errllr, »ainknri. (»in, Btlnchtn. fl ktr*. »Ir«. B» rt, tt. «Intulnmu. Znbalt: «rttfclt ttirn-r Brirtr. — Dir tätlich« »emnndr «Ttr»'«- Oertchl« «»» «chrrrf»»»»«»»»»» Deutsch lind: Sttltn- Berlin. Lripzi, Au» Baden. Sm« stm«. Au« »hrinhefirn AI»», Oesterreich: Bllen. Frankreich: Bart«. Pürkeli ftanftantinnp-l. «e,yp»rn Allirr. Jerulalem. »erwdtscht« l«, neuest« M«»richte» i Berlin Berlin, -an. n»»«r. strlurt. Wiirzdutg Somit. Pest Budapest. Beo»,, »uhlan». Litedet. »othendur-. ffe»i stete»: »u« dem Le den eine« »ulodidatten. 3*(tMk. IS. August. 1 — Nochen» i Auguit. Ellal. hakender. Irrtet 5.V48. Donner« la« . . 17 2 itaiUf .... | Ik S konoodend . 18 4 O'BBltr l? ll. »8j P. 1. könnt«, ... I 20 5 Montan .... ' »1 « titllllU ... ii 7 Mitt»»ch | 23 ö Xaiirtltu . . 84 v Wiener Briefe. Jßien, Aitsang» August. An den Anschlagbrettern und Mauern eine« sehr deleblen Stadttheile« lieft man aus Riesenplacaten eine Annonce eine Einladung »um Abonnement auf da» demnächst erschri» n<nbc Zwetwochenblatt: .Die Judenfrag«." Gewiß ein ulraüve« Unternehmen mit einem Artikel, welcher wie Gassen, kolh umherliegt. Der Sauerteig, welcher in den verwünsch» :» Anttsemitendrei au» Deutschland herüber geholt wurde, will hier «och nicht recht aufgehen, darum soll gehetzt werden Wir müssen e« mit Minister Taase auSsprechen, daß der An» uiemitlAmu» in allen Schichten der Bevölkerung junimml, ja sogar in Gelehrtenkreisrn, und da Helsen alle Mittel und Mittrlchen, welche von jüdischer Seite — jum Schaden der indische» Sache — angewendet «erden, nicht». 8a« alle« opfert« man in jüdischen amalgamirungölustigen Kreise» dem modernen Christenthum nicht Alle»! Kein indischer Feiertag, Jom kippur ««»genommen, wird mehr ge» beiligt. keine Observanz trennt di« jüdischen Bürger von den mchtjüdischen mehr. Der moderne Gotte»dienst weift Cantate auf von bewährten Musikern, und — e» steckt mir da« Wort in der Kehle, di« letzte Parallele zu ziehen — die Bedet» «erden von unfern Brüdern ebensowenig verstanden, wie »on de» Christen di« lateinisch« Meffe. Ran sieht »»»hl ein, daß keinerlei Richtung der neuesten Favost, selbst da« verschweigen der jüdisch-nationalen Regungen in de»''allehrwürdigen Gebeten, vor der Antisemitenkrank- Heft bewahren kau». Wenn irgendwo da« Judenthu« seinen belebende»" »nd befruchtende» Ein stutz ans sein« Umgebung «och nicht sonnenklar genug bewiest, kan« hier jeder Unbefangen« I mit ruhigem Gewiflen aukrusen: „Wahrlich schön sind deine Zelte Jakob in Wien!* Du« echte urgerinanische Altwien mft seinen dunklen Baffen, mit seinen styllosen Häusern, welche» jetzt zu Grab« getragen wird, legt ein beredte« Zeugniß ab, wa« jüdischer Fleiß und jüdische« Kapital au« Wien geschaffen. Da« Wien, in dem kein Jude wohnen durste, da» verpestete und verseuchte, und da« so herrlich sich aufbauende Wien mit seinen Palästen und seinen geschmackvollen Häusern und Villen, mit seinen großartigen Handlungthäusern, wozu Juden einen unverhältnißmäßig großen Theil beitragen. Die Juden Wien«, und an ihrer Spitze die Bemeindrrepräsentanz, setzen einen eigenen Stolz darin, ihre öffentlichen Bet- und Humanitären Anstalten zu wahren Zierden der Kaiserstadt zu machen. Da« Auge de« Neide« sieht finster auch aus diesen erfreulichen Aufschwung, speit Bist und Balle auf die Verju» düng der katholischen Stadt, fürwahr man begegnet jetzt sehr oft in Bürgerkreisen und Arbeiterschichtet, oer unfreundlichsten Haltung gegenüber der ehemaligen gepriesenen Höflichkeit der Kaiserstadt und deren Bewohner. Dies« Unhöflichkeiten erwecken Bedenken bei einem Volke, welchem di« Presse so leicht zugänglich ist. De«halb scheint un«, selbst ein dumme« Sudelblättchen hätte hier einen ntephitifchen Dunstkreis, und muß bewacht werden. Die Juden müßten au» all' den Erscheinungen de« Antisemiti«mu« dir heilsame Lehre ziehen, daß di« Polllik der Amalgamtrung aus ein banquerotte« Prinzip ausgebaut, daher so rasch hinfällig geworden ist. Mit aller Offenheit, Entschiedenheit und Au»gesprochenheit mutz unser« Devise sein und bleiben da« alle nationl-jüdisch« Bekenntnitz de» Propheten Jona: ’w* "öV, »Ich bin Jude! allüberall und ein treuerStaat«aagehöriger!* Kein« Regierung der eivilifirte» Welt wird und kann

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