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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 30. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 30.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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iii|^^K^PI«pp9P M SV. I88L. Israelitische wmwuK". Jahrg. XIII. Wochen-Zchrifl skr die religiösen und foctalett Interessen des JudenthumS. «rlch»i» |tkr« »lllrnach u. Mm lammt Ha ■Mulll« triaManikr* M aira Pasluttrrit »»» Bw4ka*k,un|«ii Mi«l|<till4 B Mark. •m ktrrftrr Äulr-kua«: Bach Ortr-rrta ( M kt* Bak lack«: 14 fit. (tu fcn. Ha». 4 Mari) II kr II« •««••laaaiawra krr aS»4ra<BrlH* a >1 V*., ktl .ttttTitarllatll" I II VI. B rantirorllid)ft Srbütttut und Herausgeber Rabbiner I>r. M. Htahmer in Magdeburg. Für Wahrheit, >echi ua» Friesen! ünlrrali Mr klt ,Vt4i n'Vrllt*, Mir für k 114 f 8111 r < t ■ r k t a 11*. kl« krrltrtaiUnu VMliirllt rbrr kmn Baum «trifli mit SKI V knrvnut uak um au-IchN-sUch in Mt cntrat. kaarncnfttmtUrn am O. I*. L)auba 4c Co, B r a «f I u r I a. «, Raihlari, »rrita. «amkurt. all«, *an<|ta. 8 8 r I«, n I r «, latllK. ttniulmkra. Magdeburg, 26. Juli. |_ 3nbolf fritraV« Irtlfll t Stimmen ,8s »merila über dt» ruffisch» Nina «anderung. — Bat ist |u zu ihun dnilli tm» C4rttfV4M«i|«iit ®«uM4 laub: »a*i»but». Btrltn. Berlin Born Rhein, tzumdue«. Nonitz. Schneidemühl. Ems. Oesterreich »Ungarn: Bien. Nus Ungarn. Se»»ifch«s und neuest» «achrichienr Magdeburg. Berlin. Berlin. Breslau. Aronksurt a M. Betel. Budapest. Bien. Srodg. Ungorilch-Hraditch Rumsnien. Paris. In Btlna. In Dihna. Nus Odesta. In ruff. Radom. Kentletv«! Nus dem Leben eine« Nulodtdoklen. Imsernte. Wschen- Juli. IH83. Aw. OM 2. ^«keuder. Tsaaer«,,« . . : -7 ti Kreits« .... 38 u esaasbead . | I» 13 pnnm (8 u. p. 4 essala, .... ' 80 u Schab b. Niohanu. Routs« .... 1 31 1» Chamiii ho Oraor. Dienstag . .. Aur.I 18 Milimoch . . . » TaaauJta, . .; 8 18 Glimmen au» Amerika über die russische Einwanderung. Zwei in deulscher Sprache in Amerika erscheinende, von Aadbinrn redigirte Blätter, das eine die „Deborah" in Ein» rmnati, da» andere „Der Zeitgeist" in Milwaukee, besprechen e»igeh«nd die russisch jüdische Ei»wanderu»g«srage, und der Antagoni«mu», der »wischen diesen beiden Blättern herrscht, inacht sich auch in den entgegengesetzten Resultaten, zu denen ne gelangen, gellend. Während der „Zeitgeist" die russische Einwanderung «ine» „verhängnihvollen Fehler" nennt, ditngt di» „Deborah" eine „Fürbitte für »ine Ackerbaucolonie russischer Emigranten." Wir wollen zur Klärung der wichtigen Frage die Grundgedanken beider Artikel hier «iedergeben. Herr Aböls Mose». Mitridarteur de» „Zeitgeist", schreibt: „Wir sich aber auch unser Geniüth vor Schmer», Zorn und Mitleid »usammenjtehl, wie heihe» Berlange» wir auch darnach trage», uuserr Gianbensgenoffen in Rusiiand au» >brem Elend »u besreten, so bat sich uns dennoch die traurige üstahrhelt ausgedrängt, daß dir Auswanderung der insstschen Juden nach Amerika, wie sie seit einem Fahr syftemalisch betrieben wird, ein grober Fehler ist, ein verderbenschwangerer :>technung»sehler, den die jüdische Intelligenz, durch den Sin« Nub de« guten jüdischen Herzen» gemacht hat Wir wollen di» beschämende Wahrheit offen und ehrlich eingestehen; die lussisch« Einwandelung hat bisher »ach allen Leiten nimmerlich Fiasko gemacht. Mit wenigen, mit äubersl wenigen Ausnahmen haben die armen Einwanderer, welche in diesem gelobten Land« schnell und niühelo« eine neue Heim- Hätte »u gründen, neuen Wohlstand »u erwerben hofften, dishrr nur neue«, in vielen Fällen gren»«nlose» Elend gesunden. Die Meisten leben in ditterstrr Lrmuth, kämpfen mit Hunger und Roth. Rur sehr wenigen der Einwanderer ist r« bisher gelungen, sich durch die eigene »kraft und die »igene Arbeit »u ernähre». Dir ihnen helfen möchten, die schwere Opfer bringen an Zeit, Geld unv Bemüthrruhe, stehen rathlo« vor dem unlö«baren Problem Wie ist ihnen »u Helsen, fragt man täglich, die sich nicht selbst zu helfen verstehen? Woher den Unglücklich«!, Arbeit verschaffe»? Unsere jüdischen Kauf» leute, von denen man »»nächst erwarten sollt«, dag sie di« Kräftigsten der Einwanderer in ihr Geschäft all Arbeiter nehmen würden, weigern sich mit seltenen Ausnahmen, da» verlangte Opfer »u dringen. Fragt ma» sie. die willig Geld zur Unterstützung und Berpflegung dieser Emigranten beisteuern, warum sie so abgeneigt seien, die fremden Glauben»» genoff.n durch «rbttlgrbe» vor dem Hunger» und dem Vetteln »u reiten, so erhält mau wieder und wieder die trostlos« und lr»der unwiderleglich« Antwort: Wir können die Ruffen beim besten Willen in unsrrm Geschäft nicht brauchen. Sie ver- Iteh.ni die Landessprache nicht, unsere Arbeiter könne» sich mit ihnen nicht verständig«». Ihre Arbeit ist nicht bi« Hälft» weith von dem, was Andere uns für weniger Geld leisten. Wir wlffen nicht, wa« mir mit thne» ansangen, wie wir sie in unser,» Geschäft verwerthe» solle»." E« ist leider »» wahr, das, die wenigsten unter den Emigrant«» et» v.'andwerk gelernt haben, und di» angeblich ein Handwerk ve>stehen, sind »leisten» arge Pfuscher nach amerikanischen Begriffen. Der amerikanischen Judenheil aber ist eine gefährlich«, folgenschwere Aufgabe durch die Einwanderung gestellt worden. Kaum habe» sich die Juden in diesem Lande au« dem Gröbsten herausgearbeitet, al« auf einmal und unvermittelt Tausende und Zehniausenoe halbtivilisirter Juden au» einem Uand der Sklaverei »nd Unkultur ihnen zugesUh.t werden. Schon regt sich der Judenhaß in diesem Land und zeigt sich zunächst in gehässige» Beobachtungen über dir eingewanderten Ruffen. Bald werden wir die verhängnißvellen Folgen der Einwanderung verspüren. Am meisten zu bedauern find die unglücklichen Fremdlinge. Biele von ihnen werdeii in diesem Lande körperlich, sittlich und geistig unlergthen. Die ruffischen Flüchtlinge mögen nur immerzu nach Amerika kommen. Aber bi«

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