Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 13 (1882)
- Issue
- 13. Jahrgang Nᵒ 5.
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/5369809-5935096-5938062--4442-5376748- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M 5. 1882. Israelitische Jahr«. Xill. Wochen-Schrift für die religiSsen und sociale« Aatereffen des AadeathumS. k4»a »I«I»»ch «. J»(l« tarn*» »«» a> 14 ' * 1114tr14ti«f*4ta M alcn Bad Awtmt **» b*4tzan4laaata «md|44tll4 B Mark. PH 4ltrft«r «ak'kDnc N«4 Crtffmt fU i M4 Mi ■ a « I a a 4 r: 1« Mt. (40 ffrc«.! « gut. 4 BMUri) 11 4 r 114. •fntHnuaiainii Vir aP»4«nl4r<ft* 4 14 Vf . 4H „ttttratartlatlt“ 4 14 VI. 1 Brianlwarlliiter R.dacteue mb firrnuiflrbrr Rabbiner Di*. M. Ztahmer in Magdeburg. Für Wahrheit, >kch> >«» Fritten! Magdeburg, 1. Uebruavi .Hlml» «r »U .■•4tn|4tl||-, Mt tür 4ll4tait»r «tai4l*t t\ 41t 4rd|t<Mlb«t Vrtllitüt »4er 4trc« Raun tafrtni ult 90 ff 4trr4«tt u«4 ««4 autl4U>|ii4 «n 41* «**»«>. >n«»iittn-Vr»t4HI«ii »on O. L. Daub« 4e Co, ft t« a I. u t« a. M, «*,4t4at« Vtnta. b«labaii. 34.a. *tUa4ta, 8 t * 4. Pit*, fall« k. «taiulf*4<B. J Inhalt: | S«tt«nb< ttrtiffl t Zur Frage brr «olanifalia« Pallflina's. I. — I «tertetzre «mb C»rrrtP»»br»l*U : Deull qiand Magdeburg. Leipzig. Mainz. «onitz Nanitz. Mannheim. Lablenz. Hamburg. «ut Diiruemberg. Oesterreich: Men. Dien. Sngland: London. London. Kußland; Darfchan. »i»r«tsch»« »mb uemefte piawrichten i Magdeburg. Magdeburg. Merlin. Briefen. LoSlau. Slullgarl. Lhrmnitz. Dien, vla- , nitlau. Salatfchin. London. London. i Aemtllrlvmr verloren und gefunden. I Imker«!». I Aur Krage der Kolonisation Palästina's. i. Die Frage der Kolonisirung Palästina'» durch jüdische Ansiedler hängt in so fern von der LSsung politischer Fragen ab, al» ohne die Gewähr einer auf gesetzlichen Grundlagen ruhenden Ordnung der staatlichen und gesellschaftlichen Per» hältnisse und eine» äußer», namentlich durch Einfälle nomadisirender Beduinen nicht gestörten Frieden-, an einer gedeih, lichen Kolonisation de- Linde» überhaupt nicht zu denken ist. Wollte man auch wirklich annehme», daß in Palästina selbst die.Herrschaft de» Sultan» überall eine unbestrittene wäre, so hat sich da« türkische RegierungSsystem noch nirgends als geeignet für die Kolonisirung eine» Landeerwiesen. ,Wo der Türke hintritt, wächst kein Gra-," ist ein orientalische- Sprüchwort, und ein geschichtlich durchaus berechtigte», wenn wir sehen, was die Herrschaft der Türken aus den schönsten und einst bevölkertsten Ländern Europa'-, Asien'» und Afrika'» gemacht hat. Da» ganze türkische Regierung-system war und ist noch heute eine eigenthümliche Mischung von Despotismus und Anarchie. Speziell in Syrien und Palästina hat datürkische Regiment nur zerstörend, nicht ausbauend gewirkt. Ehat aber auch in Wirklichkeit nicht einmal vermocht, daganze Land dauernd zu unterwerfen. Die arabischen Beduinen de» Hauran und au» Moabitis, die Völkerstämme de» Libanon, die Drusen die-seit- und jenseit« de- Jordan, haben stet» von Zeit zu Zeit da- Joch der Türken abgeschüttelt und sind raubend und mordend über die niedlichen Bewohner Palästina'« hergefallen. Eine Kolonisirung de- Lande» durch Juden, namentlich durch Juden europäischer Kultur ist, wenigsten» zur Zeit, Woche«. > Febru“- 8ch'«'*t Kalender. _I uu>2._5>iur. Daaaersia, Frei«,, .. enitkil Ca»«tag . . ttonag . . Diex-ta, . Riltmach . Taiitrllai eine Utopie. Würde e» auch möglich gemacht werden, eine solche Kolonie in irgend einem größer» Mahstabe zu begründen, so würde sie bald genug unter der türkische» Mißwirthschaft verkümmern. Eine andere Frage ist allerdings, ob hilf« Wirthschaft überhaupt »och auf eine länger« Dauer Anspruch machen darf, ob nicht etwa über kurz oder lang da» türkische Reich auch in Syrien zerbröckelt und einzelne Theile desielben. insbesondere Palästina, unter die Herrschaft einer europäischen Macht gelangen. In dieser Hinsicht dürfte in erster Linie England in Betracht kommen. Durch die Ern>erbung Cypern» liegt England an der Pforte Palästina'», während in Egypten dem Transitlande für Indien sich der englische Einstuß immer mehr geltend macht und es nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit, ja der Wahrscheinlichkeit liegt, daß daalte Pharaonenland noch völlig unter englische Herrschaft geräth. Die Oberhoheit Englandüber Egypten würde aber sicherlich die über das benachbarte Palästina unr so inehr nach sich ziehen, al» hierbei auch die religiösen Jnteresen und Gefühle de» englischen Volte» ins Spiel kommen. Würde aber Palästina eine englische Domäne werden, so ivürde da» bibelfeste und biblischen Anschauungen geneigte Volk England» einer Kolonisation Palästina» durch Juden sich sicherlich geneigt zeigen und eine solche um so wahrscheinlicher begünstigen, al» dieselbe sich al« vortheilhaft für den materiellen Aufschwung und die Ackerbau- und Handelsinteressen de» Lande» erweisen würde. E» sind diese» allerdings Hypothesen und Konjecturen, oder, um einen trivialen Ausdruck zu gebrauchen, Sorgen um ungelegte Eier — allein e» kann immerhin nicht schaden, jetzt schon solchen Eventualitäten iu» Auge zu schauen. Zunächst brauchen wir hierbei da» wüste Geschrei der 2 13 | 3 14 I 4 1 IR! 8 Schiro Cliamlacho oaaor (3 U. SS DJ.) 5 16 6 | 17 7 18 8 19! a i 20 |