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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1882-01-01 · 13. Jahrgang Nᵒ 1. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
13 (1882)
Issue
13. Jahrgang Nᵒ 1.
Date
1882-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Da» vier ,«jährlich, ab»nn«nwnt brirä»! filt flflt 3 S3l(iJttr nur 3 Warf; Wir „suchen tri»ge»b, bi, Blätter »es. bei denPaft» an ft alten »n befteften — e» braucht da nur die „Israelitische Waaienschrist^ gesardrrt zn »erben, di« beiden anderen Blätter »erben grati» beigelegt. Dir geehrten bireeten Abonnenten ersuchen »ir ebenfalls, ihre VesteUnng durch varan»b««ahlnng de» Abonnenten«» — ans mindesten» ein halbe» Jahr - zu praiongiren Die Berufsstatistik. Wir gaben und der Hoffnung hin, daß aus die stürmisch erregten Gemüther der deutschen Reichsboten die Verhandlungen über die BerufSstatistik besänftigend einwirken würden. Aus dem Boden dieser Materie, die glücklicher iigeise eine» parteipolitischen Charakter» entbehrt, können sich alle Parteien einigen und brüderlich die Hand zu gemeinschaftlichem Wirken reichen: die Wichtigkeit der BerusSstatistik, speciell ihre hohe Bedeutung für die noch etwa» nebelhaften Pro.ecte der Unsall- und Altersversicherung leuchtet ja jedem Besonnenen ein. Doch unsere oben angedeutete Hoffnung hat sich nicht ganz erfüllt, die conservativeu Hetzblätter sorgten dafür, daß ein Mißton in die Debatte kam. Mit stolzer Siegerfreude hatten sie vor den Verhandlungen im Reichstage verkündet, die BerusSstatistik solle lediglich eine Judenstatistik werden. Wir begreifen daher sehr wohl, daß Herr I)r. Max Hirsch nicht etwa in seiner Eigenschaft als Jude, sondern alt fortschrittlicher Abgeordneter aus den Gerüchten, die durch die confervativen Zeitungen schwirrten, Beranlasiung nabm, darauf hinz uweisen, daß «S bei Feststellung des Berufe» der ReichSbürger auf ihre Religion nicht ankomme, und e« sich daher empfehle in. den Formularen, die der Ausnahme der Statistik dienen sollen, die Rubrik „Religion* wegzulaffen. E« bedurfte nicht erst der ausdrücklichen Erklärung des Staatsfecretär» v. Bötticher, daß die ReichSregierung durchaus nicht die ihr von den Hetzblättern imputirten Zwecke mit der BerufSstatistik erreichen wollte, daß die Aufnahme der Rubrik „Religion* in die Formulare lediglich auf einer Vereinbarung mit andern europäischen Staate» beruhe. Wir sind fest davon überzeugt daß die Reichsregierung die edelsten Intentionen bei Einbringung de» Gesetzentwürfe» hatte und daß ihr hetzerische Zwecke durchaus fern liegen und nlüffen bekenne», daß wir sehr ungern die Rubrik „Religion* in den Formularen vermiffen würd'n. ES dürft« immerhin auch für unS sehr intereiiant sein, eine genaue Uebersicht über die verschiedenen BerukSzweige, denen unsere GlaubenSgenoffen im Reiche obliegen, zu erhalte». Wir glauben, daß sich Herausstellen wird, daß die angebliche Scheu der Juden vor dem Handwerk, die übrigens in ihrer geschichtlichen Entwickelung begründet sein würde, mehr in den .Köpfen unserer Gegner spukt a«S in Wirklichkeit vorhanden ist. Zweifellos wird die Statistik festhalten, daß unsere Glaubensgcnoffen in unvcrhältnißmäßig großer Anzahl am Handel betheiligt sind; wir glauben aber nicht, daß die Thatsache geeignet ist, unfern christlichen Mitbürger Stoßseufzer abzuringen. Die Geschicklichkeit, welche sich die Juden in allen Zweigen d«S Handels in Folge ihrer geschichtlichen, durch die Ungerechtigkeit der Böller herbeigesührten, Entwicklung angeeignet haben, kommt nur der consumirenden Bevölkerung, die ihre Bedürsniffe durch sie am besten befriedigt, zu statten. 4Ser freilich an der alten verrotteten Ansicht festhält, daß nur ver Ackerbau

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