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Jüdisches Familienblatt · 1894-01-01 · 14 (1894) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1894
Issue
14 (1894)
Article
Beilage zu Nᵒ 14.
Date
1894-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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■-ÜV ' Siehst st», wie sch»« sti« Slum« fich entfaltet, Di« steinen Kerbst zum Frühling umaefialtrt. Und wenn dich einü die Last st« Muters drückt, Dich noch erquickt? heil, «er st« fand, Die Blume, Lochterzärtlichkeit genannt! wir grüßen Luc!/, st« Leben» schönste Stern«, Ihr Schwestern, heut', obgleich rat ans der Ferne, Mn Treue schlägt Lr Luch in Lust und Schmerz Der Maurer Herz. Das Liest verklingt; D’rnm, treue Bruder, handelt, wie Ihr singt! f)rt§rMiNU, >«» de« Hebräische» metrisch Versetzt von L Lohe«. Der Tadler. Mos«»» vuserLehrrr, Vor »Le» »ar ei» »eifer Mran; Bi» zwar sei» Verrhrrr, Doch M» er rbat. ßeht mir nicht au. Der Plage» 4. der schwere», Hält' über Phae'» ich zibeacht. Der Becher 10 ut leer««. Besohle« für dir Lesternacht. Allerlei für de« A«milie«tisch. Shylock. In dem längeren Bortrage, welche» Herr Jsistare Loeb iw verein ,6«« Ltnck« ^uiwa,“ über .die Juden tu der Geschichte und die Juden iu der Sage" hielt, sprach derselbe auch über Shylock, welchen «an als Tvvu» der jüdischen Nation stargcstellt hat, uo>efähr wie folgt: »Shakespeare war mit den Joden nicht bekanut, und die Sag«, welch« er seinem »Kaufmann von Venedig" gu Grund« legte, hatte mit den Juden m.o ihren Gewohnheiten durchaus nicht» zu thuo; fie diente uur dazu, die Wahrheit de« Sprüchworte» ,8nnunnrn jas summa injuria“ (.ha« grüßte Recht ist oft da« größte Unrecht') zu beweisen. Er war da« Zwölf» tafelgesetz der Römer, welche« de« Gläubiger gestattete, dem säumigen Schuldner ein Stück Fleisch wegznnehmen. Während de« ganzen Mittelalter« waren die Rechte der Gläubiger so widernatürlich, daß man fich endlich veranlaßt sah, gegen dir mit denselben getricbruen Mißbräuche zu protrstiren. Da« ist die Quelle zur Geschichte de« Shylock. Wa» nun die Eharakterschilderuug de« Juden betrifft, daß er nämlich gebeugten Haupte« rinhergehe, unangenehm rieche und Menschenblut gebrauchen soll, so muß mau hierbei erwäge», daß iw Mittelalter die Juden der Zauberei bezichtigt »irden, und die Zauberer e« waren, denen diese Eigenthümlichkeiten auhafteten. Solche Lorurtheile, sagte Herr Loeb, konnten nur durch die Pflege der Wissenschaften beseitigt werden und dieser Aufgabe haben fich die jüdischen Gelehrten aller Zeiten stet» unterzogen. Kine «oder»« ßsteüecka. Bon 0. in R. I. -«tfcheotl-gnfph. Mi» bem Feste e» oft steht; Mi, ,i* al« Fest« selbst ihr»» seht. n. Keöräischtt Scher-rätyses. Da «acht sich viele Sorg und Last Di» Jeder mit de» Peffachbroteu. Paßt auf, wie ich dir« angesaßtl Ich nehme kühn, wa» Lott verboten; Dann kratz ich weg et« kleine» Stück Non einem Zeichen mit der Radel; We» dann vom Lanzen bleibt zurück, Da« giebt mir,-QßS ohne Lastet: vmnch' uur eia Zrich-n zu verrücken, Bersucht e» auch, ob'» nickt wird glücken? UL Ireisprachiß« Ko«p»sttto«-rLtßset. Bier Söhne zeigt da» Ritual, Da» bei dem Sester ist ln Brauch; Such' «iuen drau« nach klnger Wahl, Doch fie», bah er der richt'ae auch; De» schreib' mir deutschen Lettern hi». Dean diese» Ludert nicht» am Sinn. Ru« schließ' Ihm au zur liukeu Hand Sin Fürwort au» dem Fraukenland; Zur Rechte« stell ei« Flügelthier, Doch »nr au» deutschem Zollrrvier; » Boa dem, wa» fich darau» gestaltet. Ist «im» al«. doch nicht veraltet. Boa Bk. Michelsohn. Ein Herr S. aus der Residenz, welcher zur Cur sich in dem Badeorte L. aufhielt, wurde dort von seiner Frau und seinem 12jährigen Töchterchen Etelka auf mehrere Tage besucht. Letzteres zog durch ferne für sein Alter weit fortgeschrittene Intelligenz die Aufmerksamkeit der Herren in der Pension in großem Maße auf sich. Zu diesen gehörte auch ein würdiger Geistlicher, der in seiner (christlichen!) Liebenswürdigkeit nicht unterlassen konnte, das Kind stets mit .Rebeckche" anzmeden, so oft es ihm darüber aufgeregt auch seinen richtigen Namen nannte, weshalb das Mädchen seinen Vater bat, den Herren diese Nameasmcrphose zu untersagen. Dieser tbat dies denn auch in fotzender schneidigen Weise. Als nämlich eines Morgens sämmtliche Herren beim Frühstück die Postsachen vom Wirthe entzegennahmen, trat Herr S. an chn heran und sagte laut allen vernehmlich: »Herr ß, unter ihren Gästen sind einig« Herren, die meine Tochter E beständig Reblcka neunen, trotzdem mein« Tochter ihnen ihre» Namen angob; wollen Sie bstte die Güte haben und de» Herren sage«, d«ß. fall« sie diese beabsichtigte Aeuderung nicht utterließen, ich der Laban wäre, der seiner Tochter die Weisung gäbe; »den Kameelen Waffer z,mSauf>u zu geben!" IV. KkSräifche» L-gogrypy. Jo st« Hoggastah wir e» »ehrmal» finden. Wenn Lotte» Ruh« bei« Fest« wir verkünden. Nenn recht« di« Dhür wird »»«gehoben Und link» der Hake « weggeschobe«. Tan» seh'u wir, wa» da» Herz erste»', Zum- Leder Jeder hält' bereit. Wer stet» genügsam ist, Da» Wort nicht leicht vergißt. V. ^rejZMge hebräische Khsrade. Die erste fp> ein Bindewert, Ein Fürwort Am» Ai, »weit«; Dl« drin« wohnt a» jeo e» Bi» b, die feruste «eile; Da» Lamm ist ei» srmumer Maun, Der di« Haggadah zeigen kan»; vt» seine« Ra men» Silben sage», Leset: Leiden mit Ledald ertragen. der KSttzfel i« »*r. Me. L «messe, «eist. ««. II. QHM, Hnllel. ZU. Arte (der Boqel), Avis (Rochrichil. Rone einer Stadt (Lews. «.«> Hi i ■■um «ufr «edaeuur: Dr. «. «ahmer, «tagstedurs. , — .~ i Druck mwD. L. Wol/s. Magdeburg Verlag v«, 1lL«r Friese. £**

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