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Jüdisches Familienblatt · 1894-01-01 · 7 (1894) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1894
Issue
7 (1894)
Date
1894-01-01
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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besitzen. Diese wer de» sie nnr durch Schulbesuch« stch erwerben. Mögen doch die Srminarlehrrr i« unsre Schule komme», di« gegebenen Bedingungen. den Organirmu» uusrrr jüdische« Schulen kenur» lernen, damit sie ihren Zöglingen im koukrrten Fällen ihre pädagogische Weisheit darbieten können. Nicht für das Seminar, sondern für da- Leben, für die Volksschule sollen dir Zöglinge enSgebildet werden. Der Seminarlehrer muß in seiner Lebensführung, in seine« Charakter und seine» Familienleben das Vorbild eines jüdischen, für seinen Beruf and seine Religion begeisterten Lehrer» sei». 3. Endlich, hängt eine zeitgemäße Vorbildung der Lehrer ab von den innen, und äußer» Einrichtungen der Seminarr» »nd der SeminarübungSschnlen. Zunächst ist auch an allen jüdischen Schulen die Forderung de» 8 1 in der .Lehrordnuna für die Königl. Schullehrerseminare" durchzuführen: ,Lede» Schullehrrrseminar ist mit einer mehrklasstgen und einer rinklasfigen UebuagSschnle organisch zu verbinden.- Den Mischen Schulen sollen nicht geringere und weniger Bildung»«»»«! zur Verfügung stehem S« ist in der That unbegreiflich, daß e« Seminare ohne auch nur eine UebungSschule geben kann. Solche Seminare, Schwimmanstalten ohne Wasser, haben unbedingt» sofern sie sich nicht länger an den Zöglingen und an deren später» Schülern versündigen wollen, die beiden UebungSanstalten eiuzerichter. S» dürfte dem Eifer und Streben der Leiter und der Curatorra der Anstalten gelingen, auch d i e Mittel zu beschaffen, die der AuSban ihre» Werke», seine Krönung, erforderlich macht. Bei der festen «bficht unsrer Regierungen, dem Land« die Religion erhalten ,» wollen, würden fi« die Seminare in ihren notwendigen Ergänzungen und Lerbefferungen unterstützen. „Natürlich", sagt Kehr, „müssen diese beide» (UebnugS-) Schulen — eine mehr- Nasfige, als Bild einer getheiltrn Schule und eine einklasfige, al» Bild einer angetheilteu Dorfschule — in ihrer gesummten Organisation, in ihren Lehrplänen, Lehrmitteln bi« ans die Snbsellieo >:nd die Wandtafeln herab den Seminaristen die Anschauung de» Soliden und Musterhaften biete». Mit den Kindern der Seminarschule muß der junge Lehrpraktikant eine ersten Erziehung-- und Lehrversuche machen. Hier muß aber auch auf da» sorglichste die Gefahr vermied«» werden, daß die Seminarschule zu einer Experimentieravstalt erniedrigt wird, — eine Gefahr, welche um so näher liegt, al« die Seminaristen »och keine Lehrer find, sondern solche auf dem Wege der Uebung erst werden sollen. Wenn unsre Seminarschule» die Aufgabe hätten, Experimeutieraustalteu zu sein, dann würde ich zu den Erste« gehören, die de» Vorschlag machten, fie zu schließen. Zum Experimentieren ist der Kindergeist zu edel. Daraus folgt aber zugleich, daß mit aller Umficht alle erforderlichen Vorbeugung«-- und LorkehruugSmittel getroffen werden müssen, um die Seminarschule vor einer derartigen Gefahr zu bewahren." Wenn einige Seminar« noch länger fich der Einsicht verschließen, Seminarschule» Anrichte» und darin ihre Zöglinge methodisch »ad praktisch auSbilden, werden diese später al» Lehrer zeitlebens vielleicht ihre Schule« zu Experimeutieranstalten erniedrige». <8chl»b felgt.) An de» Tempel» hoher Pforte Sammeln fich die ftommeu Leute Israel» zuw Rachtgebete Und zum Preis de» ew'gen Gotte». Der den Sabbath etngefehet Und gebot den Kinder» Jakob«, An dem heil'gen Tag zu ruhen. Keine Arbeit zu verrichte». Während nun der Tempeldiener Ruft zusammen, die noch fehlen. Denn der Gottesdienst erfordert Zehn der Männex — wird besprochen Alle», »a» nur denkbar möglich. Und e» nehmen drei, di« Arllste». Platz auf jener allen Steinbank In der Synagoge Lorhof. Jener tadelt nun de» Rabbi'» Späte» Kommen, diesen ärgert'», Dab der Schoch« müßig gehe Und ein gut Stück Geld verdiene. Und daß « dabei »och klage Ueb« schlechte Zetten, »ährend Er gewiß fich besser stehe Al» d« klnge Sprich« selbst. Dann will andern nicht behagen D« Gesang de« neuen Ehasau«: »Hält« Ihr mich fingen hören. Ha, da» war noch ganz wa» Andre»! Al» ich am Iomkippur Abend Da» Kol Ridre rührend vortrug. Daß die Schönen d« Gemeinde Ganz entzückt in Thränen schwammen." Und noch andre» kommt zur Rede» Und e» »«den dnrchgehechelt Selbst di« kleinsten Kleinigkeiten, Alle», alle» wttd »«handelt- Untocheffen eil'geu Schritte» Naht der Synagogeudieuer. MU ihm kommen anch die Bet« Welch« seinem Rufe folgten- Alle tr«en in de» Tempel» Innrer, und e» steigt d« Ehasau Festen Schritt» zur heil'gen Kad« Und beginnt: Ledowid boruch. Und der ganze Chor d« Männer - Sttmmt «tt ei» zum Lob Jehova'». — S«bbatha«sga»g. Schon verfinll die Sonn' i« Westen, Und e» naht die Dämm'rungtstund«: Bald die ersten Sternletn blinke» — Dan« ist Sabbath» Ende nahe. Dann wttd'» hell i» düstren Raume. Und d« Sabbatbat ei» End«. „ Lndwtg Tan»?>t» -*iy L.HU'tu ote!- 6. *. Marz» Ne«, (gor -»tt ml t» Cm hur. lieh' Reustodt-C»»««. (goetsezömg.) — Ludwig La,». Ksallyoorti.Redakteur:l>i-. Rah«er Magdeburg. Druck:Friedrich Rasche

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