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Israelitische Wochenschrift · 1894-09-07 · 36 (7.9.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
36 (7.9.1894)
Date
1894-09-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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eine allgemeine Zeitung des )udenthums. *S^ Erscheint wöchentlich «ff zwei Beilage» (»m»f£eublattw «nd ״LiMevmtarblatt“) «nd bei aQin Potz i««n »nd BmtzbnndlunGen. «ich »irett bei der (tflKtotim, drei Merk vfertelfähelittz. (Rach Um Au»l««de 15 Start jührlich) Die Rasgatv »h«e^Lltterat»rblatt- — «ur herch die «,t t» beziehe« — testet 8.26 Mark. ׳.«U tjSil . tt Eiasel-Hr. tostet 86 Ptg. L^erausgegetzcn von Rabbiner Dr. W. flaljmfr in Magdeburg. <flr tvahrheit, «nd Friede«! "AA '*ff' «v_ Inserete für die ^Idraelitifche Wscheslchrlfi" wie für da» südliche Litteraturdlatf. die vier-ejpaltene Petitzeile oder dem» Rau« 86 Etg. find entweder durch die Annonce« Sxpeditione« oder — fall« «an selbst ans Rabatt Anspruch macht — Mesot ein-«׳ senden an: Die ExjaditioD der ״IaneL Wochenachrift" in Magdebnrg. 4« Buhslt: IritniH Xrtifeti Line infame Lüge und Verleumdung. — Die Eocialhygiene der Juden. Besprochen von Dr. Singer-Lobleu». (Fons.) — Jüdische Lehrer-Bildung», anstallen in Deutschland, von Eeiiiinarlehrer A. Treu in Münster. (Schluß folgt) 8«rt»nn» €«»«|»»«><וו»(יt Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Franks»«»- R. ltöln. Dresden. Dresden. An» Ostpreußen. Oesterreich-Ungar»: Budapest. Au« Böhmen Großbritannien: London. v,e»»ks«tzt« x»d 1wn|l< Nnrhelechten 1 Magdeburg Berlin. Breslau. BreSla». Halle a. S. Glogau. Au« der Pro«. Posen. Leipzig. Dresden. Wien. Baj». langer. Au« Amerika. Wochen- Akptkiak. 1894 «lui. 56:')4 Hslnidrr. Sonnabend . . 8 ן 7.23) •»*כים). lVrtk VI. Sonntag . . . 9 8 Montag . . . 10 9 Dienstag . . . 11 10 Mittwoch . . . 12 11 Donnerstag . . 13 12 Freitag. . . . 14 13 föir iifur Aßt 1119rr(n1)u1 , verbreitet die ,Staatsbürger-Zeitung" in einem an der Spitze ihrer Morgen-Ausgabe vom l. September stehenden Leitartikel, den wir nach dem Rezept Friedrichs des (Großen hier niedriger hängen. Der giftspritzende, Juden und Judenthum verleumdende Artikel lautet: ,Ter geheime Sündenerlaß bei den Juden." Eine von den Wirtsvölkern der Juden viel zu tveuig beachtete imd nnterichätzte r ehtiinc jüdische Errnnonic ist der Sündenerlaß, ein Ansstuß der praktischen Moral der Juden. Und doch ist diese Maßregel eine wahre Gefahr im Verkehr mit den Jude»; denn sie ermöglicht ihnen leichterdings alle Handlungen, weil sie von ihnen als eine geheiligte Institution angesehen ivird. Bei einem ei.-fachen Vergleich mit der Beichtpflicht in der christ. lichen Kirche kan», man sofort die weite Kluft, die diese von jener jüdischen Vorschrift scheidet, erkennen. Hat nämlich ein Jude gegen ein Gesetz sich vergangen, und sei cs da-schwerste und strengste, daun braucht er einfach dreien selbstgewähltcn Personen zu willkürlicher Zeit und an willkürlichem Orte seine That mitzuteiken, und diese haben dann nm dreimal die Worte: ,Wir entbinden Dich von der Strafe dlutar levlw" zu wiederhole»,׳ um den Uebclthäter sündenfrei zu machen. ‘ Betrachten wir nun diese Bußsormel in ethischer Hinsicht. Es ist nicht nöthig, daß' dies Bekenntniß vor einem Seelsorger erfslg«, der Betreffende kann sich seine Freunde, Verwandten, oder gar die eigenen Spieß, gesellen dazu «nvählen, die sich gegcnsritlg entsühnen können! Es istoich nöthig, daß die» in der Synagoge! oder soust^ öGentficha. Andacht seierli^ geschehe, sonder, I es kann ganz insgeheim vorgenommcn werden. Es ist nicht nötig, daß der Uel>elthätcr die Einzelheiten der jündhaf-en That erzähle, es hat ilieinand das Recht, ihn zu vernehinen, er braucht nur denlflesetzes Paragraphen, gegen welchen er sich vergangen, z>׳ nennen. Es ist auch garnicht nötig zu versprechen, daß er den Frevel nicht mehr begehen werde. Und zum Schlüsse ist es auch garnicht nötig, zum Zweck» der Entsühnung alle Sünden zu bekennen, sondern er braucht nur das zu sagen, was ihm beliebt. In dieser einen Einrichtung ist die Bedenklichkeit jüdischer Lebens- und Sittcnanffassung doch in brachtenSn-erther Weise gekennzeichnet. Zu der katholischen Beichte, bei welcher di: Gott geweihte öffentliche Stätte, der würdevolle Priester und das Bekenntnis aller begangenen Fehler, sowie die seicrlichc Beteuerung der Besserung des Lebenswandels vorgeschriebcn ist, steht diese jüdische Vorschrift gradezu im Widerspruch. Offenbar ist diese ganze Ceremonie vor allem da» rauf berechnet, jeden Verrat oder jede Entdeckung niöglichst zu verhüten. Und diese Absicht erweist sich bei der Prüfung der jüdffche» Lehren als nahezu durchweg erster »nd maßgebende! Grundsatz. Ist es ja doch bekannt, daß die Juden ihre berühmt gehaltenen Rabbiner (dir Wunderrabbi) auch bei allen geschäftlichen Handlung» nm R-!t fragen kommen, weil diese in der schlauen UeberlistungSkunst, die die Juden mit zu den höchste« Eigenschaften zählen, ausgezeichnet sind und ihnen die Wege zur Erreichung ihrer Zwecke am besten verstehen. Der Lontrast aber, welcher zwischen Wer Denkweise und der christlichen besteht, ist ein unauSsprechlichcr, »nd der in christlich deutscher Erziehung gebildete Mrnsch ist in allen seinen teuerste« Interessen schwer bedroht, wen« er tagtäglich im HaLhr sein muß mit Menschen, die eine von der seinen so *mW«»«.. MnfchLnnnMikise haben. Da die

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